Kategorie: Feierabend

06.08.1991

Wie so oft habe ich meinen Feierabend am Mittwoch in einer anderen Bar verbracht. Es war gegen 2 Uhr und die Thekendame hat gerade die Ausweise jugendlich aussehender Gäste kontrolliert. „06.08.1991“ stand als Geburtsdatum auf dem Personalausweis des Gastes, der an den Geldspielautomaten wollte.
Der Kerl war seit zwei Stunden volljährig! Und er hat an seinem Geburtstag nichts Besseres zu tun, als mit zwei Kumpels in die Kneipe zu gehen und an den Abzockautomaten zu spielen. Dabei gibt es doch deutlich interessantere Locations, in die man ab 18 darf.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, wo ich an meinen 18. Geburtstag gefeiert habe, aber mit Sicherheit habe ich damals mein Geld nicht in einen Automaten geschmissen.

„Die perfekte Party“ sucht Party-Tester

Bacardi hat Traumjobs zu vergeben. Vielleicht nicht unbedingt für jeden, aber wer gerne und viel feiert, könnte mit der Bacardi Partyforschung 5.000€ im Monat verdienen. Insgesamt dürfen zwei Frauen und zwei Männer für Bacardi auf Party-Tour gehen!

Was ist zu tun?
Ihr testet ausgewählten Parties als „nicht teilnehmende Beobachter“. Damit entfällt das Alkohol trinken, Musik machen, Gogo-Dancing uvw. Zusätzlich führt ihr ein paar Umfragen aus und macht Fotos und Filme von der Party. Über diese Partys berichtet ihr im die-perfekte-Party-Blog, ladet die Fotos und Filme hoch und kommuniziert mit den Lesern.
12 Wochenenden lang werden jedes Wochenende zwei Partys besucht! Mit „ein bischen Feiern“ hat es also nichts zu tun.

Wer darf sich bewerben?
Gesucht werden Party-Profis zwischen 21 und 29 Jahren. Partylöwen bevorzugt! Es kann auch nicht schaden, wenn ihr schonmal gebloggt habt. Schreiben ist ja nicht jedermanns Sache!

Und was habt ihr davon?
Ruhm und Ehre! Zusätzlich bekommt ihr noch 5.000€ pro Monat sowie weitere 5.000€ als Reisebudget.

Ich falle leider aus dem Anforderungsprofil heraus. Wer drei Monate lang jedes Wochenende Zeit hat und reiselustig ist, sollte sich bewerben!

Noch habt ihr knapp sechs Tage Zeit, um euch als Party-Tester für „die perfekte Party“ bewerben.

Michael Jackson ist tot II

Nach meinem Feierabend ging ich gestern noch in meine Stammbar. Der Chef überraschte mich dann auch gleich mit folgenden Dialog:

er: Du, Michael Jackson ist gestorben!
ich: Ja, weiß ich. Der ist aber schon seit zwei Jahren tot!
er: Nein, der ist heute gestorben!
ich: Kann nicht sein! Ich habe damals doch schon in meinem Blog darüber berichtet!

Für mich war zu diesem Zeitpunkt die Todesnachricht neu. Weswegen ich von einer Verarschungsaktion ausgegangen bin. Und er wollte auch nicht glauben, daß Michael Jackson schon seit 2007 tot ist. Es hat sich dann aber schnell geklärt, nachdem ich ihm erzählt habe, wen ich eigentlich meinte: Michael Jackson, den Bierexperten. Er hatte sogar ein Buch von ihm griffbereit.

Vorhin rief mich mein Chef an.

Chef: Du weißt ja schon, welche Musik heute Abend bei Dir läuft?
ich: Äh, nein?
Chef: Dann schmeiß mal Dein Internet an!

An Michael Jackson dachte ich in diesem Moment gar nicht. Ich versuchte in Richtung irgendwelcher Aktionen zu denken, die die Stadt Ulm sich mal wieder ausgedacht hat, wie z.B. Kulturnacht oder Museumsnacht.

Egal was ich an Musik spielen werde, der Tod von Michael Jackson wird mit Sicherheit das Gesprächsthema Nummer eins sein.

Schausaufen mit Betonung

Über den Spreeblick bin ich auf einen aktuellen Artikel über Harry Rowohlt gestoßen.

Harry Rowohlt? Wer nicht weiß, wer das ist, der kennt ihn vielleicht zufällig als den „Penner aus der Lindenstraße“. Hauptsächlich war er Übersetzer aus dem Englischen (insbesondere Irischen) und wurde dann 1996 auch zum „Ambassador of Irish Whiskey“ ernannt.

Ich durfte Harry Rowohlt mal in einer seiner legendären Lesungen im AuGuS-Theater in Neu-Ulm erleben. Seine Lesungen waren wirklich legendär, er selbst nannte sie „Schausaufen mit Betonung„. Während dieser Lesungen flößte er sich reichlich Bier ein und trank immer wieder ein Gläschen von seinem favorisierten Paddy-Whiskey. Aber eigentlich ist die Bezeichnung „Lesung“ falsch. Der Großteil der damaligen Lesung setzte sich aus Kommentaren und Anmerkungen zu seinen Texten zusammen, die er auch gerne mitten im Text einpflegte. Dann wurden diese Kommentare wiederum mit Anekdoten und weiteren abschweifenden Geschichten aus seinem Leben ergänzt und unterbrochen. Zusätzlich wurde dann noch mit dem Publikum diskutiert, so daß seine gelesenen Texte nur einen kleinen Bruchteil des ganzen Abends ausmachten.

Der Abend fing damit an, daß er mit Jute-Tasche auf die Bühne kam und stolz verkündete: „Gegen Neu-Ulm liegt noch nichts vor.“
Dann folgt die erste Geschichte, daß er nicht mehr nach Ulm will, weil ihn dort mal nach einer Lesung der Portier eines großen Hotels nicht reinlassen wollte, weil er ihn für einen Penner gehalten hat.
Während seiner Lesung trank er ein Bierchen nach dem anderen, die der Caterer brav auf seinem Tisch aufgebaut hatte. Den Paddy holte er aus seiner Tasche. In der Lesungspause kam er an den Getränkeausschank und fragte, ob er zwei Flaschen Pils gegen das dunkle Bier tauschen könne, das er zuvor schon auf der Bühne genossen hatte. Und er bekam es.
Nach ca. drei Stunden ging einer der Organisatoren zu ihm und fragte, wie lange er denn noch „lesen“ werde. „Bis der Saal leer ist!“ war seine Antwort. Und so kam es dann auch. Meine Freunde und ich verschwanden nach ca. vier Stunden, als der Saal schon halb leer war. Der arme Kerl sollte auch mal seinen Feierabend haben! Ich weiß nicht, wie lange die Lesung noch ging. Laut Wikipedia konnte es aber schon mal länger als 6 Stunden gehen.

Der Abend ist nun etwa 9 Jahre her, aber immer noch unvergeßlich.

Inzwischen leidet er an der unheilbaren Krankheit Polyneuropathie und gibt keine Lesungen mehr. Seit er das weiß trinkt er keinen Alkohol mehr. Aber in aktuellen Interviews ist er immer noch ganz der alte Harry:

Hat sich Ihr Leben stark verändert?

Wenn man vorher gesoffen hat, ist das schon ein ziemlicher Einschnitt. Aber so schwierig ist es auch wieder nicht. Ich bedaure nur, wenn ich an den vielen schönen Kneipen vorbeigehe, dass es keinen Sinn hat, da hineinzugehen. Ich muss der Menschheit ja nicht beweisen, wie viel Apfelsaftschorle ein erwachsener Mann trinken kann.
Kruzi-Marx nochmal!

Danke für den schönen Abend! Alles Gute Harry!

Oster-Urlaub im Europa-Park

Sodale, heute geht es direkt nach der Arbeit mal wieder in den verdienten Oster-Urlaub: 2 Tage im Europa Park Rust inklusive Übernachtung im Hotel Colosseo.

Ich bin schon gespannt, ob der Service dort diesmal deutlich besser ist. Vor zwei Jahren war es fast eine Katastrophe. Was mir von damals noch einfällt:

  • Barpersonal mehr mit quatschen und rauchen beschäftigt, als zu arbeiten. Gab dann gnädigerweise ne Runde Baileys aufs Haus für uns.
  • Bar im 5. Stock hat keine Ziggi-Karte. Die muß man sich unten an der Rezeption holen.
  • Ziggi-Karte war nicht vom Europa Park, sondern eine EC-Karte von einem Bushunternehmen.
  • Essen im Restaurant hat viel zu lange gedauert und war dann auch noch kalt.
  • Der Keller hat nachdem er unsere Gruppe einzeln kassiert hat, nicht nochmal überprüft, ob nicht doch etwas fehlt. Nunja, falls doch, geht es zu seinen Lasten. Aber wir Gastronomen hatte dann doch noch nachgefragt, ob es aufgegangen ist. War natürlich aufgegangen.

Das einzige Highlight war der junge Kellner, der uns im Cafe kurz vor Abreise bedient hat. Freundlich, zuvorkommend und zügig. Er war der einzige, der an diesem Wochenende mehr als ein „Anstands-Trinkgeld“ bekommen hat.

Kurz gefaßt: es kann diesmal eigentlich nur besser werden!

Cassandra Steen im Ulmer Theatro

Cassandra Steen? Wer ist das?

So hatte ich am Montag noch gefragt, als eine Aushilfe unbedingt auf das heutige „Kleinste Konzert der Welt mit Cassandra Steen“ wollte. Ich hätte doch überallhin Beziehungen und könnte da bestimmt ein paar Karten für sie und ihre Freundin besorgen.
Das Konzert findet im Theatro statt. Und regelmäßige Leser wissen bereits, daß meine Meinung vom Theatro nicht unbedingt die beste ist (Mein Beitrag: Theatro Ulm). Mit anderen Worten: keine guten Voraussetzungen. Als mir dann noch eine Freundin, die für das Theatro Promotion macht, mitteilte, daß es dafür keine Karten mehr gibt, war klar: das wird wohl nichts. Selbst die Sterne (VIP-Ausweise) des Theatros gelten an diesem Abend nicht.
Cassandra Steen im Theatro Ulm - bigFMDa hilft dann wohl nur noch das Glück: BigFM verloste Karten und ebenso hatte der exklusive Fotopartner eine Verlosung im Angebot (Virtual Nights – Ulm). Bei Virtual Nights war ich mit einem Klick dabei, für bigFM mußte ich mich extra anmelden und einen Kommentar hinterlassen, natürlich ganz in meinem Stil.
Gestern Nachmittag kam dann auch ein Anruf von bigFM, daß ich zwei Karten gewonnen hätte. Unmögliches erledige ich sofort, Wunder dauern ein bischen länger! Sie hatte also ihre Karten.
Aber es ging noch weiter: nach meiner Arbeit hatte ich von Virtual Nights ebenso eine Gewinnbenachrichtigung in meinem Postfach. Wieder zwei Karten fürs Kleinste Konzert der Welt. Nun muß ich also selbst dorthin. Ich bin mal gespannt, wie es wird. Denn ich habe bisher noch nichts von ihr gehört.

Wer Cassandra Steen nichts kennt: sie vertrat im Bundesvision Song Contest 2009 Baden-Württemberg und belegte mit ihrem Song „Darum Leben Wir“ den 4. Platz.