Statistiken zum Alkoholkonsum

Die OECD hat ihre Gesundheitsdaten für 2009 veröffentlicht. Die Daten stammen aus dem Jahr 2007 oder falls verfügbar von 2008. Darin gibt es auch Statistiken zum Alkoholkonsum der einzelnen Mitgliedsländer, worin die Menge des Alkoholkonsum aller Bürger ab einem Alter von 15 Jahren betrachtet wurde.

Prinzipiell sind wir Deutschen Mittelmaß. Der durchschnittliche Alkoholkonsum eines Deutschen beträgt 9,9 Liter reinen Alkohols pro Jahr, das sind 0,2 Liter mehr als der OECD-Durchschnitt.
Am wenigsten trinkt die Türkei (1,2 Liter). Mexiko trinkt auch überaschend wenig: nur 4,6 Liter. Die geringen Mengen in Norwegen (6,6l), Schweden (6,9l) und Island (7,5l) erklären sich wohl ganz einfach durch die hohen Preise, die dort für Bier und Spirituosen gelten.
Am meisten wird in Frankreich(13l), Ungarn (13,2l) und Irland (13,4l) pro Kopf getrunken.
Luxemburg fällt noch aus dem Rahmen mit 15,5l Alkohol pro Kopf. Der hohe Konsum kommt durch die zahlreichen Nicht-Luxemburger zustande, die sich in Luxemburg mit Alkohol eindecken (laut OECD-Bericht).
Besonders interessant sind allerdings die Veränderungen des Alkoholkonsums im Vergleich zu 1980:

  • Der durchschnittliche Alkoholkonsum hat sich um 13% verringert.
  • In 17 von 29 Ländern der OECD ist der Alkoholkonsum gesunken, in 12 Ländern gestiegen.
  • In Deutschland hat sich der Pro-Kopf-Alkoholkonsum um 30% verringert.

Quelle:OECD ilibrary – Alcohol consumption among adults

Sehr erschreckend ist hingegen eine andere Statistik, bei der es um Trunkenheit geht. Von den unter 15-jährigen Mädels hatten 26% schon zweimal im Leben einen Rausch, bei den Jungs sind es 31%. Der einzige Trost ist, daß Deutschland damit unter dem OECD-Schnitt (29% bei dem Mädchen, 33% bei den Jungs) liegt.
Hier fällt besonders auf, daß die Vieltrinkernation Frankreich mit 18% und 29% auch unter dem Durchschnitt liegt.
Quelle: OECD ilibrary – Smoking and alcohol consumption at age 15

Und das Statistische Bundesamt berichtet, daß die Zahl der Jugendlichen, die wegen Alkoholmißbrauchs im Krankenhaus stationär behandelt werden mußten, um mehr als 100% gestiegen ist.