Kategorie: Party-Szene

NORA-Kettchen

Gestern war bekanntlich der Gombige Doschdig, an dem Chef und ich uns als die legendären Jungs Dieter Bohlen und Thomas Anders alias Modern Talking verkleidet haben. Die Perücken zu besorgen war kein Problem. Nur mein NORA-Kettchen gab es nirgends. Also mußte ich mir eins selbst basteln.

Bastelanleitung für ein original Thomas Anders NORA-Kettchen:
Man nehme:

  • Pappkarton
  • goldenen Sprühlack
  • ein billiges Kettchen aus einem der zahlreichen 1€-Läden
  • Messer und Schere
  • Stift

NORA auf den Karton aufzeichnen, ausschneiden, mit Goldlack besprühen, an den Seiten die Kette anbringen. Fertig!

So sahen wir dann übrigens aus:
Fasching: Dieter Bohlen und Thomas Anders - Modern Talking
Die Perücken sind perfekt, die Sakkos stammen noch orginal aus den 80ern und meine NORA-Kette ist so schön, daß sich selbst Thomas Anders so eine wünschen würde. (Klick aufs Bild bringt uns in voller Schönheit)

Danke an Jürgen vom Subculture Ulm, der uns abgelichtet hat.

Gombiger Doschdig

Nachdem die Bestellungen für diese Woche schon gemacht sind, geht es heute langsam richtig los mit den Vorbereitungen auf den Gombiger Doschdig.

Für alle Nicht-Schwaben:

Mit dem Schmotzigen Donnerstag (auch Schmotziger Dunschtig, Schmotziga Dorschdich, Schmotziga Dauschteg, Gombiger Doschdig oder einfach nur Schmotziga, in der Schweiz Schmutziger Donnerstag) beginnt in der Schwäbisch-alemannische Fastnacht die eigentliche Fastnachtszeit.

In den rheinischen Karnevalsgebieten wird dieser Tag meist als Weiberdonnerstag oder Weiberfastnacht bezeichnet.
Quelle: Wikipedia – Schmotziger Donnerstag

Die Bar wird vorbereitet, zusätzliche Kühlschränke werden positioniert und die restlichen Einkäufe erledigt. Dann darf ich noch Preislisten und eine Gästeliste für meine Stammgäste drucken, damit die Türsteher morgen auch wissen, wen sie reinlassen müssen und keinen Eintritt verlangen dürfen.

Die Perücken für unsere Verkleidung sind schon angekommen, es fehlt nur noch meine NORA-Kette.

Zum Glück habe ich nur einmal im Jahr an diesem Tag mit Fasching zu tun. Dieses komische Freak-Volk, das an dem Tag unterwegs ist und die schlechten Faschingslieder, die sich immer wieder großer Beliebtheit erfreuen, sind nüchtern nicht zu ertragen. Das zeigt auch jedes Jahr der Umsatz, der an diesem Abend gemacht wird. Wenn ich dann noch Pech habe, bewilligt die Stadt eine Sperrzeitverkürzung und ich muß das Elend dieses Jahr noch länger ertragen. Aber dafür schmeckt dann das wohlverdiente Feierabendbier (wird eher ein Feiermorgenbier) um so besser!

Bier und Banane

Biermischgetränke sind ja nicht so meine Lieblinge. Ich hatte mich an anderer Stelle schon über die Veltins-V+-Varianten V+ Apple und V+Cappuccino ausgelassen.

Nun muß ich heute im Gastgewerbe Gedankensplitter lesen, daß Krombacher mit ihrer Marke Cab ein Biermischgetränk mit Bananensaftkonzentrat anbietet. Natürlich darf auch dort die obligatorische Dragonfruit nicht fehlen. Passend eingedeutscht nennt sich der Mischmasch „Banana & Beer“.
Im Gegensatz zu den oben erwähnten Veltins-Geschmacks-Varianten sehe ich für den neuen Cab-Mix durchaus Potential. Bei mir bestellen in letzter Zeit immer mehr Gäste Bananenweizen.

Wem’s schmeckt: prost!

Flyer und Programmhefte III

Ich hasse es, wenn jemand bei mir Flyer auslegt ohne zu fragen. Fragen kostet nichts und bisher habe ich auch noch keine Flyer abgelehnt. Noch mehr hasse ich es, wenn man die Flyer ausserhalb der Öffnungszeiten einfach vor die Türe legt.

Letzte Woche war es wieder einmal soweit. Kurz nach der Eröffnung, die Bar war bis auf zwei Gäste leer. Eine mit Schal und Mütze vermummte Person betritt die Bar, wendet sich direkt dem Zigarettenautomat im Eingang zu und platziert dort irgendetwas. Und schon war sie auch wieder verschwunden. (Die Vermummung ist nun kein Vorwurf, es war die letzten Tage einfach saukalt)
Die routinemäßige Überprüfung ergab dann kurz darauf, daß neue Flyer mit Werbung für eine Tanzschule, die Salsa– und Merengue-Kurse anbot, auslagen. Es kam wie es kommen muß, wenn ungefragt etwas dort deponiert wird: das Altpapier landet im Müll.

Mit gutem Beispiel voran ging hingegen eine sehr unerfahrene Austeiler eines neuen Ulmer Szene-Magazins. Sie kam mit einem Klemmbrett direkt vom Eingang zu mir an die Theke.

sie: Kannst Du hier bitte unterschreiben?
ich: Wofür?
sie: Daß ich hier das port01 auslegen kann!
ich: Aber Du hast doch gar nichts dabei zum Auslegen!

Sie drehte sich um und zeigte auf ihre Umhängetasche, in der sich die aktuelle Ausgabe befand. Was ist eigentlich so schwierig daran, in wenigen Sätzen sein Anliegen zu formulieren?

Auch die Verteiler vom Theatro haben sich vor Silvester noch einen Patzer erlaubt: zwei Stapel mit Flyern lagen vor der Türe, als ich die Bar öffnen wollte. Natürlich hatte mich kein Verteiler oder Verantwortlicher vom Theatro gefragt, ob sie die Flyer bei mir auslegen können. Und wieder ging es direkt in den Müll damit. Wenn demnächst wieder Altpapier von denen vor der Bar liegt, sollte ich es eigentlich den Türstehern zum Entsorgen vorbeibringen… 😉
Und wo wir schon mal wieder beim Thema Theatro-Türsteher sind:
Ich wußte, daß das Theatro bis um 5 Uhr offen hat und wollte nun nach Feierabend dort noch kurz vorbeischauen. Es war ca. 4:20 Uhr. Nur der Türsteher wollte mich nicht reinlassen.

Türsteher: Ab vier Uhr ist kein Einlaß mehr!
ich: Ich bin aus der Gastronomie und komme gerade vom Arbeiten!
Türsteher: Das ist gut. Dann kannst Du Deinen Gästen ausrichten, daß ab 4 Uhr keine Einlaß mehr ist und um ab 4:30 Uhr keine Getränke mehr ausgeschenkt werden!
ich: Ok, mach ich!

Das werde ich natürlich nicht machen. Meine Empfehlung wird lauten: Geht ins Myer’s, da gibt es keinen mir bekannten Einlaßschluß und Getränke werden auch noch bis kurz vor Schluß ausgeschenkt! Aber vielleicht schnallen sie es mal endlich und legen ein paar Freikarten dazu, so wie es die Kinobetreiber auch regelmäßig machen, deren Programm ich auslege. Deren Verteiler legen die Programmhefte zwar auch vor die Türe, aber das ist so abgesprochen und damit ok.

Start 2009

Dies ist mein erster Beitrag im neuen Jahr. Die letzten Tage habe ich mir eine kleine Auszeit gegönnt, nachdem in der Vorweihnachts-, Weihnachts- und Silvesterzeit immer sehr viel los ist und zeitgleich die Aushilfen immer wenig Zeit haben. Das bedeutet für mich mehr Arbeit aber gleichzeitig auch mehr Trinkgeld. 😉

Skipaß  SerfausAn Neujahr kam dann auch ein kleiner Kurzurlaub, den mein Chef organisiert hatte. Wir hatten bis drei Uhr nachts gearbeitet. Nach dem Aufräumen und Saubermachen holte ich noch schnell meine Skiklamotten und dann ging es kurz nach 6 Uhr mit dem Bus und Freunden ab nach Serfaus in Tirol, Österreich. Zu der Seilbahn und den Skiliften kommt man nicht direkt, sondern muß mit einer U-Bahn ins Dorf fahren (Dorfbahn Serfaus). Skifahren und Rodeln stand für mich nicht auf dem Programm. Ich wollte nur einen entspannten Tag genießen. Dieser entspannte Tag wurde nur durch den Jagertee getrübt, der nach gestreckter Kanisterware schmeckte und der Tatsache, daß die Österreicher wohl kein dunkles Weizen kennen und ich mich statdessen mit Erdinger abgegeben mußte, das zu astronomischen Preisen verkauft wurde.
Nach ca. 19 Stunden war der Ausflug dann auch wieder beendet. Ein gelungener Start ins neue Jahr!