Mal wieder ein bischen Getränkekunde:
Einige Gäste bestellen bei mir statt eines Cuba Libres „Havana Cola“ (und meinen damit Cuba Libre ohne Limette), insbesondere habe ich ein paar Männer, die immer den 7-jährigen Havana Club nur mit Eis und Cola wollen (was für eine Verschwendung). Die Meisten wissen aber gar nicht, daß „Havana Cola“ nicht Havana Club mit Cola ist, sondern eine Cola (und damit alkoholfrei) aus Kentucky, USA.
Havana Cola besteht aus einer Premium Cola, Rohrzucker und Key Lime, das in der kubanischen Kochkunst ein wesentliches Aroma darstellt.
Neben Havana Cola hat die Firma noch Havana Mojito im Angbot (auch ohne Alkohol). Das klingt beides ziemlich lecker. Aber wo bekommt man das Zeug in Deutschland?

Mehr Infos zu Havana Cola finden sich auf deren Homepage: Havana Cola.

Havana Cola
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Ein Kommentar zu „Havana Cola

  • 22. Januar 2011 um 10:42
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    Ich glaube, dass hier gar nicht die Havana Cola aus Kentucky referenziert wird.

    Sondern die Bennenung einen anderen Hintergrund hat. Die Bezeichnung „Cuba Libre“ entstand in der Zeit nach dem Sieg der Amerikaner über die Spanier im zweiten kubanischen „Befreiungskrieg“.

    In Spanien werden für Cubatas(Longdrinks) meist keine klingenden Namen verwendet. Sondern man benennt die Getränke.

    Also bestellt man beispielsweise einen „Ron-Cola“ und bekommt meist eine Mischung aus Rum und Cola.

    Was aber in touristischen Gegenden fatal sein kann. (billigster Rum!)
    Daher bestellt der Kundige in der Regel einen Havana-Cola, dann bekommt er, oft sogar zum gleichen(!) Preis mindestens einen Havana Tres mit Cola.

    Dadurch sind bei diesem Getränk in meinen Augen zwei Philosohien entstanden:
    – Eine Amerikanisch geprägte, als Cuba Libre bekannte, bei der die Limetten und gegebenfalls der Rohrzucker und die Cola für Geschmack und Frische entscheidend sind.
    – Und eine in Spanien verbreitete, bei der neben Rum, Cola und Eis höchstens Zitrone zum Einsatz kommt. Dieser wird bestellt nach dem Schema: „Rum-Marke Cola“. Dabei ist dann der Geschmack des Rums deutlich entscheidender und kommt auch mehr zum tragen.

    Bei Limetten erkennt man meist nur noch die Qualitätsstufen des Rums (billig, in Ordnung,gut), während man ohne Limetten meist noch wirklich die Rumsorte erkennen kann.
    Daher wäre es in meinen Meinung nach erst eine Verschwendung, wenn man den guten Rum mit Zitrusfrüchten unkenntlich macht.

    In Folge dessen wird man in Spanien bei der Bestellung eines Cuba-Libres schräg angeschaut, während man in Deutschland sich meist gegen die Limetten wehren muss. 😉

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