Schlagwort: Cuba Libre

Schneller Service

Manchmal ist der Service schneller als einem lieb ist.

Ich besuchte am Wochenende nach Feierabend eine Bar um mich dort ein wenig umzusehen. Soetwas muß einfach ab und zu mal sein und hat nichts mit Konkurrenz Mitbewerber-Ausspionieren zu tun. Ich wollte einfach nur mal sehen, was in anderen Bars so um die Zeit los ist, welches Publikum sonst in der Stadt unterwegs ist und natürlich, wie der Service anderswo ist.

Also stellt ich mich an eine Ecke des Tresen und wartete. Ich wurde auch gleich freundlich bedient und bestellt einen Cuba Libre. Während dieser nun in Arbeit war, kam ein neuer Theker hinter den Tresen, erblickte mich und fragte auch gleich nach meinem Wunsch. Daß ich ja schon bedient wurde, konnte er nicht wissen, aber es ist schön zu sehen, wenn Theker ein schnelles Auge für neue Gäste haben.

Und dann passierte es: Der Cuba Libre war zu 2/3 leer und ich verschwand kurz auf die Toilette. Bei meiner Rückkehr fand ich meinen Cuba Libre aber nicht mehr vor. Einer der Theker war wohl zu schnell und hatte ihn entsorgt. Wer das nun war, wurde nicht gleich geklärt, aber ich bekam sofort einen neuen Cuba Libre hingestellt. Und als Entschädigung war er deutlich stärker als normal gemischt. Na klasse! Eigentlich hätte ich mich nach dem ersten schon wieder auf den Weg machen wollen… Trotzdem danke an dieser Stelle. Der schnelle Theker kam später dann nochmal zu mir und hat sich entschuldigt. Ist ja kein Problem, kann ja immer mal passieren. Blöd wäre es für ihn nur gewesen, wenn ich einfach verschwunden wäre und er dann die offene Rechnung mit seinem Trinkgeld hätte ausgleichen müssen.

Nachtrag:
Der Cuba Libre kam in einer Spezialversion der Havana-Club-Gläser. Ich werde mir wohl demnächst mal eine Digicam zulegen müssen, um solche Raritäten photographieren zu können (hab bei mir nämlich auch zwei verschiedene Versionen von Havana-Club-Gläsern).

Freakshow

Also Samstag abend war bei mir mal wieder Freakshow angesagt. Manchmal hat man tagelang nur normale Gäste und ist nicht zufrieden, weil es keine blogbaren Ereignisse gibt. Und dann gibt es Tage, da kommt alles auf einmal. So wie am Samstag.

Die Highlights:

Ein etwas angetrunkener junger Mann setzt sich an den Tresen und bestellt einen Screwdriver. Da dieser nur aus Wodka und Orangensaft besteht ist es eigentlich ein Longdrink, der im hohen Glas gemischt wird. Wahlweise kann man ihn auch Shaken und dann das Ergebnis durch ein Barsieb auf frische Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben. Longdrinks kosten bei uns 4,90€, geshakte Cocktails fangen bei 5,90€ an. Da er mir 15 Euro hinhielt, hat es ihn nicht wirklich gestört, daß ich den kleinen Aufpreis fürs Shaken kassiert habe. Er war sichtlich erstaunt, wie günstig der Screwdriver war. Keine Ahnung, wo der Kerl sonst so verkehrt. Nach den ersten paar Zügen am Strohhalm lag er jedenfalls mit dem Kopf auf dem Tresen…

Weiterlesen

Cuba Libre II

Dienstag ist bei uns Cuba Libre im Angebot, d.h. leckerer Cuba Libre mit Havana Club-Rum für 3 Euro. Da kann man mal nicht meckern. Und viel schreiben kann man (ich) darüber auch nicht. Aber heute gab es mal echt eine Situation, wo ich echt sprachlos war. Ich war nicht im Service, sondern saß nur an der Theke rum und habe meinen freien Tag genossen.

Vier Personen (wahrscheinlich zwei Pärchen) bestellen vier Cuba Libre und nippen deutlich länger als der Durchschnitt an diesem Getränk. Beim Kassieren („Zusammen oder getrennt?“) spielt sich eine der Damen als große Gönnerin heraus und erklärt den anderen Drei feierlich:

Ich lade euch ein!

4 Cuba Libre zum Spezialtarif macht genau 12 Euro. Und sie hat genau 12 (in Worten: zwölf) Euro bezahlt. Kein Trinkgeld, null, nada, niente.

Also, wenn ich jemanden einlade, dann ist das ein Zeichen der Großzügigkeit. Und dann will ich nicht vor den Eingeladenen dumm dastehen und das Rückgeld centgenau haben. Immerhin lade ich jemanden ein und kann es mir leisten, diejenigen einzuladen. Warum die Dame nun so knickerig war, weiß ich nicht (und will es eigentlich auch nicht wissen).

Cuba Libre

Weil die Stadt es sich fürstlich bezahlen läßt, wenn man die Bar/Cafe/Discothek länger als vorgeschrieben offen haben will (nennt sich Sperrzeitverkürzung und kostet pro Stunde), gibt es nicht viele Möglichkeiten, wenn man nach Feierabend (3 Uhr) und Aufräumen, Saubermachen und Nachfüllen noch irgendwo hinwill. Manche Läden haben noch bis 4 Uhr offen, aber das lohnt nicht wirklich. Bis 5 Uhr gibt es dann nur wenige Alternativen.

Gestern haben wir dann mal eine neue Alternative ausgetestet. Mein Kollege ging an die Bar, fragte die Aushilfskraft hinter dem Tresen, ob sie ihm auch einen Cuba Libre machen könnte. Klar, kein Ding, meinte sie.
Was er bekam: ein Longdrink-Glas (0,2l), insgesamt zu 2/3 gefüllt mit irgendwelchem Rum, komischen Cola-Gebräu aus der 1,5l-Einwegpfandflasche, garniert mit einer halben Scheibe Zitrone, kein Eis. Dafür wollte sie dann auch noch 4 Euro haben.
Ich habe es leider nicht direkt miterlebt, sondern nur aus der Ferne beobachtet. Aber mir hätte sie das Gemisch nicht als Cuba Libre angedreht.

Laut Wikipedia besteht Cuba Libre aus:

  • 4 cl kubanischer Rum
  • 4 Limettenachtel
  • Cola
  • Eiswürfel

Ich tendiere eher zu 5cl Rum, und zwar Havana Club Añejo 3 Años, nicht weil es schneller dicht macht, sondern weil es besser schmeckt. Und so bekommen ihn dann auch meine Gäste.

Gäste und der Drang nach alkoholfreiem Bier

Am Samstag kamen kurz vor Schluß noch zwei Herren in die Bar und verlangten nach akoholfreiem Bier. Das gibt es bei uns aber nicht mehr, da es nur alle halbe Jahre mal getrunken wird. Ich habe die beiden dann auf die Karte verwiesen. Als Ausweichmöglichkeit bin ich nun von Wasser, Saftschorle oder Radler ausgegangen. Doch was bestellen die beiden?
einen Cuba Libre und einen Caipirinha
Diese Drinks sind zwar nicht wirklich alkoholfrei, aber sie werden wohl schon einen Grund gehabt haben, dies zu bestellen. Am Ende waren wollte er dann sogar noch einen weiteren Cuba Libre. Das nenne ich mal Gewinnmaximierung. 😉
Prost!