mit Eis – ohne Eis

Dasselbe Beispiel mit Campari-O ohne Eis. Gast: „Da ist ja kein Alkohol drin!“ Ich: „Doch, nur der Saftanteil ist nun höher.“
Twitter – travBartender 1:35 AM Mar 6th
Abschließende Aussage des Gastes zum Campari-O: „Das ist ja Betrug!“ Was soll man da noch machen?!? *kopfschüttel*
Twitter – travBARtender 1:38 AM Mar 6th

So passiert es immer wieder auch bei mir, daß Gäste ihre Drinks ohne Eis bestellen. Die einen haben vielleicht einen empfindlichen Magen oder nuckeln so lange am Drink herum, bis dieser total verwässert ist.
Inzwischen bin ich dazu übergegangen, den Drink in einem entsprechend kleineren Glas zu servieren. Hier im sparsamen Schwabenland hatte ich mit heftigen Protesten gerechnet. „Hey, wieso bekomme ich nur so ein kleines Glas??!!“ Aber die Beschwerden blieben bislang aus.

Es ist überhaupt kein Problem, wenn man seinen Drink gleich ohne Eis bestellt. Das ist mir lieber, als wenn der Gast dann die Eiswürfel mühsam aus seinem Glas in den Aschenbecher verfrachtet und ich dann die Sauerei wieder beseitigen darf, siehe dazu auch meine passende Twitter-Meldung.

Getränke mit Eis zu Servieren ist übrigens ein beliebtes Mittel um dem Gast im Endeffekt weniger zu verkaufen als auf der Karte steht. Dann sind z.B 0,3l-Gläser zwar ein bischen über den Füllstrich gefüllt, aber wenn man das Eis rausnimmt, bleibt weniger als 0,3l drin. Achtet mal drauf und beschwert euch!

Faschings-Nachbetrachtung

Der Gombige Doschdigg liegt nun schon fast zwei Wochen hinter mir. Inzwischen bin ich davon wieder erholt.
Zeit für ein paar Zitate, die in Erinnerung geblieben sind:

Was so teuer? Bei uns aufm Dorf kostet der Jacky-Cola nur 2 Euro!
Laß das Eis weg! Füll den Becher lieber mit Jacky auf!
Was? Du hast keinen Asbach da?
Für den Preis war der Wodka-Bull aber sehr schwach! Das wird noch negative Konsequenzen haben!
Können wir da nicht was am Preis machen?
Ich warte hier schon 10 Minuten!
Aber mach mal ’ne guuuuute Mischung!
Was koschd bei dir a Goiß?
Machst mir nen Bacardi-Cola? Hanava-Club-Cola kannst haben! Nein, dann mach mir einfach ’nen Rum-Cola!

Danke an alle Gäste, die mich an diesem Abend gefühlte 10.000 Mal daran erinnert haben, wie ich heiße. Sonst hätte ich doch fast meinen Namen vergessen.

Danke auch an den Faschingsartikel-Versender, der es nicht geschafft hat – trotz Verfügbarkeit im Onlineshop – meine Verkleidung zu liefern. Weder pünktlich noch nachträglich. Sonst könnte ich ein paar nette Fotos mit meinem Chef als Batman und Robin anbieten. Letztes Jahr waren wir zusammen Dieter Bohlen und Thomas Anders als Modern Talking. Habt ihr ein paar Vorschläge fürs nächste Jahr? „Dick und Doof“ fällt aus 😉

Vielleicht sollte ich im nächsten Jahr eine Glocke anbringen, die jedes Mal klingelt, wenn einer der Gäste „bitte“ oder „danke“ sagt.

Zum Glück ist nun wieder bis zum 3. März 2011 Ruhe mit dem Faschingsscheiß und dem Dorfvolk!

Weiter geht’s!

Keine Sorgen, werte Leser!
Ich lebe noch, ich stehe weiterhin hinter der Theke und liefer auch in Zukunft wieder unterhaltsame Geschichten. Leider sind viele Erlebnisse zu kurz für einen Blogeintrag, ich hab sie am nächsten Tag schon wieder vergessen oder mir fällt keine unterhaltsame Schreibweise dazu ein. Nach dem turbulenten Weihnachtsgeschäft und der stressigen Faschingszeit habe ich jetzt wieder die Ruhe, mich hier um Euch zu kümmern.
Dank meines Mieters über der Bar habe ich nun WLAN-Zugang in der Bar und kann, wenn es die Zeit zuläßt, auch mal zwischendrin aus dem laufenden Betrieb etwas schreiben. Aus diesem Grund nutze ich für kurze geistige Ergüsse nun verstärkt Twitter: Twitter: Thekenmeister.
Für alle Nicht-Twitterer finden sich direkt auf der Startseite die drei letzten Tweets. Ich hoffe, es gefällt Euch!
Prost!

Unsere Daisy

Wir haben bei uns eine flotte Aushilfe, die zu ihrem ersten Arbeitstag mit einer Schleife im Haar erschienen ist. Prompt bekam sie von mir den Spitznamen „Daisy“. Mitlerweile wird sie nicht nur von mir so genannt, sondern ist auch bei den Gästen als „Daisy“ bekannt, auch wenn sie nie eine Riesen-Schleife wie Daisy Duck trägt. Die Schleife im Haar ist allerdings schon Pflicht Tradition beim Arbeiten.

Ich freue mich schon auf die Schicht heute Abend mit ihr.

Stern.de: Winter in Deutschland: „Daisy“ tobt sich aus
Bild.de:Warum macht uns „Daisy“ so Angst, schöne Wetter-Fee?
n-tv.de: Was stellt sie an? „Daisy“ kommt

Bei diesen Meldungen bin ich schon auf die Kommentare der Gäste gespannt. Denn so flott wie sie im Service unterwegs ist, wird sie bestimmt ein paar Mal „Hey, nicht so stürmisch, Daisy!“ oder Ähnliches zu hören bekommen.

doppelt hält besser

Diese Woche haben wir einige neue Möbel bekommen. Es wurde auch Zeit, nachdem der erste Liefertermin Ende November war.
Zum Glück fuhr der Wagen, der direkt vor der Bar parkte, in dem Moment weg, als der Wagen der Spedition ankam. Dummerweise ist aber der Fahrer beim Einparken mit dem Aufbau des LKW an unserer Schild gekommen, so daß die Dübel und der Putz an der Halterung aus der Wand kamen.
Ich machte ihn auf den Unfall aufmerksam, aber er war sich nicht sicher, ob er das wirklich war. Zum Glück hatte es geregnet und die Stücke des Putzes, die auf der Straße lagen, waren noch trocken.
Ich habe mir dann natürlich seine kompletten Daten, inklusive Versicherung und Nummer seines Chefs geben lassen.
Zur Sicherheit ist er dann beim Ausparken nochmal an dem Schild vorbeigeschrammt. Ich weiß nicht, ob er es gemacht hat, damit er sich sicher ist, daß er den Schaden wirklich verursacht hat.
Dem Fahrer des Porsche Cayenne, der ihn eingeparkt hat, gehören auch noch die Ohren lang gezogen! Welcher Depp parkt schon knapp einem Meter hinter einem LKW?

Silvester-Planung

Ich saß nach Feierabend zu sehr später Stunde in einer kleinen gemütlichen Bar an der Theke. Neben mir saß ein Koch, der im Dezember reihenweise Doppelschichten geschoben hat und insgesamt auf einen freien Tag kam. Wer braucht schon Freizeit? Jedenfalls wußte er noch nicht, was er Silvester machen wird.

überarbeiteter Koch: Ich weiß noch gar nicht, was ich an Silvester machen soll!

Daraufhin schlug die Bardame und Hausherrin, die genau wie ich auch, an Silvester hinter der Theke stehen wird, lapidar vor:

Geh‘ doch arbeiten!

Er fand es irgendwie nicht witzig… wir schon 😉