Das ganze Leben ist ein Quiz…

… und wir sind nur die Kandidaten!

Das hat damals in den 90er Jahren Hape Kerkeling gesungen. Und so ähnlich erging es meinen Gästen heute.

Wenn ich die Gäste platziere, bekommen sie meist auch gleich die Karte in die Hand gedrückt. Nach einer kurzen Weile schaue ich dann erneut vorbei und frage die Getränke ab, damit sie schonmal etwas zu trinken haben, während sie dann in Ruhe die Speisenkarte anschauen können. Gerade im Sommer haben die meisten Gäste schon gleich zu Anfang Durst mitgebracht.

Es war heute eine Familie: Vater, Mutter und Sohn. Ich kam an den Tisch und wollte die Getränkebestellung aufnehmen.

Ich: Wissen Sie denn schon, was Sie gerne zu trinken hätten?
Vater: Wir wissen sogar alles!
Ich: Ach? Sie wissen alles?

In diesem Moment hat er wohl gemerkt, was er da gesagt hat und ruderte zurück:

Vater: Ich meinte, wir wissen auch schon, was wir essen möchten.
Ich: Ach so. Sonst hätte ich Sie jetzt mal zum Test gefragt, wie denn die Hauptstadt von Nepal heißt.

Ohne großartiges Zögern kam zu meinem Erstaunen die prompte Antwort:

Vater: Kathmandu.

Da war ich dann sprachlos! Respekt und Hut ab! Er hat mich sauber ausgekontert.

Traffick

Während des Abendgeschäftes klingelt das Telefon. Eine freundlich klingende Frauenstimme ist am anderen Ende.

Sie: Guten Abend! Mein Name ist Müllermeierschmidt. Ich hatte heute Abend bei Ihnen für 2 Personen reserviert.

Wir hatten guten Verkehr und sind jetzt schon eine Stunde früher da. Ist unser Tisch dann schon frei?

Ich habe mir einen anzüglichen Kommentar gespart und ihr den früheren Termin zugesagt. 😉

Feierabend wegen zuviel Geld

Es war schon nach 23:30 Uhr und ich war gerade dabei, die Stühle und Tische auf der Terrasse abzuschließen, als es sich ein stark angetrunkener Mann auf einem der noch nicht abgeschlossenen Stühle bequem machte. Nachdem er nicht mitbekommen hatte, daß die anderen Stühle und Tische schon zusammengeschlossen, sprach ich ihn an:

ich: Bitteschön, wie kann ich Ihnen behilflich sein?
er: Gibt’s noch einen Zwiebelrostbraten?
ich: Leider nicht. Unsere Küche hat seit 22 Uhr geschlossen.
er: Wenigstens bist Du ehrlich! Dann geb ich halt mein Geld woanders aus!

Er ist dann auch ohne weitere Ansagen aufgestanden und weitergezogen. Ich bezweifel aber sehr stark, daß er eine Möglichkeit gefunden hat, sein Geld gegen einen Zwiebelrostbraten einzutauschen.

Red Bull Summer Edition

Schon seit September 2011 gibt es von Red Bull die (un-)bekannten Editionen

  • The Red Edition (Cranberry-Geschmack)
  • The Silver Edition (Limetten-Geschmack)
  • The Blue Edition (Heidelbeer-Geschmack)

Im Gegensatz zur Red Bull Simply Cola bestehen die Editionen aus den gewohnten original Red Bull-Zutaten – sie schmecken einfach nicht nach Gummibärchen.

Nun bekommt die Editions-Familie Nachwuchs (zumindest in seinem Heimatland Österreich):

Die Red Bull Summer Edition Tropical schmeckt viel nach Mango, ein wenig nach Maracuja, ansonsten ist nicht viel tropischer Geschmack enthalten. Die Wirkung ist hingegen wie beim originalen Red Bull.

Unklar ist, wann mit dem Erscheinen dieser Summer-Edition in Deutschland zu rechnen ist – oder ob sie nach Deutschland kommt.

kuriose Umbestellung

Ein Gast kommt zu später Stunde in die Bar und setzt sich an den Tresen.

Er hätte gerne ein Oxx Lemon (ähnliches Biermischgetränk wie Beck’s Lemon, das ich ihm leider nicht bieten konnte, da die Brauerei es aus dem Sortiment genommen hat). Er machte keinen verstörten oder angetrunkenen Eindruck.

Gast: Ok, dann stell mir doch bitte erstmal 5 Ficken hin! Ich schau dann nochmal in die Karte!

Nach einer Weile hatte er die 5 Schnäpse in Ruhe ausgetrunken und ich fragte nach seinem nächsten Wunsch.

Gast: Stell mir doch einfach nochmal 10 Ficken hin!

Auch diese Kurzen trank er in aller Seelenruhe hintereinander weg , verabschiedete sich und ging (und hinterließ mich und die anderen Gäste staunend).

Es kommt schon vor, daß Gäste nur auf einen Kurzen vorbeikommen und dann weiterziehen. Das beschränkte sich aber bisher immer auf eine oder zwei Runden.

Wer sich nun aber sinnlos betrinken will, bestellt nicht erst eine Radler-Variation und schwenkt dann auf einen Johannisbeer-Likör mit 15% vol Alkohol um…
Stärkere Spirituosen hätte er von mir in diesem Ausmaß auf einmal sowieso nicht bekommen.

Was mir und den Stammgästen an der Bar blieb, waren eine nette Anekdote und Fragen über Fragen.

Schon gespült

Es war schon Feierabend, die Rolläden waren heruntergelassen, der Chef zählte den Umsatz und an der Theke saßen noch ein paar Stammgäste, die schon zum Inventar zählen.
Einer dieser Stammgäste ist Koch und hat für uns und andere Gäste von einer Veranstaltung noch übriges Essen mitgebracht, unter anderem Becher mit Pana Cotta.
Wir von der Belegschaft waren damit beschäftigt, die Theke zu putzen, Gläser zu polieren und alles aufzuräumen.

Einer der Stammgäste nahm sich nun einen der Pana Cotta und sah dabei, wie das Service-Mädel gerade einen Löffel polierte.

er: Kannst Du mir bitte den Löffel geben?
sie: Nein, der ist schon gespült!

Mein Chef und ich krümmten uns vor Lachen, sie stand ahnungslos herum. Mit diesem Satz und der Betonung klang es so, als ob es ein Ding der Unmöglichkeit wäre, den sauberen Löffel (oder saubere Sachen im Allgemeinen) an Gäste abzugeben.

Ihre Rechtfertigung

Ich habe damit gemeint, daß ich den Löffel nicht nochmal spüle!

war auch nicht hilfreich. Es ist aber verständlich, daß ein so junges Ding den Löffel noch nicht abgeben will 😉

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