Schlagwort: Shaker

Spardose für Barkeeper gesucht

Letzte Woche kam ich auf die Idee, daß es doch ziemlich langweilig ist, daß ich mein Trinkgeld in einem stinknormalen Sparschwein versenke.

Das Kupfergeld fließt schon seit eh und je in eine dieser großen Metalldosen, in denen ab und zu Spirituosen verkauft werden. Aber ich will eine Spardose, die auch in realistischer Zeit irgendwann einmal voll ist.

Meine erste Idee war nun eine Spardose in Form eines Shakers, der oben einen Einwurf hat und mit einem Schloß im Boden oder an der Seite abschließbar ist. Nur habe ich leider weder bei Google noch bei Ebay (wo es so ziemlich jeden Blödsinn gibt) nichts gefunden. Selbst dem Shaker-Sammler Thorsten (Shaker-Blog) ist so eine Shaker-Spardose noch nicht bekannt. Er schlug mir dann auch gleich eine sehr edle Variante einer möglichen Spardose vor: Barman Shaker von Ghiso.
Zum Glück habe ich auch einen guten Stammgast, der zugleich Schlosser ist. Mal sehen, welche Ideen er so hat und wieviele Cuba Libres mich der Spaß kostet 😉

Weiß jemand, wo es vielleicht spezielle Spardosen für Theker oder Gastronomie-Personal gibt? Oder wie ich mir eine originelle Spardose selbst basteln könnte?

Der teuerste Cocktail-Shaker der Welt

Cocktail-Shaker von Bols mit Diamanten besetztEs wurde auch langsam mal wieder Zeit für einen neuen Superlativ!

BOLS präsentiert den teuersten Cocktail-Shaker der Welt

Der BOLS Diamond Shaker begeistert nicht nur die internationale Barkeeper-Szene, sondern ist ein ‚Must-Have‘ für jeden Liebhaber exquisiter Cocktails:
Vom 29. bis 30 September wird das weltweit einzige Exemplar des Luxus-Shakers im hochwertigen Ledercase auf dem Bar Convent 2008 in Berlin präsentiert.
Der BOLS Diamond Shaker im Wert von 35.000 Euro wurde exklusiv von Coster Diamonds, Amsterdam, kreiert. Das handgefertigte Meisterstück besteht aus purem Silber sowie 18 Karat Gold und mit 480 Brillianten (19,05 Karat) verziert, ist er wohl der prunkvollste Ort für die Entstehung außergewöhnlicher Deluxe-Drinks.
Einzig für den BOLS Diamond Shaker wurde von dem Établissements Bernard RDB ein hochwertiges Lederetui designed.

Chef, das wäre doch mal ein nettes Weihnachtsgeschenk für mich, oder? 😉

Informationen zu dem Ur-Shaker

Es gibt interessante Neuigkeiten Spekulationen zu dem Ur-Shaker aus Augsburg.

Die etwas anderen Bartender fachsimpeln:

det is kein shaker, dat is n to-go becher.

als der damalige könig, richard von starbucks, auf reisen ging um sein reich zu erkunden, wollte er natürlich nicht auf seine trinkgewohnheiten verzichten. doch als er die erste reise unternahm, fiehl ihm schnell auf das es in der recht wackeligen kutsche doch von vorteil wär einen deckel auf den trinkbecher zu geben. und so rief er es ins land hinaus, das sich sein volk doch was für den könig einfallen lassen soll, und eins fix drei, der welt erste to-go becher ward erfunden.
Quelle: dieetwasanderenbartender: ich weiß was… über den shaker aus deutschland

Es ist tatsächlich so, wenn man in der großen Version des Bildes genau hinsieht, entdeckt man oben links etwas, das aussehen könnte wie so eine Trinkvorrichtung von einem To-Go-Becher.

der erste Shaker?

möglicherweise der Ur-Shaker

Diesmal ist es keines meiner Bilder-Rätsel, sondern ein wenig Cocktail-Geschichte. Auf dem Bild ist ein zusammengestecktes Becherpaar zu sehen, das unverkennbar eine deutliche Ähnlichkeit zu den Cobbler-Shakern besitzt,

Jared Brown vom Museum „Exposition Universelle des Vins et Spiritueux“ fand dieses Exemplar auf der Ausstellung „The Art of Drinking“ im Victoria and Albert Museum in London. Es stammt aus Augsburg (die weltbekannt Cocktail-Metropole aus dem 16. Jahrhundert) und das Enstehungs-Alter wird auf 1595-1600 datiert.

Mehr ist nicht bekannt und Jared fragt sich nun, ob dieses Exemplar damals schon als Ur-Shaker benutzt wurde oder ein Vorgänger eines der ersten Shaker ist. Sachdienliche Hinweise (vielleicht nicht speziell zu diesem Becherpaar, sondern auch zu anderen alten Becherpaaren) bitte an jaredbrown1 [at] mac.com.

Übrigens: der dreiteilige Cobbler-Shaker wurde 1872 in den USA als Patent eingetragen. Also lange nach diesem (möglichen) Ur-Shaker. Ich bin schon gespannt, ob nun noch mehr Hinweise auf ähnliche Objekte bei Jared eingehen.

In diesem Sinne: Prost!

via: Helmut Adam vom Mixology

Ordnung muß sein!

Hinter der Bar muß einfach Ordnung herrschen. Die Spirituosen, Gläser, Säfte, Shaker, Eis, Früchte, Sirups, … haben alle ihren angestammten Platz. Das spart nicht nur jede Menge Zeit, wenn man nicht suchen muß, sondern macht auch einen guten Eindruck beim Gast. Innerhalb dieser angestammten Plätze existiert noch eine Sortierung. So hat z.B. ein Amaretto nichts zwischen Tequila und Gin verloren.

Nun zum eigentlich Interessanten:
Letztens hatte ich ein paar Studenten zu Gast (waren wahrscheinlich Informatiker), die sich über Sortieralgorithmen unterhielten. Sie waren wohl noch am Anfang ihres Studiums, denn die Diskussion ging um die „Klassiker“ Bubble-Sort und Quick-Sort. Da mußte ich doch glatt an die Anfänge meines Studiums zurückdenken und mir fiel auch gleich der perfekte Sortieralgorithmus für Barkeeper ein:

Shaker-Sort:
Der Begriff Shakersort bezeichnet einen stabilen Sortieralgorithmus, der eine Menge von linear angeordneten Elementen (z.B. Zahlen) der Größe nach sortiert. Weitere Namen für diesen Algorithmus sind Cocktailsort oder BiDiBubbleSort (bidirektionales Bubblesort).

So nett der Name und so praktisch er auch ist, zum Sortieren hinter der Bar hilft er nicht viel weiter. 🙁

Dürfen wir reinkommen?

Gestern war es anfangs mal wieder sehr ruhig in der Bar. Ich habe auf meine Poker-Runde gewartet und mir die Zeit ein wenig mit den Versuchen des Flairbartendings zu vertreiben. „Versuche“ deshalb, weil es fernab von dem ist, was die Jungs hier präsentieren.
Nun kam eine Aushilfe zu mir und wollte auch ein wenig mit den Shakern spielen. Sie hatte vorher noch nie mit Shakern rumgespielt. Aber es gelang ihr recht schnell ein paar einfache Sachen zu lernen. Da sie am Wochenende mit mir Arbeiten wird und dafür verantwortlich ist, daß ich immer frisch gespült Shaker habe, kam sie auf die Idee, daß sie mir die Shaker doch lässig zuwerfen könnte.
OK, hinter der Bar zu üben ist ein wenig riskant, weil dort im schlechtesten Fall ein paar Gläser zu Bruch gehen können. Also haben wir uns dann mitten in der Bar versuchsweise elegant die Shaker zugeworfen. Das klappte auch ganz gut und die ersten Schaulustigen sammelten sich draußen vor der Scheibe (hehe, Promotion und Aktion sorgt immer für Kundschaft).
Nach kurzer Zeit machte sich eine Dreiergruppe junger Damen auf den Weg zur Eingangstüre. Die erste von ihnen steckte den Kopf vorsichtig durch die Türe und fragte:

Dürfen wir reinkommen ohne beschmissen zu werden?

Na klar!
Damit war das Training dann beendet. 😉