Business as usual

Wie man sich richtig verhält, wenn man professionell arbeitet, habe ich eben beim selbst und ständig-Weblog gefunden. Was um einen herum passiert, ist im Moment vollkommen egal, man macht sein „Business“ einfach weiter.

Aktuelles Beispiel von mir vom Wochenende:
Ich hatte eine in der Gastronomie absolut unerfahrene neue Aushilfe zum Probearbeiten. Und ihr passierte es in der Happy Hour, daß sich ein Tablett mit 5 Cocktails verabschiedet hat, d.h. ihr ist es beim Tragen umgekippt. Wie es passiert ist, ob nun durch eigenes Verschulden, durch Kontakt mit Gästen oder einen unglücklichen Zufall, war mir in diesem Moment egal. Ich habe nur kurz in die Richtung des Klirrens geschaut, wahrgenommen, daß es „mittendrin“ passiert ist, sie also keinen Gästen die Cocktails über die Klamotten geschüttet hat, und dann einfach normal weiter geshaked.
Wie sie mir nach Feierabend erzählte, fand sie das wirklich beeindruckend, daß ich mich durch ihren Faux-pas nicht aus der Ruhe habe bringen lassen. Warum auch? Was hätte ich denn tun sollen? Sie für ihr Mißgeschick anschreien? Ihr klarmachen, daß sowohl Gläser als auch die verschütteten Cocktails Geld kosten? Sie rausschmeißen?
Nein. Die Situation war klar. Es ist nicht viel passiert, keine Gäste wurden mit den Cocktails übeschüttet, es war ein netter Unterhaltungsfaktor für die Umherstehenden und ich wußte, daß sie soviel Verstand besitzt, wie nun zu reagieren ist. Also ging es einfach normal weiter.

Kurzum:
Business as usual!