Schlagwort: Personal

Personalplanung IV

Aus aktuellem Anlaß muß ich mich mal wieder über mein Personal ärgern.
Gerade am Wochenende und vor Feiertagen ist der Bedarf an Personal höher. Und weil es sich nicht rechnet mit kompletter Besatzung den ganzen Abend im Laden rumzustehen, kommen die Aushilfen nur zu den Stoßzeiten, d.h. meist 22 Uhr bis ca. 1 Uhr. Diese Zeiten sind für die Aushilfen die besten Stunden, weil sie in kürzester Zeit am meisten Geld verdienen (viel los = viel Umsatz = viel Trinkgeld). Ein weiterer Vorteil ist noch, daß um 1 Uhr die Party-Nacht ja noch nicht vorbei ist und sie sich noch amüsieren gehen können. Alles in allem eine Win-Win-Situation.
Es ärgert mich dann wirklich, wenn ich außerplanmäßig Personal brauche (z.B. für heute Abende, weil morgen bekanntlich Fronleichnam ist) und mir dann als Ausreden anhören muß: „das geht nicht, da ist unser Spieleabend“ und „ich muß da Fußball schauen“. Beliebt sind auch Ausreden wie „Ich bin da auf einem Geburtstag eingeladen“, „Da muß ich mit einem Kumpel Badminton spielen“ und „Kann da nicht jemand anderes arbeiten. Ich weiß noch nicht so genau, was ich an dem Tag machen will“.
Nach solchen Sprüchen überlege ich mir immer wieder, wann und warum ich solche Experten wieder in den trinkgeldfreundlichen Schichten einsetzen soll.

Thekenmeister macht Urlaub

Nun ist es endlich soweit: der Thekenmeister wird heute Nacht seinen wohlverdienten Urlaub antreten!
Direkt nach Feierabend geht es ab für zwei Tage in den Europapark in Rust. Mit dabei sind fast das komplette vom Chef, der Chef selbst und diverse Idioten Stammgäste. Ob es eine Erholung wird, weiß ich noch nicht, denn ich muß mir ein Zimmer mit einem FC-Bayern-Fan, einem Musikfreak, der neben Manowar, Twisted Sister und Pet Shop Boys noch Italo Disco hört, und einer Aushilfe (nein, nicht „eine“ Aushilfe, sie ist die beste!) teilen. Auf jeden Fall wird es sehr lustig!
Prost!

Personalplanung III

Chef und ich haben soviel Personal wie noch nie. Gleichzeitig haben wir auch noch nie soviele Probleme gehabt, vernünftig zu planen: das Studentenvolk muß sich in den Semesterferien wochenlang in Spanien vom stressigen Studium erholen, eine schaffte es, sich den halben Daumen abzuschneiden, eine andere bleibt mit Magen-Darm-Problemen zuhause und eine dritte läßt sich alle Weisheitszähne ziehen (weil sie hier mitliest:: Nun hab ich Dich auch endlich mal erwähnt, Dein Exklusiv-Beitrag kommt noch).
Aber ich kann mich noch glücklich schätzen. Der Leiter vom naheliegenden Kino stockt sein Personal für April von 24 Aushilfen auf 33 auf, weil viele für ihr Abitur lernen müssen. Und er hat trotzdem noch sechs Tage, an denen keine einzige Aushilfe arbeiten kann. Komischerweise an so markanten Tagen wie Freitag, Samstag und Sonntag. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

vergessliches Personal II

Der Chef hat neues Personal: ein in der Gastronomie unerfahrenes junges Mädel. Sie hat beim Probearbeiten dadurch überzeugt, daß sie in Streßsituationen nicht in Hektik verfallen ist und engagiert bei der Sache war. Und sie bietet auch interessante Einsichten, wenn sie sich zur Saftschublade runterbeugt. (Heute mal keine chauvinistischen Sprüche, ist ja schließlich Weltfrauentag)
Solange immer jemand neben ihr steht (egal, ob er nur zuschaut oder arbeitet), arbeitet sie richtig gut. Nur sobald sie alleine ist, scheint sie wieder alles vergessen zu haben, ist unsicher und fragt mehrfach nach.
Da der Chef gestern mit Buchhaltung beschäftigt war, habe ich sie den Nachmittag über „betreut“. Und sie hatte eine Menge zu fragen. Normalerweise hätte sie in jeder Situation dann den Chef angerufen (eigene Aussage von ihr). Aber da braucht er ja dann kein Personal, sondern kann selbst arbeiten.
Und der wirkliche Hammer kam dann zum Schluß:
Nachdem sie mich den ganzen Nachmittag mit Vornamen angesprochen hat, fragte sie am Ende: „Wie heißt Du eigentlich nochmal?“

Personalplanung II

Mein Personal ist schon lustig. Eine Aushilfe teilte mir letzte Woche mit, daß sie morgen nicht arbeiten kann. Na gut. Sie kann aber auch nicht am Donnerstag und am Freitag arbeiten. Heute fragte sie bei mir nach, wie es denn diese Woche mit Arbeiten ausschaue.

ich:Na gut. Ich kann Dir anbieten am Mittwoch statt $andereAushilfe zu arbeiten.
er: Mittwoch ist ganz schlecht bei mir, da kann ich auch nicht.

Durch Nachhaken habe ich dann herausgefunden, da er mit einem Kumpel Badminton spielen „muß“. Mir soll es recht sein. Aber wie will er auf seine festgelegte Anzahl an Stunden kommen?