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Bier auf andere Art bezahlen

In Zeiten der Finanzkrise muß man als Gastronom sehen, wo man bleibt. Die meisten Menschen sparen zuerst beim Weggehen. Für die Gastronomie ist das schlecht, denn Homedrinking is killing Gastwirt. Auf Myvideo gibt es ein nettes Video dazu: Homedrinking is killing Gastwirt.

In Edgefiel (England) hat sich ein Pub nun etwas Besonderes ausgedacht:
Statt mit Geld zu bezahlen, kann man dort sein Bier mit Früchten, Fisch, Fleisch und Gemüse bezahlen.

An unusual barter system has been set up at The Pigs pub in north Norfolk after customers started bringing their home-grown produce into the bar. All sorts of fresh fruit, fish, meat and vegetables have been swapped for pints at the pub in Edgefield near Holt which now has a sign on the wall saying: „If you grow, breed, shoot or steal anything that may look at home on our menu, then bring it in and let’s do a deal!“
The Pigs Pub

Das klingt recht interessant. Bei den Speisen werden sie weniger einkaufen müssen. Aber die Brauerei will wahrscheinlich immer noch Geld sehen. Vielleicht läßt sie sich aber auch mit Gerste bezahlen.
Auf jeden Fall scheint das Konzept erfolgreich zu sein.

(gefunden bei: ANDERS|denken – Kein Geld fürs Bier? Bezahle mit Kartoffeln!)

Der Fahrer und die Trinker

Alkohol trinken und Autofahren verträgt sich nicht. Deswegen gibt es Busse, Taxen und Freunde, mit denen man wieder sicher nach Hause kommt.

Nun habe ich sehr oft folgende Situation erleben dürfen müssen:
Eine Gruppe von Gästen ist unterwegs und feiert sehr ausgelassen. Der Fahrer der Gruppe verbringt den Abend über mit ein bis zwei Cola, Wasser oder anderen Softdrinks. Ab und zu auch ein alkoholfreier Cocktail. Der eine „erträgt“ seine angetrunkene Freunde nüchtern besser als der andere. Auf jeden Fall ist es eine Einschränkung, egal ob er nun selbst gerne trinken würde oder nie (oder selten) Alkohol trinkt.
Wenn es nun ans Bezahlen der Rechung geht, ist mir aufgefallen, daß der Großteil der Fahrer seine Rechnung immer selbst zahlt.

Warum muß nun der Fahrer seine Drinks selbst bezahlen? Er stellt sich und sein Auto zur Verfügung und nimmt sich die Zeit, die anderen nach Hause zu fahren. Ich finde, da sollten die Freunde zusammenlegen und zumindest die Zeche des Fahrers übernehmen. Aber soviel Anstand haben wohl immer weniger.

Wie ist es bei Euch? Muß der Fahrer selbst bezahlen? Oder ist jedes Mal ein anderer mit Chauffeur-Dienst an der Reihe? Hat der Fahrer einen anderen Bonus?

bewußt vergessene EC-Karte

Lange war es ruhig um meinen Zigarettenautomaten. Heute lieferte eine junge Damen endlich mal wieder eine Geschichte. Danke dafür!

Zwei junge Damen (kommen beide regelmäßig bei mir vorbei) wollen die Bar verlassen, weil sie weiter in eine Disco möchten. Während die eine für beide bezahlt, sucht die andere das WC auf. Danach geht sie zum Zigarettenautomaten. Als sie mit einer Schachtel Zigaretten wieder an die Bar kommt, höre ich den Zigarettenautomaten immer noch fiepen, weil sie vergessen hat, ihr EC-Karte herauszunehmen.

ich: Du hast Deine Karte noch im Zigarettenautomaten stecken lassen!
sie: Die laß ich heute hier!

Ich hielt es eigentlich für einen Scherz. Aber als die beiden dann die Bar verlassen haben, sind sie an dem Zigarettenautomaten vorbei, ohne die Karte mitzunehmen. Nun gut. Da sie die Karte ja dalassen wollte, bin ich ihr auch nicht hinterher. Sie weiß ja, wo ihre Karte zu finden ist.

Junggesellinnenabschiede und Junggesellenabschiede

Ich hoffe mal, daß der Mega-Ansturm von Junggesellinnen- und Junggesellenabschieden nun langsam abebbt. Zumindest gehe ich davon aus, weil der Großteil sich wohl am 7.7. ins Unglück stürzen das JA-Wort geben wird. Tendentiell ist der 20. Juli aber auch nicht schlecht (20.07.2007).

Am Samstag startete der Abend auch mit einem Besuch eines Junggesellinnenabschieds. Die Damen belagerten meinen Tresen, bestellten Cocktails und redeten über ziemlich belangloses Zeug, anstatt sich ordentlich einen hinter die Binde zu kippen.
Weil solche Abschiede ja oft/meist durch Verkauf von Kleinkram (Kondome, Schnäpse, alte Werbegeschenke, …) finanziert werden, kam es beim Bezahlen auch zum GAU: Die zukünftige Braut legte so ziemlich alles an Kleingeld auf den Tresen, was sie finden konnte. Danke! 25 Euro in Kleingeld (es waren zwei 2€-Stücke dabei, der Rest noch kleiner) bei einem Rechnungsbetrag von 24,80€! Und dann wollte die Zukünftige auch noch, daß ich ihr in ihr Junggesellenabschiedsbüchlein etwas hineinschreibe… hätte mich nur 2€ gekostet. Ich hab es dann sein lassen (auch mangels Zeit und Kreativität).

Um Mitternacht herum kam dann ein Junggesellenabschied. Ich kam nicht zum Zählen, wieviele Jungs es waren, aber es waren viele. Die Türe ging auf und einige Minuten nicht wieder zu. Zum Glück haben wir für solche Notfälle unseren Nebenraum. Dort kam dann auch richtig Stimmung auf.
Nach dem Bezahlen kam einer der Kerle zu mir an die Theke.

Gast (gut angeheitert): Du siehst so aus, als ob Du hier der Chef bist! Ich möchte mich bei Dir bedanken, daß wir bei euch hier feiern konnten.
ich: Ich bin nicht der Chef! Das kannst Du ihm auch direkt selbst sagen. Er steht da an der Zapfanlage. Ich sag ihm mal bescheid!
Gast: Oh ja, das wär‘ echt super!

Ich geh also zum Chef hin, informiere ihn, daß einer sich für alle bedanken will. Dann bin ich wieder zurück zu dem Gast, um ihm zu sagen, daß der Chef gleich kommt. Was macht der Gast? Fällt mir um den Hals und bedankt sich nochmals auf überschwengliche Art… bis ich ihn informiert habe, daß der Chef gleich kommt.
Bei Chef hat er sich dann auch noch einmal bedankt und entschuldigt, daß sie vielleicht ein wenig chaotisch waren. Sie wollen auf jeden Fall noch einmal wiederkommen, aber dann wollen sie sich anständig benehmen. Ich freu mich drauf!

Die Kunst des Trinkgeld-Gebens

Mal wieder eines meiner Lieblingsthemen: das Trinkgeld.

Die Situation:
An einem Tisch hatten alle bis auf einen Gast bezahlt. Warum er nicht gleich auch gezahlt hat, als meine Servicekraft am Tisch war, weiß ich nicht. Er kam dann zu mir an die Bar, als sie gehen wollten. Zu zahlen: 5,90 Euro.
In aller Seelenruhe kramte er in seinem Geldbeutel und legte erst 50 Cent, dann noch 20 Cent und zweimal 10 Cent auf den Tresen. Na toll, dacht ich, wieder einer von der spendablen Sorte. Dann hatte er noch einen einzelnen Euro gefunden, legte diesen hin und steckte die restlichen Münzen wieder ein. Oha, das gibt dann ja immerhin 10 Cent Trinkgeld, weil er nun mit Sicherheit noch einen 5-Euro-Schein hinlegen wird. Und so kam es auch, der Fünfer wurde auf dem Tresen platziert und dann der eine Euro daraufgelegt. Aber zu meinem Erstaunen legte er die restlichen 90 Cent dann noch dazu. Danke!
Der Kerl hatte es echt drauf, sich beim Trinkgeldgeben in Szene zu setzen!

Ich zahl alles

Gestern hatte ich eine Gruppe von Männern zu Gast, die zum ersten Mal bei mir waren. Als es dann ans Bezahlen ging, kam folgender Dialog zustande:

ich: Wer zahlt nun was?
spendabler Mann: Ich zahl‘ alles! Erst schaut er auf die Rechnung, blickt dann in seinen Geldbeutel und fragt in die Runde: Kann mir jemand 3 Euro leihen?

Solange er sich beim Ausgeben nicht den größten Teil der Rechnung leihen muß, ist wohl alles in Ordnung. 😉
Der Nachteil ist daß bei Beglichen der Gesamtrechnung weniger Trinkgeld rausspringt, als wenn jeder selbst zahlt. Aber es gibt Schlimmeres…