Kategorie: Einkauf

Kundenbefragungen

Wie jedes Mal beim Einkaufen in der Metro, haben mein Chef und ich uns in die Gastro-Lounge verlaufen. Das hat mehrere Vorteile: Heißgetränke, Softdrinks und Häppchen for free, Bild-Zeitung lesen und unseren Kundenberater per Telefon anrufen (statt ihn ihm Markt zu suchen).
Nun saßen wir in der Gastro-Lounge an einem Tisch und genossen unsere Drinks. Auf einmal stand eine hübsche junge Dame neben uns am Tisch.

sie: Entschuldigung! Wir führen eine Kundenbefragung durch. Was kaufen Sie mehr: Fisch oder Fleisch?
wir (syncron): Beides nicht!
sie (erstaunter Blick): Was kaufen Sie denn dann?
ich: Eis, Milch, Sahne und Schnaps!

Sie war dann sehr erstaunt. Als wir ihr beide Gastronomie-Objekte meines Chefs (Bar und Cafe) erklärten, war sie viel gelassener. Trotzdem erklärte Sie uns, daß wir nicht für die Befragung geeignet wären, da es um eine Befragung der Fisch- und Fleisch-Käufer ginge. Meinem Chef fiel dann ein, daß er mal im letzten Jahr Grillfleisch gekauft hatte, und damit war er schon für den Fleischkunden-Fragebogen qualifiziert. Ich habe als Ausgleich den Fisch-Fragebogen ausgefüllt (immerhin weiß ich, wie man „Fisch“ schreibt).

Wer auch immer das schon mal behauptet hat: Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

Red Bulls Simply Cola in Flaschen

Red Bull Simply Cola in FlaschenSeit längerem ist die Red Bull Simply Cola wieder in den Regalen zu finden, es ist doch nicht soviel Kokain im Simply Cola, das es reicht, um unter das Betäubingsmittelgesetz zu fallen.
Wer es hier im Süden Deutschlands bekommen wollte, konnte sich bei einem Österreich-Besuch auch während des Verkaufsverbots damit eindecken.
Und bei den Österreichern gibt es auch noch eine Besonderheit:
Dort wird das Simply Cola nicht in langweiligen Dosen verkauft, sondern in schicken Relief-Glasflaschen, die mit einem Kronkorken verschlossen sind. Damit entfällt die alberne Dosensammelei wegen des Dosenpfands (Red Bull leistet sich den Luxus von speziellen Rücknahmekartons für die Gastronomie) und die Flaschen können problemlos im Glascontainer entsorgt werden.
Es schmeckt aus der Flasche allerdings auch nicht besser!

entspanntes Einkaufen bei der Metro

Wow, ich habe schon seit 1,5 Jahren nicht mehr über unsere Metro gebloggt! Das bedeutet aber nicht, daß nichts passiert ist. Damals waren meine Beiträge eher negativ ausgerichtet. Wer sich das Elend antun möchte, bitteschön: alle Metro-Beiträge.

Seit damals hat sich in der Neu-Ulmer Metro viel getan. Und soweit alles zum Positiven! Außer der kleinen Ausnahme, daß sie den Karton mit den Eiswürfeln imer noch nicht im Warenwirtschaftssystem eingepflegt haben.
Der große Schritt war anfangs des Jahres, als die Metro in Neu-Ulm umgebaut wurde und das Sortiment deutlich überarbeitet wurde (inklusive Preissenkungen).

Im Großmarkt Neu-Ulm testet METRO Cash & Carry ein Vertriebskonzept, das insbesondere auf die Kernzielgruppen des Großhandelsunternehmens ausgerichtet ist. Dazu zählen einerseits die sogenannten HoReCa-Kunden – Hoteliers, Restaurantbesitzer und Caterer – und andererseits kleinere Lebensmittelhändler, beispielsweise Kiosk- und Minishopbetreiber.
Umbau des Neu-Ulmer METRO Cash & Carry-Großmarkts abgeschlossen

Der Einkauf wurde von einem Streßfaktor zu einem gemütlichen Zeitvertreib, das Personal ist deutlich besser, die Warterei an der Kasse ist kürzer und es ist nur noch sehr selten der Fall, daß etwas nicht vorrätig ist.
Aktuell läuft ein Metro-Einkauf so ab: erst wird in der ausgestellten Küche und Cafebar ein Milchkaffee getrunken, dazu ein wenig Zeitung gelesen, ein paar Häppchen vertilgt und danach geht der Einkauf los. Inzwischen kann man dort auch im Voraus per E-Mail oder Fax bestellen, die Ware wird vorkommisioniert und man muß sie nur noch abholen. Sehr angenehm! Letzte Woche hatte ich es zum ersten Mal geschafft, die Bestellung nicht zu vergessen (es ist schon blöd, wenn man die Bestellung im Anhang der E-Mail vergißt…). Der Wortlaut war folgender:

Werte Metro, liebe Mitarbeiter und andere Untaetige,

nehmt euch 5 Minuten Zeit und lobpreiset den fleissigen Heiko!
Er hat es geschafft, die Bestellung abzuschicken! Und die Datei ist auch
schon dabei! Welch Feiertag! 😉

Aber mal im Ernst:
Es waere schoen, wenn wir die Ware dann morgen Nachmittag abholen
könnten. Danke!

Prost und Danke!

Heiko

Irgendwie muß man ja ein wenig Stimmung in den tristen Arbeitsalltag bringen. Aber bei solchen Mails und dem sonstigen Rumgealber mit meinem Chef in der Metro ist es auch kein Wunder, wenn unser Kundenberater die Frage „Sind wir eigentlich Deine einzigen bekloppten Kunden?“ mit einem deutlichen JA beantwortet. 😉
Weiter so!

das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Bier

Bierfaß - AbfülldatumBierflaschen haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt und auch die 5l-Partyfässer tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum.
Nun ist mir aufgefallen, daß unsere Bierfässer (30 und 50l) kein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen. Auf ihnen ist lediglich vermerkt, wann das Faß abgefüllt wurde. Aus Interesse fragte ich bei verschiedenen Bekannten, die teilweise schon viel länger als ich in der Gastronomie tätig sind, nach, warum nun auf diesen Fässern kein MHD angegeben werden muß, denn wenn die Brauereien es müßten, würden sie es auch aufdrucken. Keiner konnte mir helfen.

Aber zum Glück gibt es das Internet und so kam ich auf die „Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln“ (kürzer: Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (noch kürzer: LMKV)). Und teilweise ist sie sehr erhellend:

§ 7 Mindesthaltbarkeitsdatum
(1) Das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels ist das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält.
LMKV – §7

Damit ist auch klar, daß ein Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums keinesfalls gleich weggeworfen werden muß. Es wird lediglich zugesichert, daß es bis zu diesem Datum seine spezifischen Eigenschaften hat. Möglicherweise schmeckt es danach ein wenig anders. Muß es aber nicht!
Absatz 6 trifft nun auf meine MHD-Faßbier-Problematik zu:

(6) Die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums ist nicht erforderlich bei
[…]
3. alkoholfreien Erfrischungsgetränken, Fruchtsäften, Fruchtnektaren und alkoholhaltigen Getränken in Behältnissen von mehr als fünf Litern, die zur Abgabe an Verbraucher im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 bestimmt sind,
[…]
Hervorhebung von mir

§ 1 Abs. 1 Satz 2 lautet:

Dem Verbraucher stehen Gaststätten, Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung sowie Gewerbetreibende, soweit sie Lebensmittel zum Verbrauch innerhalb ihrer Betriebsstätte beziehen, gleich.

Warum gesteht man den Gaststätten so eine Ausnahme zu? Ich weiß es nicht.
Aber ich vermute, daß es damit zusammenhängt, daß Faßbier über eine Schankanlage (Bierlotse.de – Schanktechnik) ausgeschenkt wird, die es ermöglicht, auch über einen längeren Zeitraum (länger als diese 5l-Party-Fäßchen) das Bier mit gleicher Qualität zum Gast gelangen zu lassen. Und weil Faßbier nunmal teurer ist als Flaschenbier wird über die Schankanlage nur Biere verkauft werden, das sich auch „schnell dreht“, d.h. möglist schnell verkauft wird und so ohnehin nie das MHD erreichen wird.
Weiß jemand vielleicht noch mehr dazu?

Überaschung gelungen?

Aamen Gold verblasstVor etwas über einem Monat bekam ich mal wieder eine Spirituose geschickt. Da es nicht vorher mit mir abgesprochen war, daß ich etwas geschickt bekomme, war die Überaschung gelungen!. Inzwischen frage ich mich, ob die Überaschung wirklich gelungen war…

Nicht nur ich bekam das Aamen Gold geschickt, sondern auch noch ein paar andere Blogger.
Zu dem Produkt haben sie sich schon geäußert:

Ich blogge nunmal bekanntlich wirklich dann, wenn ich Zeit und Lust habe. So geschah es dann auch, daß die Flasche wochenlang bei mir rumstand. Während dieser Zeit wurde aus dem knalligen Geld, das dem Aamen Gold seinen Namen gab, ein eher blasses gelbliches Grau. Eine E-Mail-Nachfrage bei einem anderen Aamen-Gold-Empfänger ergab dann auch das gleiche Bild. Die Flasche lagerte bei Zimmertemperatur ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ich werde das Aamen Gold nun doch nicht mehr probieren, auch wenn es aus 100% Natur ist, ohne künstliche Farb- und Aromastoffe. Wenn es sich schon als Luxus-Likör verkauft, dann sollte auch ohne Probleme die Farbe behalten.

Weiterführende Links:

Ewig haltbar

Kühlschränke auffüllen ist prinzipiell sehr einfach:
Wenn neue Ware eingeräumt wird, kommt die alte Ware nach vorne, damit nicht irgendwann ganz hinten abgelaufenes Zeug steht, das dann entsorgt werden kann. Ist ja schließlich bares Geld, das man wegschmeißt!

Kurios ist es schon, wenn dann bei der Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums der Blick ins Leere geht, weil das MHD komplett fehlt! Und dann steht eine Überprüfung aller Etiketten an. Zum Glück ist die Brauerei in solchen Fällen mehr als kulant und liefert Ersatz.

Die Situation ist nicht nur für mich unangenehm, sondern auch für die Brauerei. Denn sie können nicht erkennen, welche Charge betroffen ist. Da darf dann wohl ein Praktikant die kompletten Brauereibestände durchchecken.

Gold Ochsen Oxx Lager Grapefruit ohne MHD