Kategorie: Gäste

Verwunderung

Es gibt immer wieder Momente, die überraschen. Seit nunmehr etwas über zwei Jahren haben wir in der Bar die Gratispostkarten von Edgar. Wenn der Verteiler kommt, steckt er die Karten, wir tauschen neueste Gastronomie-Gerüchte aus und er zieht dann weiter. Aber er hat noch nie etwas getrunken! Noch nie!

Letzte Woche kam es zum Bruch. Er kam herein, stellte seinen Karton mit Postkarten auf die Theke.

er: Mach mir mal einen Cuba Libre!
ich: Du willst einen Cuba Libre?
er: Ja!
ich: Du kommst nun schon jahrelang hier rein und hast noch nie etwas getrunken! Wie kommt es, daß Du heute eine Cuba willst?
er: Ich habe Kopfschmerzen und brauche etwas dagegen!

Des Menschen Wille ist ja nunmal sein Himmelreich, also bekam er seinen Cuba Libre. Beim nächsten Besuch werde ich dann erfahren, ob Cuba Libre ein geeignetes Mittel gegen Kopfschmerzen ist. Ich bin schon gespannt, mit welcher Aktion er mich dann verwirren will.

Zu geil!

Ich komme an einen Tisch mit Freunden. Dort bestellt eine junge Dame ein Beck’s Lemon. Durch die Bestellung eines anderen Freundes an diesem Tisch entwickelt sich folgender Dialog:

er: Hast Du auch Pfirsich-Eistee?
ich: Ja.
er: Dann bring mir bitte einen!
sie: Oh, so ein Pfirsich-Eistee wäre geil!
ich (mit einem netten Augenzwinkerrn): Ich wäre auch geil!
sie: Nein! Du wärst nur geil, wenn Du mir auch einen Eistee bringst!

Das sind Dialoge, die den Spaß beim Arbeiten wirklich fördern. Ich mag meine Gäste!

Auf die Straße

Ein Gast kommt zu mir an die Theke und nuschelt mit deutlichem schweizer Akzent:

Haben Sie mir ein Wasser auf die Gass?

Es gibt immer wieder unterschiedlich regionale Bezeichnungen für irgendetwas. Viele Gäste sind zum Beispiel erstaunt, wenn sie ein Alsterwasser bestellen und ich ohne Nachfragen weiß, was sie wollen. Hier im Süden Deutschlands heißt es aber nunmal Radler.
Mir war schon klar, daß er mit „Gass“ die Straße meinte, aber es ergab für mich keinen Sinn. Beim Nachfragen, was er genau will, fiel es mir aber schon ein: er wollte ein Wasser zum Mitnehmen.
Die Schweizer sind schon ein komisches Völkchen!

Gastro-Geschichten: Als Barista hat man es nicht immer leicht!

Mal wieder etwas aus dem Bereich Gastro-Geschichten aus einem anderen Blog:

Arne „durfte“ in seiner Zeit als Barista in einer Kaffeebar auch ein paar unterhaltsame Geschichten erleben. Drei davon schildert er in seinem Blog-Eintrag „Als Barista hat man es nicht immer leicht!„:

  1. Cappuccino vs. Kaffee Latte
  2. leere Tasse trinken
  3. Handtasche mit 2000€ gefunden

Für alle Kaffee-Liebhaber ist es ein lesenswerter Blog: Barista-Blog.

Benimmregeln für Gäste

Ein echtes Sahnestück, das ein User aus Jetzt.de veröffentlicht hat. Das sah die Süddeutsche auch so und hat es sogar ins Printmagazin mit übernommen.

The Bartender’s Guide To Nightlife bietet dem interessierten (oder unerfahrenen) Gast 20 Tipps, damit der Abend für ihn und das Gastronomie-Personal möglichst streß-, reibungsfrei und angenehm verlaufen wird. Auch wenn der Text manchmal ein wenig lustig wirkt, ist sehr viel Wahres dran. Obwohl der Großteil der Regeln durch den normalen Menschenverstand abgedeckt ist, gibt es immer noch genug Gäste, die sich nicht so verhalten.
Man könnte die Regeln auch einzeln auf Pappkärtchen drucken und bei entsprechenden Regelverstößen dem Gast wortlos in die Hand drücken. 😉

via dieetwasanderenbartender – -benimmregeln für anfänger-

besoffene potentielle Randalierer

Betrunkene Gäste entwickeln manchmal ein gewisses Aggressionspotential. Nicht umsonst schenkt man keinen Alkohol an Betrunkene mehr aus.

Die Polizei in Bolton bei Manchester hat sich etwas Interessantes ausgedacht, damit sie die möglichen Randalierer unter Kontrolle bekommt. Sie verteilen Seifenblasen-Fläschchen.

„Seifenblasen sind eine großartige Idee, um die Dinge von der leichten Seite zu sehen. Nachtschwärmer haben so etwas Spaß, auf den sie sich konzentrieren können, wenn sie Pubs und Clubs verlassen“, sagte Elaine Sherrington von der Kommunalverwaltung.
n-tv.de vom 1.12.2008

Ich stelle mir das relativ lustig vor, wenn die Betrunkenen anfangen, die Polizisten mit Seifenblasen zuzupusten. Die englischen Polizisten mögen es ja schon gar nicht, wenn man sie anschreit.