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Wechselgeld II

Ein Gast hatte 3 Euro zu bezahlen, er gab mir einen 5€-Schein. Die 2 Euro Rückgeld ließ er erstmal auf dem Tresen liegen, gab mir stattdessen ein weiteres 2€-Stück mit der Bitte, das in einen Euro und zwei 50-Cent-Münzen zu wechseln. Klar, alles kein Problem. Danach wollte er noch 20 Cent in zwei 10-Cent-Stücke gewechselt haben. Er hätte mir aber auch gleich sagen können, wie er das Rückgeld haben will.

Origami

Manchmal bin ich dankbar, daß ich Gäste nicht habe.
Vorhin erzählte ein Kumpel von der „Konkurrenz“ (offiziell gibt es keine Konkurrenz, sondern nur Mitbewerber), daß er einen speziellen Gast hätte, der seine Getränke immer auf seine eigene Weise bezahlt. Er bastelt aus den Geldscheinen irgendwelche Origami-Kunstwerke. Das hatte ich zwar auch schon mit Servietten, aber Geldscheine als Frosch, Drachen, Seerose oder Elefant zu kassieren ist eher ungewöhlich.

Wer aus Euro-Scheinen selbst Origami machen will, dem sei das Buch „Eurogami: Geldgeschenke ans Herz gelegt.

Versteckte Kamera

Gestern kam ich mir vor wie bei der Versteckten Kamera.

Ein Gast setzte sich an den Tresen, bestellte ein Hefeweizen und fing an aus seinem Leben zu erzählen. Das erste Bier zahlte er auch gleich in bar (ganze 4% Trinkgeld). Beim zweiten oder dritten Weizen kam er dann auf die grandiose Idee, daß in dieser Bar etwas fehlt, und zwar Most. Mit Most würde die Bar sich vor Zulauf kaum retten können. In der ganzen Stadt gäbe es keine Bar/Kneipe/Gaststätte, die guten Most anbietet.
Ich würde damit das Geschäft meines Lebens machen. Und überhaupt sei Most ja ein sehr beliebtes Getränk. Nun gut, das wird schon einen Grund haben, daß es woanders auch nicht angeboten wird. Wahrscheinlich ist die Nachfrage einfach zu gering, so daß es sich nicht lohnt, Kapital unnötig mit Most zu binden.
Nach diesen zwei weiteren Weizen zahlte er wieder (Trinkgeld: s.o.) und ich hatte die Hoffnung, daß er die Heimreise antritt. Aber nein, er hätte Urlaub und diesen Dienstag hätte er zu seinem Sauftag auserkoren und ein Weizen könnte er noch trinken, außerdem wolle er mich davon überzeugen, daß ich mir ein Mostfaß hinter den Tresen stelle. Ich werde wohl demnächst mit Venture-Capital-Gebern verhandeln müssen um europaweit eine Most-Bar-Kette aus dem Boden zu stampfen. Selten habe ich von einer solch sicheren Sache gehört…
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