Feierabend! Feierabend! Feierabend!

Gestern war das Konzert mit Simply Red auf dem Münsterplatz. Das war die Hauptattraktion des gestrigen Abends und entsprechend wenig war bei mir los – bis das Konzert vorbei war und die anderen Ausschankwägen auch geschlossen hatten. Zu später Stunde kamen immer wieder noch ein paar Gäste. Leider haben wir in Baden-Württemberg eine Sperrstunde, so daß ich ab 2 Uhr nichts mehr ausschenken durfte und die Gäste gehen mußten.
Während ich dann die restlichen Gläser polierte, kam ein Gast herein, setzte sich direkt vor mir an die Theke. Ich erklärte ihm dann, daß Feierabend sei und es nichts mehr gäbe. Er ging wieder.
Keine Minute später kam ein weiterer Gast herein. Er setzte sich an die gleiche Stelle und auch ihm machte ich klar, daß nun Feierabend ist und ich nichts mehr ausschenken darf. Er ging wieder.
Und wiederum gefühlte 30 Sekunden später kam erneut ein Gast herein. Auch er setzte sich auf den gleichen Barhocker. Und auch er ging wieder, nachdem ich ihm nichts mehr ausgeschenkt habe.
Beim Hinausgehen rief ich ihm noch hinterher:

Ihr braucht jetzt nicht alle einzeln reinkommen, ich darf nichts mehr ausschenken!

Aber das hat er wohl überhört.
Die Türe war noch gar nicht ganz zu gefallen, kam einer der drei erneut herein und erklärte die Situation:

Das ist bei uns so ein Running Gag! Kannst Du uns wenigstens noch drei Kurze machen?

Feierabend ist Feierabend ist Feierabend. Und die Sperrzeit habe ich mir nicht ausgedacht, um früher Feierabend zu machen, die hat das Land so vorgegeben.