Schlagwort: Personal

Schluß mit dem Rauchen!

Bevor mein Blog noch zum Werbeinstrument für die Zigarettenindustrie verkommt, werde ich gegensteuern.

Über Robert Basics Blogeintrag Sucht bin ich über die Kommentare zum Sistaweb in die Non-smoking-area gelangt. Dort schildert die E-Heldin ihre neue Karriere als Nichtraucherin. Sie schreibt sehr lebhaft und es animiert zum mitmachen!

Rauchfrei vor dem Jahreswechsel!
Bei der E-Heldin trägt der Eintrag zwar ein Fragezeichen, aber ich denke, eine Ausrufungszeichen ist deutlich besser angebracht. Es soll ja schließlich motivieren!

Am Wochenende kam mir schon die Idee, für das Personal das Rauchen einzuschränken. Es ist einfach ein Unding, wenn man am Rauchen ist und dann neue Gäste oder Bestellungen kommen, schnell die Kippe weglegt und dann mit „duftendem“ Atem mit den Gästen spricht. Händewaschen nach dem Rauchen ist für den Theker sowieso schon Pflicht.
Also hab ich mal mit dem Chef (auch Raucher) geredet und er ist der gleichen Meinung. Die Idee ist nun, daß das Personal zum Rauchern nach draussen (könnte im Winter etwas kalt werden) oder in den Nebenraum muß, wodurch man dann seine Gäste nicht mehr im Blick hat. Damit muß also immer mindestens einer vor Ort bleiben und die unproduktiven kollektiven Raucherpausen entfallen.

Und ab morgen werde ich nicht mehr rauchen! „Morgen, glei morgen, fang‘ ich ein neues Leben an! Ganz sicher morgen, net übermorgen oder vielleicht erst irgendwann“ (Zitat von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, „Morgen“). Und warum morgen? Mehr dazu dann morgen 😉

Personalsuche

In einem Kommentar zu Ab ins kalte Wasser… wurde ich gefragt, was aus dem Kandidaten geworden ist. Eigentlich wollte ich ja schon viel früher etwas dazu geschrieben haben. Es klappte halt zeitlich nicht und irgendwie war irgendwas denn doch wichtiger.
Er kam dann noch einmal zum Probearbeiten und da hat er auf ganzer Linie versagt. Wobei „versagt“ vielleicht die falsche Wortwahl ist. Er hat sich selbst ins Aus befördert.

  • Ein Caipirinha stand auf einmal bei seinen Kumpels, der vorher eigentlich an einen anderen Tisch gehen sollte. Er war aber auf keinem der beiden Tische gebucht. Als ich ihn darauf angesprochen habe, wurde er noch nachgebucht.
  • Am Ende fehlte Geld. Ob das nun daran lag, daß seine Kumpels nicht gezahlt haben, er falsch rausgegeben hat (was immer mal passieren kann) oder ob er sich einfach im Geldbeutel bedient hat, ist nicht nachvollziehbar.

Aber er hat sich nach diesem Abend nie wieder gemeldet…

Horoskop

Gestern kam die neue Subculture raus und ich las wie immer mein Horoskop. Nicht daß ich an das Zeug glaube (und schon gar nicht an Horoskope in irgendwelchen Szene-Zeitschriften), aber es ist immer unterhaltsam. So auch gestern.

ich: Chef, hör mal zu! Mein Horoskop sagt: „Es ist der ideale Zeitpunkt für Gehaltserhöhungen und Beförderungen“. Wir müssen uns da wohl mal unterhalten…
Chef: Ich glaube, bei Dir hackt’s. Wie hoch soll ich Dich denn noch befördern? Soll ich die Bars nun an Dich abtreten?
ich: Ok, Beförderung können wir ja erstmal verschieben, aber das mit der Gehaltserhöhung klingt doch interessant…

Da ist er dann nicht mehr drauf eingegangen.
Er hat übrigens das gleiche Sternzeichen wie ich. 😉

Freakshow

Also Samstag abend war bei mir mal wieder Freakshow angesagt. Manchmal hat man tagelang nur normale Gäste und ist nicht zufrieden, weil es keine blogbaren Ereignisse gibt. Und dann gibt es Tage, da kommt alles auf einmal. So wie am Samstag.

Die Highlights:

Ein etwas angetrunkener junger Mann setzt sich an den Tresen und bestellt einen Screwdriver. Da dieser nur aus Wodka und Orangensaft besteht ist es eigentlich ein Longdrink, der im hohen Glas gemischt wird. Wahlweise kann man ihn auch Shaken und dann das Ergebnis durch ein Barsieb auf frische Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben. Longdrinks kosten bei uns 4,90€, geshakte Cocktails fangen bei 5,90€ an. Da er mir 15 Euro hinhielt, hat es ihn nicht wirklich gestört, daß ich den kleinen Aufpreis fürs Shaken kassiert habe. Er war sichtlich erstaunt, wie günstig der Screwdriver war. Keine Ahnung, wo der Kerl sonst so verkehrt. Nach den ersten paar Zügen am Strohhalm lag er jedenfalls mit dem Kopf auf dem Tresen…

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Jedi vs. Yeti

Heute abend ist mal wieder eine große Veranstaltung in der Bar. Es wird sich alles rund um Star Wars drehen, d.h. Spezial-Cocktails, besondere Dekoration, Personal in Jedi-Kostümen und Darth Vader als Türsteher. Wer verkleidet kommt, spart nicht nur den Eintritt sondern erhält auch Bier gratis. Das wird ein Riesenspaß!

Gestern war eine Freundin zu Gast, der ich davon erzählte. Sie hat heute abend aber Premiere mit ihrem neuen Theaterstück und kommt wahrscheinlich erst gegen Ende.

ich: Und als was kommst Du dann verkleidet?
sie: Verkleidet? Ich bin doch nicht blöd und zieh mir so ein Yeti-Kostüm an!
ich: Jedi! Nicht Yeti!

Mein Wissen ber Star Wars war bis vor Kurzem auch noch sehr beschränkt (bis ich mir dann Star Wars: Battlefront 2
> geholt hatte), aber Jedis nicht zu kennen ist schon eine echte Bildungslücke!

Googlefight – Jedi vs. Yeti

Ab ins kalte Wasser…

Gestern hatte ich mal wieder neues Personal zum Probearbeiten. Meine Kollegin und ich hatten uns diesmal bewußt gegen jemanden mit Gastronomieerfahrung entschieden. Erfahrung ist eben nicht alles. Der Testkandidat wirkte beim Vorstellen letzte Woche schon deutlich lässiger und freundlicher als die beiden anderen, die schon über Thekenerfahrung in Discos und bei Uniparties verfügten. Und um ihn mal gleich richtig zu testen, hatte ich ihn mir gestern als Helfer für die Happy Hour bestellt. Für jemanden mit 0 Gastronomieerfahrung (na gut, seine Ex-Freundin hat mal in einer Discothek geschafft) ist das eine wirkliche Herausforderung.
Nach einer kurzen Einweisung, was er alles zu tun hat, ging es auch schon los. Für eine Einweisung auf der Kaffeemaschine hat es nicht mehr gereicht, war aber auch nicht nötig. Anfangs mußte ich ihm noch Hinweise geben, falls neue Gäste da waren, sich welche von einem Stehplatz an einen Tisch gesetzt haben, meine Shaker gespült werden mußten oder wo welche Gläser sind. Wenn etwas unklar war, hat er gefragt und wollte eigentlich auch immer mehr machen als nur Spülen und Service. Wenn Zeit war, habe ich ihm erklärt, nach welchen Regeln ich „wahllos“ Alkoholika, Sirups und Säfte in den Shaker schütte. Für seine ersten Einsatz hat er deutlich mehr Engagement gezeigt als viele andere („Ich muß nicht probearbeiten, ich habe schon da und da gearbeitet und bin streßerprobt und überhaupt bin ich der/die Beste!“). Gegen Ende lief es dann richtig gut.
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