Schlagwort: Havana Club

Freakshow

Also Samstag abend war bei mir mal wieder Freakshow angesagt. Manchmal hat man tagelang nur normale Gäste und ist nicht zufrieden, weil es keine blogbaren Ereignisse gibt. Und dann gibt es Tage, da kommt alles auf einmal. So wie am Samstag.

Die Highlights:

Ein etwas angetrunkener junger Mann setzt sich an den Tresen und bestellt einen Screwdriver. Da dieser nur aus Wodka und Orangensaft besteht ist es eigentlich ein Longdrink, der im hohen Glas gemischt wird. Wahlweise kann man ihn auch Shaken und dann das Ergebnis durch ein Barsieb auf frische Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben. Longdrinks kosten bei uns 4,90€, geshakte Cocktails fangen bei 5,90€ an. Da er mir 15 Euro hinhielt, hat es ihn nicht wirklich gestört, daß ich den kleinen Aufpreis fürs Shaken kassiert habe. Er war sichtlich erstaunt, wie günstig der Screwdriver war. Keine Ahnung, wo der Kerl sonst so verkehrt. Nach den ersten paar Zügen am Strohhalm lag er jedenfalls mit dem Kopf auf dem Tresen…

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Vorfreude

Einmal werden wir noch wach, heissa, dann ist Freudentag!
Morgen kommt der Vertreter von Pernod-Ricard und bringt Geschenke. Zu seinem Repertoire gehören nämlich auch Havana Club und Ramazzotti. Was er alle anschleppt, weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall werden Ramazzotti-Flipflops und Havana-Club-Schlüsselanhänger dabei sein.

Da werde ich eine Freundin wieder glücklich machen können. Sie ist die absolute Ramazzotti-Verehrerin und freut sich über alles, was dieses Logo enthält. Es war echt ein toller Anblick, als sie diesen Sommer mit mir auf einem Event gearbeitet hat und dort in Ramazzotti-T-Shirt, Ramazzotti-Basecap, Ramazzotti-Schürze und Ramazzotti-Sandalen mit einer aufblasbaren Ramazzotti-Flasche rumgelaufen ist, die ca. 40cm größer als sie war. 😉

Dazu kommt noch, daß dieser Vertreter einer der netten Sorte ist, mit dem man echt gut auskommt und der einen nicht über den Tisch ziehen will.

Cuba Libre II

Dienstag ist bei uns Cuba Libre im Angebot, d.h. leckerer Cuba Libre mit Havana Club-Rum für 3 Euro. Da kann man mal nicht meckern. Und viel schreiben kann man (ich) darüber auch nicht. Aber heute gab es mal echt eine Situation, wo ich echt sprachlos war. Ich war nicht im Service, sondern saß nur an der Theke rum und habe meinen freien Tag genossen.

Vier Personen (wahrscheinlich zwei Pärchen) bestellen vier Cuba Libre und nippen deutlich länger als der Durchschnitt an diesem Getränk. Beim Kassieren („Zusammen oder getrennt?“) spielt sich eine der Damen als große Gönnerin heraus und erklärt den anderen Drei feierlich:

Ich lade euch ein!

4 Cuba Libre zum Spezialtarif macht genau 12 Euro. Und sie hat genau 12 (in Worten: zwölf) Euro bezahlt. Kein Trinkgeld, null, nada, niente.

Also, wenn ich jemanden einlade, dann ist das ein Zeichen der Großzügigkeit. Und dann will ich nicht vor den Eingeladenen dumm dastehen und das Rückgeld centgenau haben. Immerhin lade ich jemanden ein und kann es mir leisten, diejenigen einzuladen. Warum die Dame nun so knickerig war, weiß ich nicht (und will es eigentlich auch nicht wissen).

Cuba Libre

Weil die Stadt es sich fürstlich bezahlen läßt, wenn man die Bar/Cafe/Discothek länger als vorgeschrieben offen haben will (nennt sich Sperrzeitverkürzung und kostet pro Stunde), gibt es nicht viele Möglichkeiten, wenn man nach Feierabend (3 Uhr) und Aufräumen, Saubermachen und Nachfüllen noch irgendwo hinwill. Manche Läden haben noch bis 4 Uhr offen, aber das lohnt nicht wirklich. Bis 5 Uhr gibt es dann nur wenige Alternativen.

Gestern haben wir dann mal eine neue Alternative ausgetestet. Mein Kollege ging an die Bar, fragte die Aushilfskraft hinter dem Tresen, ob sie ihm auch einen Cuba Libre machen könnte. Klar, kein Ding, meinte sie.
Was er bekam: ein Longdrink-Glas (0,2l), insgesamt zu 2/3 gefüllt mit irgendwelchem Rum, komischen Cola-Gebräu aus der 1,5l-Einwegpfandflasche, garniert mit einer halben Scheibe Zitrone, kein Eis. Dafür wollte sie dann auch noch 4 Euro haben.
Ich habe es leider nicht direkt miterlebt, sondern nur aus der Ferne beobachtet. Aber mir hätte sie das Gemisch nicht als Cuba Libre angedreht.

Laut Wikipedia besteht Cuba Libre aus:

  • 4 cl kubanischer Rum
  • 4 Limettenachtel
  • Cola
  • Eiswürfel

Ich tendiere eher zu 5cl Rum, und zwar Havana Club Añejo 3 Años, nicht weil es schneller dicht macht, sondern weil es besser schmeckt. Und so bekommen ihn dann auch meine Gäste.

Nachbetrachtung vom Freitag

Am Freitag hatte ich ja eine neue Servicekraft. Ich habe gespannt gewartet, bis sie zur Stoßzeit die Arbeit antreten wird.
Und wie erwartet war die erste Amtshandlung des faulen Stücks meiner Servicekraft das Herausholen von einer Zigarette und Feuerzeug. Natürlich mußte ich sie davon abhalten (hrhr, bin schon ’nen fieser Kollege) und machte ihr klar, daß schon viel los war, sie sich doch bitte eine Schürze anziehen und sich mit dem Tresen und der Kaffeemaschine vertraut machen möge. Sie legte, die Zigarette und das Feuerzeug zur Seite und fing an. Da es gerade ruhig war und der nächste Ansturm die Bestellungen für die Happy Hour gewesen wäre, habe ich mir ein bischen Auszeit gegönnt, ihre Kippe genommen, angezündet und geraucht, während sie sich umgezogen hat. Ich habe ihr dann noch ein paar wichtige Dinge erklärt und los ging es. Kurz später habe ich sie dann unterbrochen und ihr vor der Happy Hour noch eine Kippenpause auferlegt (oha, bin ich großzügig):

sie: Danke.
ich: Keine Ursache. Ich bin ja kein Unmensch, es wird gleich noch stressig genug. Und die Kippe hast Du Dir schon verdient.
(dabei halte ich ihr den Rest von meiner Zigarette hin)
sie: Iiiih, den Rest von Deiner Zigarette will ich nicht rauchen!
ich: Das ist nicht meine Zigarette, es ist Deine…

Sie schaut nur auf den Platz, wo sie vorhin ihr Feuerzeug und die Zigarette deponiert hatte und sieht lediglich das Feuerzeug… Sie ist echt goldig, wenn sie sich aufregt 😉

Nun ja, sie war flott unterwegs, mußte aber komischerweise immer mit ihren Freundinnen zwischendrin quatschen. Daß sie die Bestellungen für die Tische nicht nummeriert hat und teilweise gar keine Nummern auf die Zettel geschrieben hat, war eigentlich nicht mein Problem, weil sie ja die Getränke ausliefern mußte. Sie hat es aber ordentlich auf die Reihe bekommen.
Ich als Theker hatte auch in der Happy Hour immer wieder ein paar Minuten, in denen ich keine Cocktails shaken mußte, und so erzählte ich ihr, als sie meinte, daß viel los sei, daß sie froh sein könne, daß sie nicht da ist, wenn hier richtig viel los ist. Ich weiß nicht, ob sie mir es wirklich geglaubt hat. Aber die Wochenenden vorher waren deutlich stressiger.
Sie ist dann nach ca. vier Stunden mit ihren Mädels noch auf einen Geburtstag verschwunden und ich hatte trotzdem noch gut zu tun (oft ist es so, daß nach der Happy Hour ein wirklicher Einbruch ist und die Gäste zum großen Teil verschwinden).
Der Chef kam dann gegen 3 Uhr vorbei, half noch eben beim Aufräumen und Saubermachen und verkündete nach Sichtung der Einnahmen einen neuen Freitagsrekord. 😉 (Es lag aber nicht nur an der Servicekraft (sie hat eine sehr nette Oberweite, was aber bei einem Frauenanteil von ca. 60% nicht wirklich zieht), sondern auch an den Gästen die kurz nach der Eröffnung die Bar gestürmt hatten und sich dann dem Alkoholkonsum hingegeben haben und, wobei eine Gruppe fast eine Flasche von dem Havana Club Añejo 7 Añjos geleert hat.

Dreharbeiten

Heute wurde eine kleine Besäufnis-Szene für den neuen Film der Medienoperative Ulm an meinem Arbeitsplatz gedreht. Genau betrachtet war sie eigentlich gar nicht so klein. Sie bestand aus 5 Darstellern, davon zwei der Hauptcharaktere, 2 junge Statisten-Mädels und 1 Ersatzbarkeeper, vielen leeren Flaschen (hauptsächlich Havana Club, Smirnoff und eine 5l-Flasche Bacardi, alle anderen waren 1l-Flaschen), gefakten Cocktails und Wein (sonst wird man ja total besoffen, wenn Szenen mehrfach gedreht werden müssen) und dem ganzen Filmteam, sowie weiteren Statisten, die für eine ausreichende Soundkulisse sorgen sollten.
Es war sehr spassig, ging relativ schnell rum, aber so ganz ohne Schaden zu hinterlassen ging es nicht. Die riesige Bacardi-Flasche und mehrere Havana-Club-Flaschen sind zu Bruch gegangen. Ist ja eh nur Glas.