Autor: Thekenmeister

Pokern für Fortgeschrittene oder Richtiges Bluffen

Zum richtigen Pokern gehört natürlich auch richtiges Bluffen. Und das lief letzten Freitag richtig gut.
Der Chef spielt mit zwei Stammgästen am Tresen Poker. Der Einsatz belief sich im Cent-Bereich und wurde aus der Baileys-Blechdose geholt, in der immer die Kupfermünzen aus der Kassenabrechnung landen. Die Gäste konnten also ihren Einsatz wechseln (jeder 1 oder 2€). Er hat sich dann einfach eine Handvoll aus Dose geholt.
Nun mußte er aber noch in die Metro einkaufen und so mußte ich seinen Posten übernehmen. Dummerweise lief es nicht so gut, aber man verspielt ja leichter das Geld der anderen als sein eigenes. Und weil ich schon dabei war, aus der Dose Nachschub zu holen, fing ich an, ein paar Stapel mit 5-Cent-, 2-Cent und 1-Cent-Stücken zu bauen. Irgendwann wurde es langsam leer in der Dose. Meine beiden Mitspieler machten sich schon lustig darüber, daß ich des Chefs Kohle verzocke, damit es aber nicht so auffallen sollte, stecken die beiden Teile ihrer Siegesstapel in die Tasche. Nun sah es also auf den ersten Blick so aus, als ob ich der große Gewinner bin.
Chef kommt vom Einkaufen zurück, sieht meine Stapel: „Ich dachte, ich komme wieder, Du hast alles verzockt und die Dose ist halb leer“
Naja, die Dose war halbleer und wir mußten uns echt zusammenreißen um nicht loszulachen.
Nun setzte auch noch eine Glückssträhne ein, so daß ich vor den Augen des Chefs wirklich am Gewinnen war.

Da ich danach zur Arbeit mußte, spielte der Chef wieder für mich weiter. Wie ich dann von den beiden Gästen erfuhr, packte er am Ende 2€ in Kleingeld wieder in die Dose und den Rest in einen Aschenbecher, mit den Worten: „Der Gewinn ist für ihn, den hat er sich verdient“. 😉

Freitag abend

Ich freue mich schon auf Freitag. Vorhin hat mich der Chef wissen lassen, daß ich dann nämlich mit einer seiner Cafe-Aushilfen in der Bar arbeiten muß darf. Die wird sich mal wundern, was da so los ist. Und sie wird nicht dazu kommen, sich mit ihren Freundinnen zu unterhalten, die dann bestimmt wieder an meinem Tresen sitzen… 😉
Wenigstens läuft das Kassensystem nun und sie muß nicht erst noch die Preise lernen.

Konkurrenz

Nach Feierabend spricht mich mein Chef (Inhaber von zwei Cafes/Bars) an: „Sag mal, $mitarbeiterin war vorhin hier und hat nach Dir gefragt. Ich hab gemeint, daß Du drüben beim Arbeiten bist. Sie ist dann gleich wieder los. Sag mal, machst Du da nen Fanclub von Dir auf?“
Tja, Chef… Du mußt nicht immer meinen, daß die Menschen nur deinetwegen in Deine Bars kommen. 😉
Und ich muß mir anlasten, daß ich total vergessen hatte, daß ich eigentlich mit ihr ins myer’s gehen wollte (Donnerstag ist immer noch der beste Tag – mit DJ Montana). Sorry!

Zügiger angehen…

Meine ersten Gäste (ein Pärchen) heute waren der Top-Act des Abends. Bei meiner ersten Nachfrage, was es denn sein darf, kam als Antwort „huch, wir haben uns so verquatsch und noch nicht in die Karte geschaut“. Nachdem ich ein bischen für Ordnung gesorgt hatte und Kerzen angezündet hatte, wußten sie immer noch nicht, was sie nun trinken wollten. Naja, ein wenig unentschlossen, aber die werden schon sicherlich was auf der Karte finden. Zur Not könnten es ja auch Sachen sein, die nicht auf der Karte stehen.
Nun gut, also hab ich erstmal neues Eis geholt. Als ich wieder in den Raum kam, waren die beiden schon fast wieder auf dem Weg nach draussen. Sie entschuldigten sich, daß sie doch nichts wollten.

ich: Wo geht es denn nun hin?
er: Zur Tanke.
ich: Was wollt ich denn an der Tanke?
er: Wir haben beschlossen, daß wir es heute zügiger angehen. Und da bekomm ich für 5€ eine Flasche Vodka.

Nun gut. Unser Smirnoff-Wodka-Longdrink-Angebot von 3,50€ kann sich schon sehen lassen, aber mit selbstgemischtem Billig-Alkohol können und wollen wir auch nicht konkurrieren. Warum sie sich aber erst auf den Weg in eine Bar gemacht haben, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben.
Die beiden hatten hoffentlich noch einen schönen Abend. Blogeintrag statt Trinkgeld… das ist auch etwas wert.

vergessliches Personal

Dieser Mitarbeiter gilt im Allgemeinen als sehr vergesslich. Und wenn ich das so schreibe, dann meine ich auch, daß er sehr vergesslich ist. Würde sein Kopf nicht angewachsen sein, würde er bestimmt den halben Tag ohne Kopf durch die Gegend laufen.
Aktueller Fall von heute:
Er trinkt 2 Feierabendbierchen und bevor er sich dann verabschiedet, fragt er noch extra: Hab ich auch alles? Und dann hat er seinen Schlüssel genommen und ist gegangen. Beim Aufräumen ist seine Jacke aufgetaucht, die er auf einen Stuhl gelegt hatte…

Nachtrag:
Zwischenzeitlich hatte er dann noch den Chef angerufen, ob sein Portemonaie und seine Jacke liegen geblieben sind. Tja, die Jacke wurde gefunden, sein Portemonaie nicht. Das fand er dann aber (nach eigener Auskunft) nach 20 Minuten neben seinem Drucker.

Die Karawane zieht weiter…

Freitag war die Bar mal wieder gut gefüllt, so daß zwei Stammgäste (weiblich) nicht wie die letzten Wochen „ihren“ Tisch bekamen und mit dem so genannten „Kamin“ vorlieb nehmen mussten. Bei dem Kamin handelt es sich um eine kleine Ecke, die früher mal einen Kamin beherbergte, und nun aus einer kleinen Ablage und Barhockern besteht. Wirklich gemütlich ist es dort aber nicht. Irgendwann wurde nun auch ein anderer Tisch frei und die Damen zogen zu diesem um. Sie waren aber so schnell, daß ich noch nichtmal mit dem Saubermachen hinterherkam. Und als dann ihr Stammplatz frei wurde, sind sie zum zweiten Mal umgezogen und hinterliessen wieder ein Chaos an dem Tisch. Warum treffen viele Raucher eigentlich den Aschenbecher nicht immer (mich inklusive)?
Positiv: Wenigstens gab es dann pro Tisch einen Euro Trinkgeld 😉