Schlagwort: Probearbeiten

Der beste Grund, das Probearbeiten abzusagen

Letze Woche hat der Chef mit einer potentiellen neuen Aushilfe ein Probearbeiten ausgemacht. Sie hätte heute Abend bei mir in der Happy Hour mithelfen sollen.

Nun kam sie aber Anfang der Woche wieder vorbei und sagte das Probearbeiten ab.
Der Grund:
ihr ist eingefallen, daß sie morgen Geburtstag hat und mit ihren Freundinnen reinfeiern will.

Nun habe ich sie eben nicht zum Probearbeiten da, sondern eine Reservierung für eine Geburtstagsgesellschaft 😉

vergessliches Personal II

Der Chef hat neues Personal: ein in der Gastronomie unerfahrenes junges Mädel. Sie hat beim Probearbeiten dadurch überzeugt, daß sie in Streßsituationen nicht in Hektik verfallen ist und engagiert bei der Sache war. Und sie bietet auch interessante Einsichten, wenn sie sich zur Saftschublade runterbeugt. (Heute mal keine chauvinistischen Sprüche, ist ja schließlich Weltfrauentag)
Solange immer jemand neben ihr steht (egal, ob er nur zuschaut oder arbeitet), arbeitet sie richtig gut. Nur sobald sie alleine ist, scheint sie wieder alles vergessen zu haben, ist unsicher und fragt mehrfach nach.
Da der Chef gestern mit Buchhaltung beschäftigt war, habe ich sie den Nachmittag über „betreut“. Und sie hatte eine Menge zu fragen. Normalerweise hätte sie in jeder Situation dann den Chef angerufen (eigene Aussage von ihr). Aber da braucht er ja dann kein Personal, sondern kann selbst arbeiten.
Und der wirkliche Hammer kam dann zum Schluß:
Nachdem sie mich den ganzen Nachmittag mit Vornamen angesprochen hat, fragte sie am Ende: „Wie heißt Du eigentlich nochmal?“

Business as usual

Wie man sich richtig verhält, wenn man professionell arbeitet, habe ich eben beim selbst und ständig-Weblog gefunden. Was um einen herum passiert, ist im Moment vollkommen egal, man macht sein „Business“ einfach weiter.

Aktuelles Beispiel von mir vom Wochenende:
Ich hatte eine in der Gastronomie absolut unerfahrene neue Aushilfe zum Probearbeiten. Und ihr passierte es in der Happy Hour, daß sich ein Tablett mit 5 Cocktails verabschiedet hat, d.h. ihr ist es beim Tragen umgekippt. Wie es passiert ist, ob nun durch eigenes Verschulden, durch Kontakt mit Gästen oder einen unglücklichen Zufall, war mir in diesem Moment egal. Ich habe nur kurz in die Richtung des Klirrens geschaut, wahrgenommen, daß es „mittendrin“ passiert ist, sie also keinen Gästen die Cocktails über die Klamotten geschüttet hat, und dann einfach normal weiter geshaked.
Wie sie mir nach Feierabend erzählte, fand sie das wirklich beeindruckend, daß ich mich durch ihren Faux-pas nicht aus der Ruhe habe bringen lassen. Warum auch? Was hätte ich denn tun sollen? Sie für ihr Mißgeschick anschreien? Ihr klarmachen, daß sowohl Gläser als auch die verschütteten Cocktails Geld kosten? Sie rausschmeißen?
Nein. Die Situation war klar. Es ist nicht viel passiert, keine Gäste wurden mit den Cocktails übeschüttet, es war ein netter Unterhaltungsfaktor für die Umherstehenden und ich wußte, daß sie soviel Verstand besitzt, wie nun zu reagieren ist. Also ging es einfach normal weiter.

Kurzum:
Business as usual!

Personalsuche

In einem Kommentar zu Ab ins kalte Wasser… wurde ich gefragt, was aus dem Kandidaten geworden ist. Eigentlich wollte ich ja schon viel früher etwas dazu geschrieben haben. Es klappte halt zeitlich nicht und irgendwie war irgendwas denn doch wichtiger.
Er kam dann noch einmal zum Probearbeiten und da hat er auf ganzer Linie versagt. Wobei „versagt“ vielleicht die falsche Wortwahl ist. Er hat sich selbst ins Aus befördert.

  • Ein Caipirinha stand auf einmal bei seinen Kumpels, der vorher eigentlich an einen anderen Tisch gehen sollte. Er war aber auf keinem der beiden Tische gebucht. Als ich ihn darauf angesprochen habe, wurde er noch nachgebucht.
  • Am Ende fehlte Geld. Ob das nun daran lag, daß seine Kumpels nicht gezahlt haben, er falsch rausgegeben hat (was immer mal passieren kann) oder ob er sich einfach im Geldbeutel bedient hat, ist nicht nachvollziehbar.

Aber er hat sich nach diesem Abend nie wieder gemeldet…

Ab ins kalte Wasser…

Gestern hatte ich mal wieder neues Personal zum Probearbeiten. Meine Kollegin und ich hatten uns diesmal bewußt gegen jemanden mit Gastronomieerfahrung entschieden. Erfahrung ist eben nicht alles. Der Testkandidat wirkte beim Vorstellen letzte Woche schon deutlich lässiger und freundlicher als die beiden anderen, die schon über Thekenerfahrung in Discos und bei Uniparties verfügten. Und um ihn mal gleich richtig zu testen, hatte ich ihn mir gestern als Helfer für die Happy Hour bestellt. Für jemanden mit 0 Gastronomieerfahrung (na gut, seine Ex-Freundin hat mal in einer Discothek geschafft) ist das eine wirkliche Herausforderung.
Nach einer kurzen Einweisung, was er alles zu tun hat, ging es auch schon los. Für eine Einweisung auf der Kaffeemaschine hat es nicht mehr gereicht, war aber auch nicht nötig. Anfangs mußte ich ihm noch Hinweise geben, falls neue Gäste da waren, sich welche von einem Stehplatz an einen Tisch gesetzt haben, meine Shaker gespült werden mußten oder wo welche Gläser sind. Wenn etwas unklar war, hat er gefragt und wollte eigentlich auch immer mehr machen als nur Spülen und Service. Wenn Zeit war, habe ich ihm erklärt, nach welchen Regeln ich „wahllos“ Alkoholika, Sirups und Säfte in den Shaker schütte. Für seine ersten Einsatz hat er deutlich mehr Engagement gezeigt als viele andere („Ich muß nicht probearbeiten, ich habe schon da und da gearbeitet und bin streßerprobt und überhaupt bin ich der/die Beste!“). Gegen Ende lief es dann richtig gut.
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