Kategorie: Gäste

Ode an die Dänen

Hallo ihr Dänen!

ich kann nichts dafür, daß ihr damals den Euro nicht haben wolltet und nun die Münzen umdrehen müsst, um zu sehen, was sie wert sind.
Ein großes Dankeschön für den guten Umsatz, den ihr meinem Chef beschert habt.
Für das mickrige Trinkgeld (Prozentsatz unter 0,1%) könnt ihr allerdings keine große Dankesrede erwarten.
Daß ihr es nicht gewohnt seid, Trinkgeld zu geben ist wohl mein Problem.
Die geklauten Aschenbecher werden euch hoffentlich lange an den lustigen Abend erinnern, den ihr bei mir hattet.
Und verbringt euren nächsten Urlaub doch in Dänemark – es ist ein schönes Land!

Danke für die Aufmerksamkeit!

worst case

Was habe ich für ein Glück gehabt… der worst case ist nämlich nicht eingetreten.

Die ersten beiden Gäste haben ihre Biere mit einem 50€-Schein bezahlt und der dritte dann erst mit einem 100er. „worst case“ wäre hier gewesen, wenn der 100€-Kandidat zuerst gezahlt hätte.
Trotzdem hatte ich am Ende viele große Scheine und kaum noch keine kleinen Scheine mehr (von wenigen 5€-Scheinen mal abgesehen).
Der nächste Gast hätte dann Münzrollen als Wechselgeld bekommen. Ich bin mir sicher, daß er spätestens dann in der Hosentasche oder im Geldbeutel noch einen passenden kleineren Schein gefunden hätte…

Karfreitags-Drinks

Karfreitag ist bei den Christen wohl der höchste Feiertag schlechthin. Sie drangsalieren uns an diesem (und an vielen anderen Tagen) mit einem Tanzverbot. Fasten und abstinent leben soll man auch noch.

Irgendwie finde ich es schon ein wenig merkwürdig, daß genau gestern am Karfreitag der Absatz von alkoholfreien Cocktails deutlich über dem normalen Niveau lag.

Nein danke, ich nehme nichts!

Es ist Samstag Abend. Kurz bevor das Hauptgeschäft losgeht. Ein Großteil der Tische ist für wenig später reserviert. Vier Mädels und ein Kerl betreten die Bar. Zielstrebig setzen sie sich an einen Tisch, der bis zu 6 Personen Platz bietet. Sie nehmen sich die Karten und fangen an zu lesen. Irgendwann legen sie sie dann wieder zur Seite. Das ist ein deutliches Zeichen, daß der Gast etwas bestellen will. Also mache ich mich auf den Weg zu dieser Gruppe.

ich: Hi, was darf ich euch bringen?
PatientKandidatin 1: Ich will nichts!
Kandidatin 2: Ich warte noch!
Kandidatin 3: Ich will auch noch nichts!
Kandidatin 4: Ich muß eh gleich wieder los!
Kandidat 5: Ich nehme eine kleine Cola!

Das war der Moment wo ich ich mir „ein wenig“ verarscht vorkam. Ich schaue den armen Kerl (der ja als einziger Umsatz machen wollte), sehr komisch an. Das verleitet ihn zu weiterer Kommunikation:

Kandidat 5: Habt ihr keine Cola?
ich: Doch, schon. Aber ich habe keine Plätze für fünf Personen, von denen nur einer etwas trinkt. Wenn ihr im Warmen sitzen wollt, dann geht in die Bahnhofswartehalle! Hier ist eine Bar!

Die Damen schauen sich ein wenig ungläubig an und klären mit ihren Blicken, ob sie nun bleiben sollen oder doch ihr Geld in etwas zu trinken investieren wollen. Sie entscheiden sich für eine Bestellung. Insgesamt waren es dann zwei kleine Cola, ein Red Bull, ein kleines Schwip Schwap und ein kleines Bitter Lemon.
Ich hoffe, sie verirren sich bei ihrem nächsten Ausgeh-Abend in eine andere Bar.

Ähnlich erging es Jörg Meyer im Le Lion: Ein Erfahrungsbericht. Sehr lesenswert!

Musikwünsche

Nur fürs Protokoll:

Nein, ich kann nicht nachschauen, ob ich bestimmte Songs zur Verfügung habe, wenn die Bar komplett gefüllt ist und die Bon-Schlange ca. 50cm lang ist, nur weil einem Gast die Musik nicht gefällt…
und die Service-Mädels haben zu solchen Zeiten auch etwas anderes zu tun (neben gut aussehen, die Gäste mit Getränken zu versorgen und dabei noch diverse Kilometer zu laufen).

Danke für das Verständnis!

Kartenspielen

Für Gruppen, die nichts mit sich anzufangen wissen, habe ich eine Packung Spielkarten in der Bar rumliegen. Es kommt auch regelmäßig vor, daß nach Spielkarten gefragt wird. Letztens waren es zwei Jungs, die Kartenspielen wollten. Wie ich mitbekommen habe, fingen sie mit Mau-Mau an. Später stieß dann noch eine Frau zu ihnen. Sie spielten weiterhin zu dritt Mau-Mau.
Einem weiblichen Stammgast (sie saß allein bei mir an der Theke) kam das doch ein wenig kindisch vor.

sie: Ich glaube, ich gehe mal zu denen hin und erkläre ihnen Skat!
ich: Gute Idee, nun sind sie ja zu dritt.
sie: Du glaubst ja wohl nicht, daß ich denen das nur erkläre. Ich will schon mitspielen. Das Mädel darf nur die Karten geben!

So sind sie eben, diese emanzipierten Frauen! 😉