Schlagwort: Aushilfe

Die Kaffeemühle

Das Prinzip einer Kaffeemühle ist ja relativ simpel: oben kommen geröstete Kaffeebohnen rein und unten kommt gemahlenes Kaffeepulver heraus.

Folglich ist es verkehrt, wenn man oben schon Pulver reinschüttet. Aber komplett falsch ist es, dort Kakaopulver reinzuschütten!

Der Kommentar der Aushilfe

sie: Ach, das macht der Maschine nix! Das ist $andereweiblicheblondeAushile auch schon einmal passiert!

Business as usual

Wie man sich richtig verhält, wenn man professionell arbeitet, habe ich eben beim selbst und ständig-Weblog gefunden. Was um einen herum passiert, ist im Moment vollkommen egal, man macht sein „Business“ einfach weiter.

Aktuelles Beispiel von mir vom Wochenende:
Ich hatte eine in der Gastronomie absolut unerfahrene neue Aushilfe zum Probearbeiten. Und ihr passierte es in der Happy Hour, daß sich ein Tablett mit 5 Cocktails verabschiedet hat, d.h. ihr ist es beim Tragen umgekippt. Wie es passiert ist, ob nun durch eigenes Verschulden, durch Kontakt mit Gästen oder einen unglücklichen Zufall, war mir in diesem Moment egal. Ich habe nur kurz in die Richtung des Klirrens geschaut, wahrgenommen, daß es „mittendrin“ passiert ist, sie also keinen Gästen die Cocktails über die Klamotten geschüttet hat, und dann einfach normal weiter geshaked.
Wie sie mir nach Feierabend erzählte, fand sie das wirklich beeindruckend, daß ich mich durch ihren Faux-pas nicht aus der Ruhe habe bringen lassen. Warum auch? Was hätte ich denn tun sollen? Sie für ihr Mißgeschick anschreien? Ihr klarmachen, daß sowohl Gläser als auch die verschütteten Cocktails Geld kosten? Sie rausschmeißen?
Nein. Die Situation war klar. Es ist nicht viel passiert, keine Gäste wurden mit den Cocktails übeschüttet, es war ein netter Unterhaltungsfaktor für die Umherstehenden und ich wußte, daß sie soviel Verstand besitzt, wie nun zu reagieren ist. Also ging es einfach normal weiter.

Kurzum:
Business as usual!

neuer Red-Bull-Vertreter

Donnerstag kam der Ex-Red-Bull-Vertreter vorbei und wollte uns seinen Nachfolger vorstellen. Das ging aber nicht so einfach, da der erstmal draußen noch eine Runde telefonieren mußte. Dadurch hat er nicht mitbekommen, daß in dem Jack-Daniel’s-Tumbler nur Cola war, das ich seinem Vorgänger hingestellt hatte. Warum er seine Cola immer aus diesem Tumbler will, weiß wohl nur er selbst. Seine offizielle Erklärung ist, daß ihm die anderen Gläser zu groß sind und er nicht soviel trinken kann/will.
Nun gut. Ich stand nun also hinter dem Tresen, schick in schwarzer Hose und weißem Hemd, der Chef lümmelte in einem Polohemd auf einem Barhocker (auch hinter dem Tresen).
Nach seinem Telefonat kommt er rein, begrüßt den Chef und mich und fragt mich auch gleich:

Vertreter: Sind Sie der Geschäftsführer oder der Inhaber?
ich: Ich bin eigentlich nur eine popelige Aushilfe, aber Werbegeschenke und Freiware kannst Du gerne bei mir abgeben.

Er wirkt zwar jung und dynamisch (passend zum Image von Red Bull), aber allzu lange scheint er in dem Business noch nicht zu sein. Vielleicht lebt er sich ja noch ein. Jedenfalls hat er ziemlich doof geschaut, als ich ihm auch einen Tumbler mit Ballentine’s-Cola hingestellt habe („Wenn Du schon keinen Schnaps mitbringst, bekommst Du was von uns.“). Aber er hat dann auch brav ausgetrunken. Hihi 😉

Zickenterror

Eine Aushilfe ist nun auf der Suche nach einer Wohnung in ihrem neuen Studienort. Dabei antwortete sie auf die Frage, wie denn die letzte Wohnung war und ob sie eine Chance hätte, da einzuziehen:

Es war eine schöne Wohnung, aber sie will eher einen Mann als Mitbewohner haben, weil sie keine Lust auf Zickenterror hat… die blöde Kuh!

Ich muß aber zu ihrer Verteidigung aber sagen, daß sie keine Zicke ist.

Cuba Libre

Weil die Stadt es sich fürstlich bezahlen läßt, wenn man die Bar/Cafe/Discothek länger als vorgeschrieben offen haben will (nennt sich Sperrzeitverkürzung und kostet pro Stunde), gibt es nicht viele Möglichkeiten, wenn man nach Feierabend (3 Uhr) und Aufräumen, Saubermachen und Nachfüllen noch irgendwo hinwill. Manche Läden haben noch bis 4 Uhr offen, aber das lohnt nicht wirklich. Bis 5 Uhr gibt es dann nur wenige Alternativen.

Gestern haben wir dann mal eine neue Alternative ausgetestet. Mein Kollege ging an die Bar, fragte die Aushilfskraft hinter dem Tresen, ob sie ihm auch einen Cuba Libre machen könnte. Klar, kein Ding, meinte sie.
Was er bekam: ein Longdrink-Glas (0,2l), insgesamt zu 2/3 gefüllt mit irgendwelchem Rum, komischen Cola-Gebräu aus der 1,5l-Einwegpfandflasche, garniert mit einer halben Scheibe Zitrone, kein Eis. Dafür wollte sie dann auch noch 4 Euro haben.
Ich habe es leider nicht direkt miterlebt, sondern nur aus der Ferne beobachtet. Aber mir hätte sie das Gemisch nicht als Cuba Libre angedreht.

Laut Wikipedia besteht Cuba Libre aus:

  • 4 cl kubanischer Rum
  • 4 Limettenachtel
  • Cola
  • Eiswürfel

Ich tendiere eher zu 5cl Rum, und zwar Havana Club Añejo 3 Años, nicht weil es schneller dicht macht, sondern weil es besser schmeckt. Und so bekommen ihn dann auch meine Gäste.

Personalakquise

Wie findet man am einfachsten neue, kompetente und freundliche Mitarbeiter?

Man trinkt nach Feierabend mit einem Stammgast und Kumpel noch ein wenig (oder mehr), macht die Nacht durch, geht dann zum Würstlesmarkt (ein Wurststand, der vor allen anderen Marktständen offen hat und wo sich ab ca. 5 Uhr die Nachtschwärmer zum Frühstück einfinden), holt dann noch Bier bei einem der Supermärkte auf dem Heimweg, hört diverse Musik, redet über Banalitäten und trifft dann in gut angeheitertem Zustand in der Küche auf einen neuen Mitbewohner. Dieser macht von Anfang an einen sympatischen Eindruck und stellt sich auch noch als gelernter Hotelkaufmann heraus und so wird er dann auch gleich zum Fußballschauen mit zum Chef geschleppt und für abends zum Probearbeiten „verpflichtet“. Ich war dann der Barkeeper und er wurde ins eiskalte Wasser geworfen und durfte den Service machen. Es war ein angenehmes und flüssiges Arbeiten, er war flott und zügig unterwegs. Und es gab nichts zu meckern. Schade eigentlich. 😉 Ein überaschend gutes Zusammenarbeiten, das mit einem neuen Umsatzrekord endete.
Zu Meckern hatte der Chef nur an mir, weil ich eben nachmittags noch in einem Zustand war, in dem ich sicherlich nicht hätte Autofahren dürfen… (und das 5h vor Arbeitsantritt)