Schlagwort: Schnaps

Kundenbefragungen

Wie jedes Mal beim Einkaufen in der Metro, haben mein Chef und ich uns in die Gastro-Lounge verlaufen. Das hat mehrere Vorteile: Heißgetränke, Softdrinks und Häppchen for free, Bild-Zeitung lesen und unseren Kundenberater per Telefon anrufen (statt ihn ihm Markt zu suchen).
Nun saßen wir in der Gastro-Lounge an einem Tisch und genossen unsere Drinks. Auf einmal stand eine hübsche junge Dame neben uns am Tisch.

sie: Entschuldigung! Wir führen eine Kundenbefragung durch. Was kaufen Sie mehr: Fisch oder Fleisch?
wir (syncron): Beides nicht!
sie (erstaunter Blick): Was kaufen Sie denn dann?
ich: Eis, Milch, Sahne und Schnaps!

Sie war dann sehr erstaunt. Als wir ihr beide Gastronomie-Objekte meines Chefs (Bar und Cafe) erklärten, war sie viel gelassener. Trotzdem erklärte Sie uns, daß wir nicht für die Befragung geeignet wären, da es um eine Befragung der Fisch- und Fleisch-Käufer ginge. Meinem Chef fiel dann ein, daß er mal im letzten Jahr Grillfleisch gekauft hatte, und damit war er schon für den Fleischkunden-Fragebogen qualifiziert. Ich habe als Ausgleich den Fisch-Fragebogen ausgefüllt (immerhin weiß ich, wie man „Fisch“ schreibt).

Wer auch immer das schon mal behauptet hat: Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

Schnaps fürs Christbaumloben

Weihnachten steht bekanntlich vor der Türe. Und mit dem Aufkommen der Weihnachtsbäume, die nun schon überall gekauft werden können, wird es in den nächsten Tagen immer mehr Gäste geben, die den Brauch des Christbaumlobens pflegen wollen. Dafür muß auch ein unbeliebterunbekannter Schnaps her. Dieses Jahr ist es Schwarze Sau, eine auf Salmiak basierende Spirituose. In Norddeutschland ist sie wohl bekannt, hier unten im Süden des Landes kennt es kaum einer. Aber wer schon kostenlosen Schnaps durchs Christbaumloben abgreifen will, soll auch etwas leiden müssen. 😉

Wer auf Lakritze oder Salmiak steht, kann sich Schwarze Sau auch selbst basteln:
Man nehme „Türkisch Pfeffer“ oder andere starke Salmiak-Bonbons, zerstosse und löse sie dann in einer Spirituose nach Wahl auf. In Norddeutschland ist Korn sehr beliebt, für alle anderen ist wohl eher Wodka die bessere Wahl. Nun nur noch ein paar Tage stehen lassen, bis sich alles aufgelöst hat und fertig ist die Schwarze Sau!

Feierabend! Feierabend! Feierabend!

Gestern war das Konzert mit Simply Red auf dem Münsterplatz. Das war die Hauptattraktion des gestrigen Abends und entsprechend wenig war bei mir los – bis das Konzert vorbei war und die anderen Ausschankwägen auch geschlossen hatten. Zu später Stunde kamen immer wieder noch ein paar Gäste. Leider haben wir in Baden-Württemberg eine Sperrstunde, so daß ich ab 2 Uhr nichts mehr ausschenken durfte und die Gäste gehen mußten.
Während ich dann die restlichen Gläser polierte, kam ein Gast herein, setzte sich direkt vor mir an die Theke. Ich erklärte ihm dann, daß Feierabend sei und es nichts mehr gäbe. Er ging wieder.
Keine Minute später kam ein weiterer Gast herein. Er setzte sich an die gleiche Stelle und auch ihm machte ich klar, daß nun Feierabend ist und ich nichts mehr ausschenken darf. Er ging wieder.
Und wiederum gefühlte 30 Sekunden später kam erneut ein Gast herein. Auch er setzte sich auf den gleichen Barhocker. Und auch er ging wieder, nachdem ich ihm nichts mehr ausgeschenkt habe.
Beim Hinausgehen rief ich ihm noch hinterher:

Ihr braucht jetzt nicht alle einzeln reinkommen, ich darf nichts mehr ausschenken!

Aber das hat er wohl überhört.
Die Türe war noch gar nicht ganz zu gefallen, kam einer der drei erneut herein und erklärte die Situation:

Das ist bei uns so ein Running Gag! Kannst Du uns wenigstens noch drei Kurze machen?

Feierabend ist Feierabend ist Feierabend. Und die Sperrzeit habe ich mir nicht ausgedacht, um früher Feierabend zu machen, die hat das Land so vorgegeben.

Überaschung gelungen?

Aamen Gold verblasstVor etwas über einem Monat bekam ich mal wieder eine Spirituose geschickt. Da es nicht vorher mit mir abgesprochen war, daß ich etwas geschickt bekomme, war die Überaschung gelungen!. Inzwischen frage ich mich, ob die Überaschung wirklich gelungen war…

Nicht nur ich bekam das Aamen Gold geschickt, sondern auch noch ein paar andere Blogger.
Zu dem Produkt haben sie sich schon geäußert:

Ich blogge nunmal bekanntlich wirklich dann, wenn ich Zeit und Lust habe. So geschah es dann auch, daß die Flasche wochenlang bei mir rumstand. Während dieser Zeit wurde aus dem knalligen Geld, das dem Aamen Gold seinen Namen gab, ein eher blasses gelbliches Grau. Eine E-Mail-Nachfrage bei einem anderen Aamen-Gold-Empfänger ergab dann auch das gleiche Bild. Die Flasche lagerte bei Zimmertemperatur ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ich werde das Aamen Gold nun doch nicht mehr probieren, auch wenn es aus 100% Natur ist, ohne künstliche Farb- und Aromastoffe. Wenn es sich schon als Luxus-Likör verkauft, dann sollte auch ohne Probleme die Farbe behalten.

Weiterführende Links:

Imperial 2cl II

Schwund ist überall. Besonders bei Schnapsgläsern. Und am allerliebsten werden sie geklaut, wenn sie irgendwelche interessanten Logo-Aufdrucke oder Sonderformen haben. Deswegen kauft man sich am besten unbedruckte Gläser, die dann deutlich länger vor Ort bleiben.

Man kann nun seinen Schwund steigern, wenn man die Schnapsgläser Imerpial 2cl kauft (die ja auch ganz gerne einen schiefen Füllstrich besitzen):
Diese Schnapsgläser sind nämlich nicht stapelbar. Es sieht nur auf den ersten Blick so aus. Gäste stapeln nach einer Runde Hochprozentigem gerne die Gläser um wieder mehr Platz auf dem Tisch oder an der Bar zu haben. Oder sie wollen dem Personal Arbeit abnehmen, damit nicht jedes Glas einzeln abgeräumt werden muß.

Beim Imperial 2cl gibt es nur einen kleinen Schönheitsfehler: unten sind die Gläser eckig, oben rund. Das führt beim Stapeln zu Spannungen und im ungünstigsten Fall zu einem kaputten Glas. Den Hersteller freut das, das Personal (muß Scherben aufsammeln) und den Chef (muß Geld für neue Gläser ausgeben) eher weniger.
Vom Imperial 2cl kann ich also nur dringend abraten!