Schlagwort: Junggesellenabschied

Kleingeld

Kannst Du Kleingeld gebrauchen?

Auf diese Frage wird jeder in der Gastronomie mit „Na klar“ antworten. Ich hatte schon Fälle, wo Gäste Rechnungen von bis zu ca. 15 Euro in Münzen bezahlt haben. Dabei ging es sogar so weit, daß einiges an Kupfergeld (also 1, 2 und 5 Cent-Stücke) dabei waren. Aber Geld ist nunmal Geld, also nehme ich das auch ohne Probleme an. Ich kann mir in solchen Situationen aber einen kleinen Kommentar nicht verkneifen:

Hast Du Dein Sparschwein geschlachtet?

Aber das ist noch nichts gegen einen (zu diesem Zeitpunkt noch) Junggesellen, der zwei Kränze (soetwas wie ein Bier-Meter nur eben rund) Longdrinks für seinen Junggesellenabschied in Münzen bezahlte. Der Rechnungsbetrag lautete auf 78 Euro. 😉
Zum Glück ist es nicht mir (und nicht bei mir) passiert. Sie (das „Opfer“) wird sich in Zukunft genau überlegen, was sie auf die Frage „Kannst Du Kleingeld gebrauchen?“ antworten wird.

Bier selber brauen

Bierbrauen ist ein lebensmitteltechnologischer Prozess zur Herstellung von Bier.

So schreib die Wikipedia zum Thema. Bier selber brauen ist also ein lebensmitteltechnologischer Prozess zur Herstellung von eigenem Bier.
Was so formal eher langweilig klingt, ist in Wirklichkeit eine Menge Arbeit und viel Spaß.

Ich kam vor drei Jahren schon einmal in den Genuß des Bierbrauens. Damals wurde ein Kumpel 30. Und zum 30. muß man sich schon etwas besonderes ausdenken. Durch Zufall unterhielt ich mich auf einer Studentenparty mit einem gelernten Brauer und schon war die Idee geboren, daß wir Bier brauen werden. Und zeitlich paßte auch alles. Wir hatten noch fast 5 Monate Zeit, um Termine zu finden, an denen wir die geheime Bierbrau-Aktion starten konnten.
Durch Kontakte war auch schnell das passende Equipment besorgt. Den Sud in kleinen Töpfen anzusetzen ist schon eine Sisyphus-Arbeit und deswegen fuhren wir gleich großen Kaliber auf und besorgten uns eine Gulasch-Kanone. Als Gärfaß mußte dann ein Most-Faß herhalten, das in einem absperrbaren Kühlschrank in der studentischen Bar gelagert wurde. Abgefüllt wurde das Bier dann in Bügelflaschen von der Berg-Brauerei. Passende Etiketten wurden auch noch schnell entworfen und am Vorabend auf die Bierflaschen aufgebracht.

Selber Bier zu brauen war ein voller Erfolg. Das selbstgebraute Bier war schneller weggetrunken als die gleiche Menge vom Rothaus Pils, das wirklich auch nicht zu verachten ist. Damit haben die Gäste der Geburtstagsparty nicht nur ein Anstands-ProBIER-Bier getrunken, sondern immer wieder bei dem selbstgebrauten Bier zugelagt. Ein besseres Kompliment gibt es wohl nicht.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, kann bei Jochen Schweizer und seinen Erlebnisgeschenken unter anderem auch ein Bier-Braukurse buchen und sehen, wie man selbst Bier braut. Vielleicht ist es auch ein idealer Start in einen Junggesellenabschied.

und es kommt immer schlimmer

Die letzten Wochen mußte ich mich zum Großteil mit feiernden Abiturienten abgeben. Es ist echt faszinierend, wie sich diese angehende „Bildungselite“ daneben benehmen kann. Während der Prime Time nervten sie mich mit irgendwelchen Musikwünschen von mir unbekannten Gangsta-Rappern (zumindest ließen die Namen das erahnen), wollten dann teilweise selbst die Musik aus meinen CDs aussuchen und zerpflückten die Bierdeckel, daß wirklich alles zu spät war. Von dem mageren Trinkgeld mal ganz abgesehen.
Aber der Hammer waren diese Woche Medizinstudenten, die ihren Abschluß feierten. Schlimmer geht es echt nicht! Da ist selbst der betrunkenste Junggesellenabschied noch harmlos.
Ich bin mal gespannt, welche Herausforderungen ich dann nächste Woche meistern muß.

Junggesellenabschiede und Leichenwagen

So ein Junggesellenabschied bedeutet in aller Regel viel Spaß und Unterhaltung.
Ein Leichenwagen steht wohl eher für das Gegenteil.

Nun berichtet aber der Spiegel von einem Straßburger, der einen schwarzen Cadillac Leichenwagen für Junggesellenabschiede zur Verfügung stellt. Damit können die angehenden Ehemänner und Ehefrauen ihr bisheriges Single-Leben zu Grabe tragen. Eine nette Idee.

Mehr dazu im Spiegel.

Unbeliebte Gäste

Immer diese Junggesellinnenabschiede!

Am Samstag ist so ein Haufen bei mir in die Bar eingelaufen. Und es ergab sich gleich folgender Dialog:

eine der Frauen: Ich hoffe, Du schmeißt uns nicht gleich raus!
ich: Nein, wieso sollte ich?
sie: Wir wollten eben in die $andereBar und da haben sie uns gleich rausgeworfen!
ich: Wieso das denn?
sie: Sie wollen keine Junggesellen-Abschiede bei sich in der Bar!

Ich finde es faszinierend, wie pauschal manche Menschen denken. Junggesellenabschied ist nicht gleich Junggesellenabschied. Die Damen waren nicht mit einem dieser berühmten Bauchläden unterwegs, waren nicht sturzbetrunken (noch nicht einmal angeheitert) und liefen nicht in übergroßen Motto-T-Shirt herum, auf denen dann alle möglichen Personen unterschreiben müssen. Sie waren lediglich gleich angezogen (weiße Blusen und eine sehr locker gebundene Krawatte) und trugen etwas extravagante Hüte.

Ich sage hiermit danke an die Mitbewerber für den guten Umsatz, den ihr uns beschwert habt! Die Damen waren trinkfreudig, sehr nett, anständig (sie fragten sogar, ob sie die Cocktails mit nach draußen zum Rauchen nehmen dürfen) und spendabel beim Trinkgeld. Wenn ihr das nächste Mal wieder so angenehme Gäste vor die Türe setzt, dann schickt sie doch gleich zu mir, bevor sie orientierungslos und durstig durch die Stadt irren.

Happy Hour mal anders

Ein paar Kleinigkeiten zum Thema Happy Hour:

Mit dem 7.7.2007 war der Hype der diesjährigen Hochzeiten und den damit verbundenen Junggesellenabschieden noch nicht vorbei.
Am Wochenende hatte ich wieder einen großen Junggesellinnenabschied bei mir auf der Außenterrasse. Die Mädels kamen deutlich vor der Happy Hour und bestellten fleißig Cocktails. Als dann die Happy Hour angebrochen war, wollten sie weiter. Und da ja nun Happy Hour war, wollten sie ihre Cocktails, die sie vor der Happy Hour getrunken haben, zum Happy Hour-Preis. Gab’s dann natürlich nicht. Aber ich frage mich, warum vorher noch keine anderen Gäste auf solch eine kreative Idee gekommen sind.

Happy Hour beim Computerladen:
Letztens mußte ich für den Chef im Computerladen um die Ecke einen RAM-Riegel besorgen, weil diese im Angebot waren. Als ich dann statt knapp 50 Euro nur etwas um die 35 Euro zahlen mußte, war ich schon etwas verwirrt. Des Rätsels Lösung: an diesem Tag zwischen 14 und 18 Uhr gab es RAM nochmal billiger. Und auf der Rechnung stand dann auch wirklich „Happy Hour Shopping“!

Happy Hour auf Deutsch:
Über den Beitrag Happy Hour im tazblog bin ich auf die Aktion lebendiges Deutsch aufmerksam geworden. Im Juni wurde dort ein deutscher Begriff für „Happy Hour“ gesucht und gefunden: Blaue Stunde. Die Blaue Stunde ist bei mir eher nach der Happy Hour, wenn die Gäste blau nach Hause wanken 😉
Das „Schnäppchenstündchen“ aus dem tazblog gefällt mir da schon deutlich besser.