Schlagwort: Personal

Gedächtnislücke?

Das kommt davon, wenn man mit dem Personal nach Feierabend zum Feiern weggeht und es auch ab und zu mal ein wenig übertreibt:
Ich klärte gerade per Chat mit einer meiner Servicekraft, wie sie nun am Wochenende arbeiten muß will, als die Kommunikation folgendermaßen weiterging:

sie: ähm du? Uns is nix passiert von der nacht sonntag auf montag oder?
ich: Hae? ich war brav zuhause in der Nacht. keine Ahnung was du getrieben hast.

Es ist schön, daß sie sich so mit dem Betrieb identifiziert und „uns“ schrieb. Sie meinte damit aber nicht irgendwelche unserer nächtlichen Eskapaden, sondern die Serie von Einbrüchen, die in dieser Nacht in Ulm passierten.
Uns ist übrigens nichts passiert.

Spardose für Barkeeper gesucht

Letzte Woche kam ich auf die Idee, daß es doch ziemlich langweilig ist, daß ich mein Trinkgeld in einem stinknormalen Sparschwein versenke.

Das Kupfergeld fließt schon seit eh und je in eine dieser großen Metalldosen, in denen ab und zu Spirituosen verkauft werden. Aber ich will eine Spardose, die auch in realistischer Zeit irgendwann einmal voll ist.

Meine erste Idee war nun eine Spardose in Form eines Shakers, der oben einen Einwurf hat und mit einem Schloß im Boden oder an der Seite abschließbar ist. Nur habe ich leider weder bei Google noch bei Ebay (wo es so ziemlich jeden Blödsinn gibt) nichts gefunden. Selbst dem Shaker-Sammler Thorsten (Shaker-Blog) ist so eine Shaker-Spardose noch nicht bekannt. Er schlug mir dann auch gleich eine sehr edle Variante einer möglichen Spardose vor: Barman Shaker von Ghiso.
Zum Glück habe ich auch einen guten Stammgast, der zugleich Schlosser ist. Mal sehen, welche Ideen er so hat und wieviele Cuba Libres mich der Spaß kostet 😉

Weiß jemand, wo es vielleicht spezielle Spardosen für Theker oder Gastronomie-Personal gibt? Oder wie ich mir eine originelle Spardose selbst basteln könnte?

Benimmregeln für Gäste

Ein echtes Sahnestück, das ein User aus Jetzt.de veröffentlicht hat. Das sah die Süddeutsche auch so und hat es sogar ins Printmagazin mit übernommen.

The Bartender’s Guide To Nightlife bietet dem interessierten (oder unerfahrenen) Gast 20 Tipps, damit der Abend für ihn und das Gastronomie-Personal möglichst streß-, reibungsfrei und angenehm verlaufen wird. Auch wenn der Text manchmal ein wenig lustig wirkt, ist sehr viel Wahres dran. Obwohl der Großteil der Regeln durch den normalen Menschenverstand abgedeckt ist, gibt es immer noch genug Gäste, die sich nicht so verhalten.
Man könnte die Regeln auch einzeln auf Pappkärtchen drucken und bei entsprechenden Regelverstößen dem Gast wortlos in die Hand drücken. 😉

via dieetwasanderenbartender – -benimmregeln für anfänger-

Valentins-Absage

Da ringe ich mich schon dazu durch, eine Valentins-SMS zu schreiben und kassiere dann auch noch eine Abfuhr!

Mein netter Gruß:

Huhu mein Valentinchen! Hast Du heute Abend Zeit und Lust auf ein heißes Abenteuer mit einem hübschen Barkeeper in der $bar? Prost! Heiko

Und die Absage:

Sorry mein Herzblatt. Bin heut leider in der $andereBar. Außer Du klärst es mit dem $chef *g*

Und dabei wollte ich nur wissen, ob sie heute abend mit mir arbeiten kann.

König Pilsener – ein Ausschankwagen

Ausschankwagen von König Pilsener - Mini-AutoIch bin gerade dabei, meine Festplatte zu entrümepln und bin dabei auch auf ein paar nette alte Fotos gestoßen.

Dieses Bild (zum Vergrößern anklicken) zeigt das seltene Exemplar eines dreirädrigen Bier-Ausschankwagens der Brauerei König Pilsener (gefunden in Timmendorfer Strand in der Poststraße) . Leider konnte ich den Bierwagen nicht in Aktion sehen. Mich hätte nämlich schon interessiert, wieviel Platz in aufgeklapptem Zustand in dem Wagen ist.

Vorteile so eines Mini-Bierwagens:

  • Kein Zugfahrzeug nötig.
  • Kann (fast) überall ruckzuck aufgebaut werden.
  • Kein Streß und Ärger mit Personal, weil der Chef den Wagen komplett selbst bewirtschaften kann.

Die EM floppt – aus Gastonomie-Sicht

Gerade habe ich mich im letzten Beitrag über den Flop des Public Viewings zur Fußball-WM 2006 hier in Ulm ausgelassen. Nun schaue ich kurz im Spiegel Online vorbei und lese, daß es der Schweiz ähnlich ergeht:

Erste Wirte entlassen Personal

Die Umsätze bei der Fußball-EM bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. In den Schweizer Fanzonen beginnen jetzt die ersten Wirte, Personal zu entlassen. Mit ein Grund: der Misserfolg der eidgenössischen Nationalmannschaft.
Quelle: Spiegel Online

So ist es eben, wenn man auf einen Hype aufbaut. So war es aber hier auch und es war auch nicht anders zu erwarten, daß es in Österreich und der Schweiz anders sein wird. Deswegen sollten die Verantwortlichen, die solch öffentliche Veranstaltungen organisieren, wissen, daß nur bei Spielen der eigenen Landesmannschaft etwas los ist. Zwischen den Spieltagen und in den Vorrunden-Spielen herrscht tote Hose.

Die Migros Basel bezahlt für ihre EM-Stände rund 40.000 Franken (knapp 25.000 Euro) Miete pro Tag. Doch das Unternehmen holt nur die Hälfte davon an Umsätzen herein, sagte ein Migros-Sprecher. Die Kosten für Waren und Löhne sind dabei noch nicht einmal mitgerechnet.

25k Euro pro Tag, Das ist eine stattliche Miete und macht für die Dauer der EM (7. Juni bis 29. Juni, also 23 Tage) insgesamt 575.000 Euro. Aber Migros wird es verkraften können. Aber die kleineren Wirte und Unternehmen, die sich einen Stand gemietet haben, werden kaum eine Chance haben, mit Plus aus der EM zu kommen. Ortsgebundene Gastronomie, die der Menschenmassen mit zusätzlichem Personal Herr werden wollte, hat es da deutlich leichter. Entlassenes Personal könnte schon unter die Kategorie „Schadensbegrenzung“ fallen.