Schlagwort: Mädels

verpeilte Mitarbeiter

Manchen Mitarbeitern kann man Sachen zigmal erklären und sie setzen es nicht um. Sie wissen zwar schon, daß ich es ihnen mal gesagt habe. Oder sie wissen, wie es sein soll, wenn ich sie darauf anspreche. Allerdings handeln sie gerne ganz anders. Sie haben es nicht verinnerlicht!

Beim Pizzablogger bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen:

Ich glaub ich muss Konventionalstrafen einführen. Mund fusslig reden, hilft ja wohl nicht: Dass sie nie-, niemals Stecknadeln auf dieses Regalbrett legen sollen. Oder eben den Topf woanders hinstellen.
Wie kommt die Stecknadel in die Sauce

Ich löse solche Fälle ein wenig „anders“.
Für Altglas haben wir eine Plastikkiste. Pfandflaschen gehören dort nicht hinein. Das habe ich den Servicemädels auch schon mehrfach erklärt. Die Pfandflaschen werden in Getränkekisten gesammelt und nach Feierabend dann sortiert im Keller in die Leergutecke gebracht. Und die Unterscheidung ist auch nicht schwer: Spirituosenflaschen ab in die Altglaskiste, den Rest in die Getränkekisten.

An einem Abend haben es beide Service-Mädels geschafft, die San Pellegrino-Flaschen zum Altglas zu packen. Das war der Zeitpunkt, wo ich mir einen kleinen Spaß erlaubt habe: als beide vor der Theke unterwegs waren, wanderte die Pfandflasche auf wundersame Weise wieder direkt auf die Theke unter den Zapfhahn. Und wieder nahm eine der beiden die Flasche und legte sie ins Altglas. Ich stellte sie dann wieder auf die Theke, von wo sie wieder im Altglas landete. Das ging mehrfach so hin und her. Da das Spiel auf absehbare Zeit wohl so weitergehen würde, fing ich an, eine Strichliste zu führen. Am Schluß hatte die eine 7 Mal und die andere 8 Mal die Flasche von der Theke an die gleiche Stelle im Altglas gelegt!
Danach habe ich sie nur gefragt: Wieviel Wasser haben wir heute verkauft? Und wieviele Flaschen Leergut hast Du von der Theke genommen?

Damit war das Thema durch. Und seitdem kommt es auch nicht wieder vor.

PS:
Ja, ich weiß, daß ich ein wenig fies sein kann. Eine von den zwei Mädels war übrigens die, die ich damals schon auf die (nicht aufgebaute Terrasse) zum Bestellungen einholen geschickt habe. 😉

Nein danke, ich nehme nichts!

Es ist Samstag Abend. Kurz bevor das Hauptgeschäft losgeht. Ein Großteil der Tische ist für wenig später reserviert. Vier Mädels und ein Kerl betreten die Bar. Zielstrebig setzen sie sich an einen Tisch, der bis zu 6 Personen Platz bietet. Sie nehmen sich die Karten und fangen an zu lesen. Irgendwann legen sie sie dann wieder zur Seite. Das ist ein deutliches Zeichen, daß der Gast etwas bestellen will. Also mache ich mich auf den Weg zu dieser Gruppe.

ich: Hi, was darf ich euch bringen?
PatientKandidatin 1: Ich will nichts!
Kandidatin 2: Ich warte noch!
Kandidatin 3: Ich will auch noch nichts!
Kandidatin 4: Ich muß eh gleich wieder los!
Kandidat 5: Ich nehme eine kleine Cola!

Das war der Moment wo ich ich mir „ein wenig“ verarscht vorkam. Ich schaue den armen Kerl (der ja als einziger Umsatz machen wollte), sehr komisch an. Das verleitet ihn zu weiterer Kommunikation:

Kandidat 5: Habt ihr keine Cola?
ich: Doch, schon. Aber ich habe keine Plätze für fünf Personen, von denen nur einer etwas trinkt. Wenn ihr im Warmen sitzen wollt, dann geht in die Bahnhofswartehalle! Hier ist eine Bar!

Die Damen schauen sich ein wenig ungläubig an und klären mit ihren Blicken, ob sie nun bleiben sollen oder doch ihr Geld in etwas zu trinken investieren wollen. Sie entscheiden sich für eine Bestellung. Insgesamt waren es dann zwei kleine Cola, ein Red Bull, ein kleines Schwip Schwap und ein kleines Bitter Lemon.
Ich hoffe, sie verirren sich bei ihrem nächsten Ausgeh-Abend in eine andere Bar.

Ähnlich erging es Jörg Meyer im Le Lion: Ein Erfahrungsbericht. Sehr lesenswert!

Musikwünsche

Nur fürs Protokoll:

Nein, ich kann nicht nachschauen, ob ich bestimmte Songs zur Verfügung habe, wenn die Bar komplett gefüllt ist und die Bon-Schlange ca. 50cm lang ist, nur weil einem Gast die Musik nicht gefällt…
und die Service-Mädels haben zu solchen Zeiten auch etwas anderes zu tun (neben gut aussehen, die Gäste mit Getränken zu versorgen und dabei noch diverse Kilometer zu laufen).

Danke für das Verständnis!

Aufmerksames Lesen

Gestern erreichte mich während der Arbeit eine SMS eines Gastes:

Sers! komm morgen mit paar studenten vorbei. feier in meinen geburtstag rein. machst ein bißchen länger auf? platz wirds schon haben oder?

Also habe ich gewartet, daß die Jungs und Mädels vor 0 Uhr bei mir vorbeischauen. Sie kamen aber nicht. Es kann gut sein, daß sie schon ein bischen vorgeglüht haben und deswegen die Zeit vergessen hatten. Nun wartete ich darauf, daß sie eben nach 0 Uhr kommen. Einem Freund und Stammgast erzählte ich dann, daß ich mir schon ein bischen Sorgen mache, wo sie nun bleiben. Denn eine SMS, daß sie nicht mehr kommen, kam auch nicht.
Später kam dann meine Freundin vorbei, der ich von meiner Problematik berichtete. Ich las ihr dann auch die SMS vor…

Sers! komm morgen

Und sofort war mir klar, warum sie noch nicht da waren. 😉
Tja, manchmal reicht aufmerksames Lesen!

Mit Profis arbeiten

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Ich will doch nur einmal mit Profis arbeiten!

Diesen Spruch können sich meine Mädels im Service in verschiedenen Varianten immer mal wieder anhören, wenn etwas schief läuft. Umgekehrt bekomme ich ihn auch zu hören, wenn ich Mist baue. Ist ja auch ok.

Gestern hatte ich die Chance, mal mit wirklichen Profis zu arbeiten:
Helmut Adam vom Mixology, Christian aus der Cocktailwelt und Dominik Falger aus dem Burj al Arab, der seinen Urlaub hier verbrachte
Eines muß man den Jungs lassen: Gläser polieren haben sie wirklich drauf! 😉

Und nun weiß ich auch, warum Helmut „nur“ über die Szene schreibt und nicht mehr selbst aktiv in Bars arbeitet: statt Umsatz zu machen, verschenkt er Prosecco an hübsche Mädels, wenn sie auf den Tischen tanzen.

Ich danke euch! Das war ein wirklich einmaliger Abend!

Nachtrag:
Der Abend aus Christians Sicht: Cocktailwelten – Repeal Day in Ulm

Kommentar des Abends

Gestern hatte ich mal wieder ein paar Gäste, die sich hier verewigen wollten.
Sie kamen aus einer anderen Bar, ein Mädel von ihnen hatte Geburtstag und sie wollten einen schnellen Kurzen trinken. Am Ende haben sie sich für „Ficken“ entschieden (im Endeffekt nichts anderes als normaler Joster). Eine der Damen wollte ihren Schnaps (2,50€) bezahlen und reichte mir einen 20€-Schein mit dem Kommentar:

Sorry, ich habe es leider nicht kleiner!

Hey! Ein 20€-Schein ist ziemlich harmlos. Ab 50€ kann man anfangen, sich zu entschuldigen.
Andererseits gibt es auch Artgenossen, die einen Cocktail ohne Kommentar mit einem 200€-Schein bezahlen wollen und dann voller Unverständnis sind, weil man nicht wechseln kann.