Kategorie: Feierabend

Cassandra Steen im Ulmer Theatro

Cassandra Steen? Wer ist das?

So hatte ich am Montag noch gefragt, als eine Aushilfe unbedingt auf das heutige „Kleinste Konzert der Welt mit Cassandra Steen“ wollte. Ich hätte doch überallhin Beziehungen und könnte da bestimmt ein paar Karten für sie und ihre Freundin besorgen.
Das Konzert findet im Theatro statt. Und regelmäßige Leser wissen bereits, daß meine Meinung vom Theatro nicht unbedingt die beste ist (Mein Beitrag: Theatro Ulm). Mit anderen Worten: keine guten Voraussetzungen. Als mir dann noch eine Freundin, die für das Theatro Promotion macht, mitteilte, daß es dafür keine Karten mehr gibt, war klar: das wird wohl nichts. Selbst die Sterne (VIP-Ausweise) des Theatros gelten an diesem Abend nicht.
Cassandra Steen im Theatro Ulm - bigFMDa hilft dann wohl nur noch das Glück: BigFM verloste Karten und ebenso hatte der exklusive Fotopartner eine Verlosung im Angebot (Virtual Nights – Ulm). Bei Virtual Nights war ich mit einem Klick dabei, für bigFM mußte ich mich extra anmelden und einen Kommentar hinterlassen, natürlich ganz in meinem Stil.
Gestern Nachmittag kam dann auch ein Anruf von bigFM, daß ich zwei Karten gewonnen hätte. Unmögliches erledige ich sofort, Wunder dauern ein bischen länger! Sie hatte also ihre Karten.
Aber es ging noch weiter: nach meiner Arbeit hatte ich von Virtual Nights ebenso eine Gewinnbenachrichtigung in meinem Postfach. Wieder zwei Karten fürs Kleinste Konzert der Welt. Nun muß ich also selbst dorthin. Ich bin mal gespannt, wie es wird. Denn ich habe bisher noch nichts von ihr gehört.

Wer Cassandra Steen nichts kennt: sie vertrat im Bundesvision Song Contest 2009 Baden-Württemberg und belegte mit ihrem Song „Darum Leben Wir“ den 4. Platz.

Deine Barkeeper-Karriere

Nach The Right Mix Game habe ich nun ein noch viel faszinierenderes Barkeeper-Flash-Spielchen gefunden, das jedem verdeutlicht, wie stressig es hinter der Bar werden kann und was alles dazugehört, wenn man ein erfolgreicher Barkeeper werden will: Drunken Masters.

Am Anfang nimmt ein erfahrener Barkeeper euch bei der Hand und erklärt, wie man Bier serviert, wie man einfach Flair-Tricks schafft um die Gäste zu unterhalten und wie man anschließend Drinks mixt und serviert. Jeder Woche steht dann ein anderes Programm mit unterschiedlichen Drinks an. Mit steigender Erfahrung kann man dann seine Skills verbessern. Zusätzlich steigt auch das Trinkgeld. Immer neue Herausforderungen halten das Spiel spannend und dauerhaft unterhaltsam. Es eignet sich aber auch, um zwischendurch mal wieder ein bischen Barkeeper-Feeling zu schnuppern, denn der Spielstand läßt sich speichern.

Viel Spaß bei eurer Barkeeper-Karriere!

Polizei-Besuch

Ich kann mich nicht daran erinnern, daß jemals die Polizei bei mir in der Bar war. Gestern bekam ich allerdings Besuch von ihnen. Warum? Ich weiß es nicht.

Die Situation:
Es ist kurz vor Feierabend, die Bar ist fast leer. An der Theke sitzen ein Freund mit seiner Freundin. Ich verschwinde auf der Toilette und als ich wieder herauskomme, stoße ich fast mit einem Gesetzeshüter zusammen.

Polizist: Guten Abend! Wohin gehört dieses Objekt?
ich: Wie bitte?
Polizist: Gehört dieses Objekt zur $NameDerStrasse?
ich: Ja, das hier ist $NameDerStrasse Nummer soundsoviel?
Polizist: Alles klar. Danke!

Und schon verschwand er wieder nach draußen, stieg in das Auto, das direkt vor dem Eingang parkte und fuhr weg.
Er hinterließ mich absolut verwundert und verwirrt. Die Bar liegt weder an einer Ecke noch zwischen zwei Straßen mit zwei Eingängen. Damit ist eigentlich klar, „wohin“ diese Bar gehört. Und den Straßennamen sollten die grünen Jungs doch kennen.
Noch obskurer machte mich dann die Erklärung der Freundin. Von ihr wollte der Polizist wissen, ob sie angerufen hätte.

Gombiger Doschdig

Nachdem die Bestellungen für diese Woche schon gemacht sind, geht es heute langsam richtig los mit den Vorbereitungen auf den Gombiger Doschdig.

Für alle Nicht-Schwaben:

Mit dem Schmotzigen Donnerstag (auch Schmotziger Dunschtig, Schmotziga Dorschdich, Schmotziga Dauschteg, Gombiger Doschdig oder einfach nur Schmotziga, in der Schweiz Schmutziger Donnerstag) beginnt in der Schwäbisch-alemannische Fastnacht die eigentliche Fastnachtszeit.

In den rheinischen Karnevalsgebieten wird dieser Tag meist als Weiberdonnerstag oder Weiberfastnacht bezeichnet.
Quelle: Wikipedia – Schmotziger Donnerstag

Die Bar wird vorbereitet, zusätzliche Kühlschränke werden positioniert und die restlichen Einkäufe erledigt. Dann darf ich noch Preislisten und eine Gästeliste für meine Stammgäste drucken, damit die Türsteher morgen auch wissen, wen sie reinlassen müssen und keinen Eintritt verlangen dürfen.

Die Perücken für unsere Verkleidung sind schon angekommen, es fehlt nur noch meine NORA-Kette.

Zum Glück habe ich nur einmal im Jahr an diesem Tag mit Fasching zu tun. Dieses komische Freak-Volk, das an dem Tag unterwegs ist und die schlechten Faschingslieder, die sich immer wieder großer Beliebtheit erfreuen, sind nüchtern nicht zu ertragen. Das zeigt auch jedes Jahr der Umsatz, der an diesem Abend gemacht wird. Wenn ich dann noch Pech habe, bewilligt die Stadt eine Sperrzeitverkürzung und ich muß das Elend dieses Jahr noch länger ertragen. Aber dafür schmeckt dann das wohlverdiente Feierabendbier (wird eher ein Feiermorgenbier) um so besser!

Hörst Du das?

Folgende Situation:
Es ist Feierabend. Die Türe ist schon abgeschlossen. An der Theke sitzt eine nette Dame, die auch in der Gastronomie arbeitet und ebenfalls schon Feierabend hatte und ihren Absacker dann noch bei mir trank. Daneben saß ein alter Freund und Stammgast, der prinzipiell immer kurz vor Feierabend vorbeikommt.
Ich hatte die Theke sauber gemacht, die Kühlschränke waren aufgefüllt und so schenkte ich mir mein Feierabendbierchen ein. Dann machte ich die Musik aus, setze mich zu ihr an die Theke.

ich: Hörst Du das?
sie: Oh ja! Das hört sich richtig gut an!
er: Was? Ich höre nur die Kühlung!
sie: Hör mal genau hin? Hörst Du das nicht?
er: Nein. Ich höre nichts!
ich: Genau das ist es: diese Stille!

Wenn den ganzen Abend Musik läuft, ist es wirklich eine absolute Entspannung, wenn dann die Musik endlich mal aus ist. Sie als Gastro-Tellertusse erkannte es sofort. Er stand ein wenig auf dem Schlauch. 😉

Früher hatte ich immer ein spezielles Feierabend-Lied und wenn das lief, war danach Schluß. Zuerst war es Ghostbusters vs. Michael Jackson – Bad und danach Einfach gut von Vetter Schöbel.
Inzwischen habe ich ein neues Stück für mich entdeckt, das wirklich zum Feierabend-Klassiker werden könnte: 4’33“ von John Cage. Die Komposition besteht aus drei Sätzen und keinem einzigen Ton. Dazu passend sind 4 Minuten und 33 Sekunden genau 273 Sekunden. Das entspricht dem absoluten Nullpunkt in Grad Celsius (negativ natürlich).

Theatro Ulm

Einladung zur inoffiziellen Theatro-EröffnungspartySeit zwei Wochenende hat nun das neue Theatro hier in Ulm geöffnet. Die alten Kammerlichtspiele wurden zu einem Club umgebaut. Bisher war ich zwei Mal im Theatro und jedes Mal war der Abend besser.
Meinen ersten Besuch im Theatro hatte ich während der inoffiziellen Eröffnungsparty. Dort kam ich leider erst ziemlich spät an, Das ist das Problem, wenn man arbeitet, wenn andere feiern. Aber egal. Dann wird eben etwas länger gefeiert.

Red Bull - Red Monday im TheatroDer zweite Besuch war der Red Monday im Theatro letzten Montag, an dem Red Bull einen exklusiven Event für Gastronomen und geladene Gäste organisiert hat. Klasse Party!

Am Freitag wollte ich nun zum dritten Mal dorthin. Schließlich wollte ich meinem VIP-Besuch den neuen Club zeigen. Ich wollte. Nur die Türsteher wollten das nicht.
Die Situation:
Gegen 3 Uhr nachts laufen wir die Hirschstraße entlang. Vor uns kommen vier Kerle aus dem Theatro-Eingang heraus. Es ist keine Schlange. Also gehen wir direkt an den Eingang, grüßen freundlich und warten. Die drei Türsteher schauen sich ein wenig ratlos an und lehnen uns dann mit den Worten ab: „Sorry, zuviele Jungs!“
Bei vier Menschen ist es nicht schwer nur irgendeinen sinnvoll erscheinenden Ablehnungsgrund zu finden. Sie müssten uns auch gar keinen Grund nennen. Wenn nun aber vor uns vier Kerle den Club verlassen, ist es albern, vier Männer, die nun reinwollen mit obiger Begründung abzulehnen. Weil wir Profis sind, kam uns auch gar nicht die Idee, mit den Jungs zu diskutieren.
Ulm hat nun mehr zu bieten als das Theatro. Also sind wir kurz um die Ecke ins Y….w, das sich nicht mehr YelloW nennen darf. Unterwegs sprach Helmut noch die Gastronomie-Weisheit aus:

Wenn sie unser Geld nicht wollen, geben wir es eben woanders aus!

Die Türsteher vom Theatro scheinen sowieso ein ungeschicktes Händchen zu haben. Eine Freundin erzählte mir die Geschichte, daß sie den Robby (Inhaber vom Citrus) nicht reinlassen wollten. Seine mehr als geniale Reaktion: er drehte sich um und sprach zu den Anstehenden in der Schlange:

Ich gehe nun ins Citrus! Wer kommt mit? Die Drinks gehen auf meine Rechnung!

Schwupps war die Schlange nur noch halb so lang.

Für mich ist das Kapitel Theatro damit nun erledigt. Geh ich eben freitags wieder ins Knarz und samstags ins myer’s.

Mehr dazu: Mixology: Theatro Ulm in der Diskussion beim Thekenmeister