Kategorie: Bestellung

kuriose Umbestellung

Ein Gast kommt zu später Stunde in die Bar und setzt sich an den Tresen.

Er hätte gerne ein Oxx Lemon (ähnliches Biermischgetränk wie Beck’s Lemon, das ich ihm leider nicht bieten konnte, da die Brauerei es aus dem Sortiment genommen hat). Er machte keinen verstörten oder angetrunkenen Eindruck.

Gast: Ok, dann stell mir doch bitte erstmal 5 Ficken hin! Ich schau dann nochmal in die Karte!

Nach einer Weile hatte er die 5 Schnäpse in Ruhe ausgetrunken und ich fragte nach seinem nächsten Wunsch.

Gast: Stell mir doch einfach nochmal 10 Ficken hin!

Auch diese Kurzen trank er in aller Seelenruhe hintereinander weg , verabschiedete sich und ging (und hinterließ mich und die anderen Gäste staunend).

Es kommt schon vor, daß Gäste nur auf einen Kurzen vorbeikommen und dann weiterziehen. Das beschränkte sich aber bisher immer auf eine oder zwei Runden.

Wer sich nun aber sinnlos betrinken will, bestellt nicht erst eine Radler-Variation und schwenkt dann auf einen Johannisbeer-Likör mit 15% vol Alkohol um…
Stärkere Spirituosen hätte er von mir in diesem Ausmaß auf einmal sowieso nicht bekommen.

Was mir und den Stammgästen an der Bar blieb, waren eine nette Anekdote und Fragen über Fragen.

entspanntes Einkaufen bei der Metro

Wow, ich habe schon seit 1,5 Jahren nicht mehr über unsere Metro gebloggt! Das bedeutet aber nicht, daß nichts passiert ist. Damals waren meine Beiträge eher negativ ausgerichtet. Wer sich das Elend antun möchte, bitteschön: alle Metro-Beiträge.

Seit damals hat sich in der Neu-Ulmer Metro viel getan. Und soweit alles zum Positiven! Außer der kleinen Ausnahme, daß sie den Karton mit den Eiswürfeln imer noch nicht im Warenwirtschaftssystem eingepflegt haben.
Der große Schritt war anfangs des Jahres, als die Metro in Neu-Ulm umgebaut wurde und das Sortiment deutlich überarbeitet wurde (inklusive Preissenkungen).

Im Großmarkt Neu-Ulm testet METRO Cash & Carry ein Vertriebskonzept, das insbesondere auf die Kernzielgruppen des Großhandelsunternehmens ausgerichtet ist. Dazu zählen einerseits die sogenannten HoReCa-Kunden – Hoteliers, Restaurantbesitzer und Caterer – und andererseits kleinere Lebensmittelhändler, beispielsweise Kiosk- und Minishopbetreiber.
Umbau des Neu-Ulmer METRO Cash & Carry-Großmarkts abgeschlossen

Der Einkauf wurde von einem Streßfaktor zu einem gemütlichen Zeitvertreib, das Personal ist deutlich besser, die Warterei an der Kasse ist kürzer und es ist nur noch sehr selten der Fall, daß etwas nicht vorrätig ist.
Aktuell läuft ein Metro-Einkauf so ab: erst wird in der ausgestellten Küche und Cafebar ein Milchkaffee getrunken, dazu ein wenig Zeitung gelesen, ein paar Häppchen vertilgt und danach geht der Einkauf los. Inzwischen kann man dort auch im Voraus per E-Mail oder Fax bestellen, die Ware wird vorkommisioniert und man muß sie nur noch abholen. Sehr angenehm! Letzte Woche hatte ich es zum ersten Mal geschafft, die Bestellung nicht zu vergessen (es ist schon blöd, wenn man die Bestellung im Anhang der E-Mail vergißt…). Der Wortlaut war folgender:

Werte Metro, liebe Mitarbeiter und andere Untaetige,

nehmt euch 5 Minuten Zeit und lobpreiset den fleissigen Heiko!
Er hat es geschafft, die Bestellung abzuschicken! Und die Datei ist auch
schon dabei! Welch Feiertag! 😉

Aber mal im Ernst:
Es waere schoen, wenn wir die Ware dann morgen Nachmittag abholen
könnten. Danke!

Prost und Danke!

Heiko

Irgendwie muß man ja ein wenig Stimmung in den tristen Arbeitsalltag bringen. Aber bei solchen Mails und dem sonstigen Rumgealber mit meinem Chef in der Metro ist es auch kein Wunder, wenn unser Kundenberater die Frage „Sind wir eigentlich Deine einzigen bekloppten Kunden?“ mit einem deutlichen JA beantwortet. 😉
Weiter so!

Maracuja-Mangel

Ich war schon etwas erstaunt, als ich vor zwei Wochen bei unserem Haupt-Getränke-Lieferanten meine Bestellung abgegeben habe. Sie hätten keinen Maracuja-Nektar mehr auf Lager! Der Lieferant ist übrigens keine kleine Klitsche, sondern (laut Wikipedia) im Verbund mit Gold Ochsen der größte Getränkeverbund der Region Donau-Iller. Ohne Nachzufragen setzte ich meine Bestellung fort.

Glücklicherweise traf ich tags darauf einen Außendienstler eines anderen Lieferanten, der mir dann erklärte, was es mit dem Maracuja-Mangel auf sich hat:
Ecuador ist der Haupt-Exporteur für Maracuja-Konzentrate. Mehr als 90 Prozent des weltweit importierten Maracuja-Konzentrats stammen […] aus Ecuador. Nun ist leider in Ecuador die Ernte katastrophal ausgefallen (er sprach von 50% Ernteausfall) und die Getränke-Produzenten bekommen keinen Nachschub an Maracuja-Nektar.

Nun wird es spannend, wie sich der Preis für Maracuja-Produkte entwickeln wird. Maracuja scheint langsam überall Mangel zu sein. Selbst die Neu-Ulmer Metro hatte letzte Woche keinen Maracuja-Nektar im Angebot. Auch Pfanner hat so seine Probleme:

Antwort von Pfanner: Alle mit Sternchen gekennzeichneten Früchte stammen zu 100% aus Fairtrade. Die anderen stammen aus einheimischer Produktion, mit Ausnahme von Maracuja, wo es aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf dem Weltmarkt gegenwärtig kein ausreichendes Angebot aus fairem Handel gibt.
tessarakt – Fairtrade – vom 20.7.2009

Inzwischen haben wir schon wieder ordentlich Maracuja-Nektar geliefert bekommen. Mal sehen, wie lange es reicht. Zur Not heißt es einfach: die nächste Ernte abwarten!

Bestellungen auf der Terrasse

Da wir (zumindest dem Kalender nach) Sommer haben, folgt nun eine weitere Episode von der Terrasse.

Unsere Terrasse befindet sich direkt vor der Bar. Wenn ich aufschließe gehe ich durch den Hintereingang, die Gäste und die Service-Mädels kommen immer über die Terrasse herein.
Es war an einem leicht verregneten Wochenendtag, die Terrasse war nicht aufgebaut, die Tische und Stühle standen zusammengekettet an der Seite der Terrasse.

Zur Hauptstoßzeit kam eine Aushilfe für den Service dazu. Sie machte sich fertig und nahm dann fleissig Bestellungen auf. Der Bondrucker ratterte fleissig und mein Chef und ich fingen an, die Bestellungen fertig zu machen. Als ich ein paar Cocktails fertig hatte und die nächstens Bons zurecht legte, drehte ich mich zu ihr um und fragte mit einem leicht erschrockenen Gesicht:

Hast Du eigentlich die Bestellungen auf der Terrasse aufgenommen?

Natürlich konnte sie dort keine Bestellungen aufgenommen haben. 😉
Aber sie war ziemlich erschrocken und wollte loslaufen. Mein Chef konnte sich ein zusätzlich „Na dann: Hopp, hopp!“nicht verkneifen.

Disclaimer:
Ich bin nun nicht übervorsichtig, weil letztens meine Gäste auf der Terrasse per SMS bestellt haben. Die Aushilfe ist manchmal so herrlich neben der Spur, daß dieser kleine Scherz einfach sein mußte.

Die Terrasse hat Durst

Es war ein durchwachsener Sommerabend. Deswegen hatte ich die Terrasse nicht aufgebaut, die Tische waren verschlossen und die Stühle gestapelt. Doch dann kamen Stammgäste und Freunde (in Personalunion) vorbei und wollten unbedingt draußen sitzen. Also schloß ich kurz einen Tisch auf, stellte Stühle dazu und versorgte die Bande mit Getränken. Nach einem kurzen Plausch wurde es drinnen deutlich lebhafter, so daß ich mich in der Bar um die Gäste kümmerte. Anscheinend fing die Terrasse nun an zu verdursten. Mich erreichte in der Zwischenzeit eine SMS:

Herr von und zu. Die terrasse hat durst. Also bitte ein lecker bier für mich. Danke. Gruß $draussensitzer_mit_allerweltsname

Er bekam sein Bier natürlich prompt.

Aber bei der Gelegenheit frage ich mich: Wenn ein Handy schon per T9-Texterkennung aus ein paar Tastendrücken Worte bilden kann, und nach einem Punkt groß weiterschreibt, wieso kann es dann Worte wie „Terrasse“, „Durst“ und „Bier“ nicht auch groß schreiben? Komische Technik!

Zu geil!

Ich komme an einen Tisch mit Freunden. Dort bestellt eine junge Dame ein Beck’s Lemon. Durch die Bestellung eines anderen Freundes an diesem Tisch entwickelt sich folgender Dialog:

er: Hast Du auch Pfirsich-Eistee?
ich: Ja.
er: Dann bring mir bitte einen!
sie: Oh, so ein Pfirsich-Eistee wäre geil!
ich (mit einem netten Augenzwinkerrn): Ich wäre auch geil!
sie: Nein! Du wärst nur geil, wenn Du mir auch einen Eistee bringst!

Das sind Dialoge, die den Spaß beim Arbeiten wirklich fördern. Ich mag meine Gäste!