Schlagwort: Kleingeld

Technik die begeistert

John Players Special Zigarettenautomat mit MonitorEs ist wirklich erstaunlich, was mit moderner Technik alles möglich ist.

Als damals Zigaretten nur noch ab 18 Jahren gekauft und verkauft werden durften, gab es schon jede Menge Probleme mit dem Zigarettenautomaten.
Nun haben wir seit ein paar Wochen einen neuen, modernen Automat, der mit einem LCD ausgestattet ist. Besser wäre es allerdings, wenn statt des Monitors ein Scheinleser eingebaut worden wäre, damit ich nicht mehr so viel Kleingeld vorrätig halten muß. Aber anscheinend gibt es da noch einige Probleme mit dem Lesegerät und außerdem müßte für 10€- und 20€ Scheine zuviel Kleingeld im Automaten stecken.

Der eingebaute Monitor macht auch mehr Probleme als er Werbung darstellt. Es hat keine Woche gedauert bis er schwarz blieb. Nachdem dann irgendwann mal ein Techniker kam, dauerte es wiederum nur zwei Tage bis der Monitor ausfiel. Laut Techniker ist das aber normal, daß die neuen Automaten soviel Probleme machen.
Mir ist das soweit egal, hauptsache der Automat spuckt weiterhin Zigaretten aus. Nur Reemtsma wird nicht begeistert sein, daß der Monitor fast keine Werbung von John Players Special zeigt.

„Technik die begeistert“ war übrigens mal ein Werbeslogan von Opel.

Ausgeben von Münzrollen für Dummys

Mal ein kleiner Exkurs, wie bei mir das Kleingeldholen so abläuft:

  • Ich gehe in der Bank an den Schalter und erkläre, welche und wieviel Münzrollen ich gerne hätte.
  • Dann lege ich den gleichen Wert in Scheinen auf den Tresen.
  • Der Lieblings-Kundenberater meines Vertrauens (da er hier mitliest: reicht das als Lobhudelei?) holt die Münzrollen, nimmt meine Scheine, zählt sie und übergibt mir dann die Rollen.
    Das kann aber auch schon mal schiefgehen: Münzrollen oder das, was sie mal waren

Gestern ging es schief, aber diesmal hatte er das Problem mit den kaputten Münzrollen.
Meine Scheine lagen schon auf dem Tresen. Während der Banker die Rollen holte, kamen wir ins Plaudern. Nachdem ich ihn ein wenig gereizt hatte, fing er mal wieder an, die Münzrollen an seiner Tischkante anzuschlagen. Leider hatte er vergessen, vorher meine Scheine zu nehmen. Also nahm ich sie wieder, steckte sie in meinen Kellnergeldbeutel und verabschiedete mich mit einem ordentlichen Lachen und dem Satz: „Ach, eigentlich brauche ich heute kein Kleingeld!“. Sein Gesicht war in diesem Moment mehr als ein Foto wert!
Er mußte nun auch lachen und weil ich schon lange nicht mehr so gelacht habe, nahm ich die Rollen dann trotzdem. Bin ja kein Unmensch 😉

Morgen wird übrigens gefeiert: 85 Jahre Weltspartag

worst case

Was habe ich für ein Glück gehabt… der worst case ist nämlich nicht eingetreten.

Die ersten beiden Gäste haben ihre Biere mit einem 50€-Schein bezahlt und der dritte dann erst mit einem 100er. „worst case“ wäre hier gewesen, wenn der 100€-Kandidat zuerst gezahlt hätte.
Trotzdem hatte ich am Ende viele große Scheine und kaum noch keine kleinen Scheine mehr (von wenigen 5€-Scheinen mal abgesehen).
Der nächste Gast hätte dann Münzrollen als Wechselgeld bekommen. Ich bin mir sicher, daß er spätestens dann in der Hosentasche oder im Geldbeutel noch einen passenden kleineren Schein gefunden hätte…

Kleingeld

Kannst Du Kleingeld gebrauchen?

Auf diese Frage wird jeder in der Gastronomie mit „Na klar“ antworten. Ich hatte schon Fälle, wo Gäste Rechnungen von bis zu ca. 15 Euro in Münzen bezahlt haben. Dabei ging es sogar so weit, daß einiges an Kupfergeld (also 1, 2 und 5 Cent-Stücke) dabei waren. Aber Geld ist nunmal Geld, also nehme ich das auch ohne Probleme an. Ich kann mir in solchen Situationen aber einen kleinen Kommentar nicht verkneifen:

Hast Du Dein Sparschwein geschlachtet?

Aber das ist noch nichts gegen einen (zu diesem Zeitpunkt noch) Junggesellen, der zwei Kränze (soetwas wie ein Bier-Meter nur eben rund) Longdrinks für seinen Junggesellenabschied in Münzen bezahlte. Der Rechnungsbetrag lautete auf 78 Euro. 😉
Zum Glück ist es nicht mir (und nicht bei mir) passiert. Sie (das „Opfer“) wird sich in Zukunft genau überlegen, was sie auf die Frage „Kannst Du Kleingeld gebrauchen?“ antworten wird.

Rekord: minimalstes Wechselgeld

Das mit dem Wechselgeld ist immer so eine Sache. Ich hole vor dem Wochenende immer die gleiche Menge an Wechselgeld. Aus Erfahrung reicht es zu 90% aus. Aber wie es reicht ist sehr unterschiedlich.
An dem Wochenende vor Weihnachten holte ich mal wieder Wechselgeld, das bis über Weihnachten hinaus (sind insgesamt 4 Tage Abendbetrieb) reichen sollte. Und natürlich hatte ich nach diesem Wochenende genausoviel Wechselgeld wie vorher, ich hatte keine einzige Rolle an Wechselgeld angerührt. Das lag aber nicht an fehlenden Gästen oder mangelndem Umsatz, sondern daran, daß jeder entweder großzügig aufgerundet hat oder mit Kleingeld bezahlt hat.
Letztes Wochenende war es hingegen ein wenig anders. Freitag verlief normal, so daß ich kein Wechselgeld nachgeholt hatte. Aber am Samstag mußte ich sehr viel Kleingeld rausgeben, so daß ich am Ende mit dem neuen Rekordminimalwechselgeld von exakt 2,21€ in den Feierabend ging. Aber alle Gäste bekamen ihr Wechselgeld, zwar nicht immer so groß wie möglich, aber Kleingeld ist ja auch Geld.
Positiver Nebeneffekt: das Zählen ging wesentlich schneller als sonst.

Zeche prellen

Gestern kamen kurz vor Feierabend noch vier Gäste in die Bar. Sie kramten alle in ihren Taschen, holten das restliche Kleingeld heraus und zählten es auf dem Tresen. Danach kam die Frage auf, was sie dafür noch bekommen würden. Es war mehr als genug und so einigten sie sich erstmal auf ein Bier und drückten mir einen Teil ihres Münzsammlung in die Hand und fragten, ob ich es nicht komisch fände, daß sie ihr Restgeld zusammensammeln und danach ihre Bestellung richten.
Ich sehe es als normal an, daß man schaut, wieviel Geld man hat und was man sich dafür leisten kann. Wer eben kein Geld mehr hat, geht entweder zur Bank, leiht sich bei Kumpels etwas oder beendet den Abend ganz einfach.
Die vier Jungs waren der gleichen Meinung und einer leistete sich dann den Versprecher des Abends:

Andi O.: Ich habe es noch nie geschafft, die Zeche nicht zu prellen! (gemeint war: nicht zu zahlen)