Schlagwort: Getränke & Spirituosen

Cuba Libre II

Dienstag ist bei uns Cuba Libre im Angebot, d.h. leckerer Cuba Libre mit Havana Club-Rum für 3 Euro. Da kann man mal nicht meckern. Und viel schreiben kann man (ich) darüber auch nicht. Aber heute gab es mal echt eine Situation, wo ich echt sprachlos war. Ich war nicht im Service, sondern saß nur an der Theke rum und habe meinen freien Tag genossen.

Vier Personen (wahrscheinlich zwei Pärchen) bestellen vier Cuba Libre und nippen deutlich länger als der Durchschnitt an diesem Getränk. Beim Kassieren („Zusammen oder getrennt?“) spielt sich eine der Damen als große Gönnerin heraus und erklärt den anderen Drei feierlich:

Ich lade euch ein!

4 Cuba Libre zum Spezialtarif macht genau 12 Euro. Und sie hat genau 12 (in Worten: zwölf) Euro bezahlt. Kein Trinkgeld, null, nada, niente.

Also, wenn ich jemanden einlade, dann ist das ein Zeichen der Großzügigkeit. Und dann will ich nicht vor den Eingeladenen dumm dastehen und das Rückgeld centgenau haben. Immerhin lade ich jemanden ein und kann es mir leisten, diejenigen einzuladen. Warum die Dame nun so knickerig war, weiß ich nicht (und will es eigentlich auch nicht wissen).

Gäste und der Drang nach alkoholfreiem Bier

Am Samstag kamen kurz vor Schluß noch zwei Herren in die Bar und verlangten nach akoholfreiem Bier. Das gibt es bei uns aber nicht mehr, da es nur alle halbe Jahre mal getrunken wird. Ich habe die beiden dann auf die Karte verwiesen. Als Ausweichmöglichkeit bin ich nun von Wasser, Saftschorle oder Radler ausgegangen. Doch was bestellen die beiden?
einen Cuba Libre und einen Caipirinha
Diese Drinks sind zwar nicht wirklich alkoholfrei, aber sie werden wohl schon einen Grund gehabt haben, dies zu bestellen. Am Ende waren wollte er dann sogar noch einen weiteren Cuba Libre. Das nenne ich mal Gewinnmaximierung. 😉
Prost!

Ich nehme…

Ein jugendlicher Gast betrat mit drei Mädels (von denen ich eine kenne, weil sie eine Art Kollegin ist (arbeitet im Donauturm)) die Bar und laß sehr unentschlossen die Karte.

Gast: Ihr hattet mal diese süße Limonade aus den USA mit Koffein. Ich weiß jetzt nicht mehr wie die heißt…
ich: Du meinst „Mountain Dew‚.
Gast: Genau. Das nehme ich.
ich: Nein.

Er schaute relativ verwirrt, aber als ich ihm erklärte, daß wir Mountain Dew nicht mehr führen und die Restbestände aufgebraucht sind, fanden es (zumindest) die drei Mädels, mit denen er da war, sehr witzig.

Montag: Montagsbar

Montag ist Montagsbar. So einfach ist das.
Dabei handelt es sich um eine Bar in einem Studentenwohnheim, die von Studenten betrieben wird. Und da ich vor langer Zeit dort auch mal wohnte, ist mein erster Gang gleich immer hinter den Tresen. Und schon ging die Arbeit der Spaß los. Drei Gestalten, die ich vor Wochen dort schonmal gesehen hatte, wollten, daß ich ihnen wieder meinen Special-Drink mache, den ich ihnen beim letzten Mal vorgesetzt habe. Nun gut, so „special“ ist der nicht. Es war der Versuch, mit dem günstigen Alk einen B-52 zu schichten, was in einem schönen Misch endete, den Jungs aber wunderbar geschmeckt hat.

Und dann war da noch eine meiner weiblichen Gäste, die erstaunt war, mich auch hinter diesem Tresen zu sehen:

sie: Gehört Dir die Bar auch?

Irgendwer hatte ihr erzählt, daß es meine Bar sei. Natürlich habe ich nicht einen auf dicke Hose gemacht und jegliche Teilhaberschaft abgestritten. Ich werde auch von diversen Gästen oft angesprochen, ob es meine Bar sei, weil es so aussieht, als ob ich mit voller Überzeugung dort arbeite. Es ist nunmal auch so. Ich arbeite dort, weil es mir Spaß macht. Und wenn es die Gäste so wahrnehmen ist das ein tolles Lob.

Vertreter

Chef ist ja nun in Urlaub, der Personalmangel akut (ein Eintrag zu Personalsuche wird wohl noch kommen) und so habe ich sein Cafe tagsüber schmeißen dürfen.

Und weil der Chef mal nicht da ist, kommt doch glatt der Afri-Cola-Vertreter auf einen Überaschungsbesuch vorbei. Viel zu schwätzen gab es nicht, er war irgendwie komisch: kein wirklicher Vertreter wie er für die Gastronomie taugt, vom Alter zwischen dem Ex-Red-Bull- und dem Paulaner-Vertreter, aber er wirkte deutlich spiessiger und nicht so lässig.
Wenigstens hat er Geschenke dagelassen: die neue Afri white und Afri classic (jeweils in der „special“ 250ml Gastronomie-Edition in der Dose). Geschmacklich kann ich die Neue noch nicht beurteilen, weil ich mich noch nicht an die Diät-Limonade (so ählich steht es auf der Dose) rangetraut habe.

Schnäpsle

Trinken wir erstmal ein Schnäpsle?

Das war der erste Satz, den wir vom Getränkelieferanten-Vertreter zu hören bekommen haben, nachdem er aus dem Auto ausgestiegen ist. Bei manchen Vertretern freut man sich immer wieder, wenn man mit ihnen Kontakt hat. Und er ist so einer. Immer lustig drauf, kompetent, ehrlich und zuverlässig. Mit solchen Leuten macht das Arbeiten Spaß (auch wenn er diesmal keinen Schnaps ausgepackt hat).