Schlagwort: Edgar

Verwunderung

Es gibt immer wieder Momente, die überraschen. Seit nunmehr etwas über zwei Jahren haben wir in der Bar die Gratispostkarten von Edgar. Wenn der Verteiler kommt, steckt er die Karten, wir tauschen neueste Gastronomie-Gerüchte aus und er zieht dann weiter. Aber er hat noch nie etwas getrunken! Noch nie!

Letzte Woche kam es zum Bruch. Er kam herein, stellte seinen Karton mit Postkarten auf die Theke.

er: Mach mir mal einen Cuba Libre!
ich: Du willst einen Cuba Libre?
er: Ja!
ich: Du kommst nun schon jahrelang hier rein und hast noch nie etwas getrunken! Wie kommt es, daß Du heute eine Cuba willst?
er: Ich habe Kopfschmerzen und brauche etwas dagegen!

Des Menschen Wille ist ja nunmal sein Himmelreich, also bekam er seinen Cuba Libre. Beim nächsten Besuch werde ich dann erfahren, ob Cuba Libre ein geeignetes Mittel gegen Kopfschmerzen ist. Ich bin schon gespannt, mit welcher Aktion er mich dann verwirren will.

Bacardi Razz

Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal über Bacardi Razz gestolpert bin. Ich habe mich auch nicht weiter damit beschäftigt, wahrscheinlich deswegen, weil es eben „nur“ ein Rum mit Himbeer-Aroma ist.

Nun hat am Wochenende ein Gast zum ersten Mal nachgefragt, ob ich Bacardi Razz hätte. Hatte ich natürlich nicht. Werde ich auch wohl nie haben. Früher hatten wir mal Smirnoff Twist, aromatisierter Wodka in den Geschmacksrichtungen Himbeere, Orange, Vanille und Zitrone. Selbst mit Werbe-Aufstellern waren sie ein absoluter Flop. Die einzige aromatisierte Spirituose, nach der häufiger gefragt wird, ist Zimt-Tequila.

Aber zurück zum Razz:
Wie kommen die Marketing-Experten von Bacardi auf die Idee, ihr Produkt nach einer Poker-Variante zu benennen, bei der die schlechteste Hand gewinnt? Offiziell ist das Razz wohl von Raspberry (also Himbeere) abgeleitet. Aber geschickt ist die Namenswahl nicht gerade. Auch sonst halten sie sich mit Werbung eher bedeckt.

Nun bin ich über die Party-Community zu Razz, wortspielenderweise Razzidenz genannt, auf eine gemeisame Werbe-Aktion von Bacardi und Edgar aufmerksam geworden. Jeder konnte Werbemotive einreichen und Preise ergattern. Das Sieger-Motiv erscheint auf 250.000 Werbepostkarten in 47 Städten Deutschlands. Nun heißt es nur noch abwarten, bis die Karte bei mir im Postkartenständer hängt. Und vielleicht kommen die Macher der United Ambient Media AG, die hinter Edgar stecken, oder Bacardi selbst auch auf die Idee, dem Verteiler eine kleine Warenprobe mitzugeben. (kleiner Wink mit dem Zaunpfahl nach Hamburg…)

Warum Gratispostkarten für Gastronomen sinnvoll sind

Gestern war Donnerstag und für Insider bedeutet es, daß es neue Gratispostkarten von Edgar gibt. Ich werde oft gefragt, ob wir als Gastronomen etwas dafür bezahlen müssen, daß wir diese Karten in der Bar haben. Sie sehen diese Karten also nicht nur als Werbung an, sondern meinen, daß wir noch extra dafür zahlen, um ihnen diese Karten anzupreisen. Nur warum steht dann auf den Karten drauf, daß es sich um Gratispostkarten handelt?
Bei CityCards ist der Werbeanteil an Karten ca. 90%, bei Edgar finden sich deutlich mehr Kunst- und Motto-Karten. Die Edgars sind beliebter. Was sich deutlich daran zeigt, daß teilweise die Fächer am Freitag schon wieder leer sind.

Die Gäste empfinden diese Kartenständer als Bereicherung. Aber wo liegt nun der Mehrwert für die Gastronomen?

  • Die Gäste sind zufriedener, weil sie eben die Karten als Bereicherung des Angebots sehen.
  • Interessante Motto- oder Spruch-Karten bieten jede Menge Spaß und sorgen für Unterhaltung.
    Beispiel einer Werbung für ein Fitneß-Studio:

    Schatz, findest Du mich zu dick?
    [   ] ja [   ] nein [   ] vielleicht

  • Ab und zu gibt es „Geschenke“.
    Der CityCards-Verteiler bringt regelmäßig das Penthouse vorbei und vom Edgar-Verteiler gibt es Cicero, musikexpress (leider ohne die beiliegende CD), diverse andere Zeitschriften und ab und zu Promo-CDs (die letzte war zur „Brazilectro 9„, sehr gute Scheibe) und CDs (gestern gab es die „Fergie as The Dutchess„, muß man aber nicht anhören)
  • Der Verteiler kommt in der Gastronomie-Szene herum und kann neue Infos und Gerüchte erzählen.
    Mein Edgar-Verteiler verabschieder sich regelmäßig mit „So, genug getratscht! Ich muß nun weiter!“ 😉
  • Durch den Verteiler bekomt man Infos, wo was und wieviel los ist. Ein gutes Gastronomie-Barometer!

Happy Birthday Edgar!

Auch wenn ich ein wenig verspätet schreibe, ist Edgars Geburtstag doch eine Erwähnung wert. Immerhin findet sich auf der offiziellen Edgar-Homepage kein Hinweis auf die Feierlichkeit, nur im Redaktionsblog findet sich ein Hinweis von Simone, daß letzten Donnerstag der 15. Geburtstag gefeiert wurde. Edgar – der Verein datiert den Geburtstag einfach auf den 15.6.

Alles Gute zum 15. Geburtstag, Edgar! Auf die nächsten 15 Jahre!

Edgar hängt nun seit knapp zwei Monaten bei mir in der Bar rum. Tag und Nacht hat er nichts anderes zu tun, als am Eingang zu posieren und meine Gäste in seinen Bann zu ziehen.

Auszug aus dem Jugendschutzgesetz, §4
§ 4 Gaststätten
(1) Der Aufenthalt in Gaststätten darf Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur gestattet werden, wenn eine personensorgeberechtigte oder erziehungsbeauftragte Person sie begleitet oder wenn sie in der Zeit zwischen 5 Uhr und 23 Uhr eine Mahlzeit oder ein Getränk einnehmen.

Immerhin trinkt Edgar keinen Alkohol, er nimmt aber auch keine Mahlzeiten oder andere Getränke zu sich. Seine personensorgeberechtige oder erziehungsbeautragte Person ist aber auch nicht immer in ständiger Begleitung, sondern schaut immer nur donnerstags bei ihm vorbei.

Auszug aus dem Jugendschutzgesetz, §10
§ 10 Rauchen in der Öffentlichkeit, Tabakwaren
(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren an Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.

Der Kerl ist nun 15 Jahre und ist ein Kettenraucher par excellence. Wo immer er auftaucht, hat er eine Pfeife im Mund. Zum Glück ist sie meist aus. Und auf Pfeifen rumkauen wird den Jugendlichen wohl noch erlaubt sein.
Trotzdem müßte ich Edgar wohl wieder vor die Türe setzen 😉

Weggehen an Fronleichnam

Wir haben nun seit einem Monat Edgar-Postkarten. Und durch den Kartenverteiler bekome ich immer ein paar nette Informationen, wo wieviel los ist. Idealerweise beendet er nämlich seine Tour bei mir.
Ich hatte gestern viel Langeweile, weil kaum etwas los war. Gut es gab genug zu tun, weil die vorgestrige Schicht die Bar so hinterlassen hat, daß es aussah wie in einem Bombenkrater.
Aber wenn ich dann von meinem Edgar-Verteiler erfahre, daß ich soviele Gäste habe wie vier andere Bars zusammen, dann komme ich schon ins Grübeln. Sind die Menschen hier so gläubig, daß sie an Fronleichnam nicht weggehen, war das Wetter zu gut und trieb die Gäste in die Biergärten oder sind sie einfach nur im Pfingsturlaub?

Edgar ist da

Vorhin war der Regionalpartner von Edgar bei mir und hat den Kartenhalter montiert und gleich mit Karten bestückt. Dabei kam folgender Dialog zustande:

er: Ich geh dann mal ein paar Karten holen, um den Halter zu befüllen!
ich: Brauchst Du einen Regenschirm? (Es hatte wenige Minuten vorher ordentlich angefangen zu schütten.)
er: Nein danke, ich glaub, ich brauch ein wenig Erfrischung!
ich: Es geht auch nicht um Dich! Die Karten sollen nicht naß werden!

Zum Glück versteht er Spaß!
Zur Dokumentation hat er auch gleich ein Photo gemacht, wollte aber nicht, daß ich dabei neben dem Kartenhalter posiere. Schade eigentlich…

An dieser Stelle einen netten Gruß nach Hamburg in die Heimhuder Straße 58! Seit heute morgen weiß ich, daß jemand von Edgar hier mitliest 😉