Kategorie: Mitarbeiter & Kollegen

Glück im Unglück

Letzte Woche wurde in einen Gastronomie-Betrieb in der Nähe der Bar, in der ich arbeite, eingebrochen. Die Polizei beschlagnahmte daraufhin alle Kellner-Geldbeutel für die Untersuchung auf Fingerabdrücke. Da der Laden immer erst abends die Türen öffnet, bestand nun das Problem, an Ersatz-Geldbeutel zu kommen.
Glücklicherweise bekam ich genau in dieser Woche schon eine Lieferung mit Kellner-Geldbörsen (sponsored by JPS, auf meinen Wunschgeldbeutel von Red Bull warte ich immer noch…) und konnte dem Inhaber mit unseren alten Dingern aushelfen, so daß er seinen Betrieb ganz normal aufnehmen konnte.

Bestellungen auf der Terrasse

Da wir (zumindest dem Kalender nach) Sommer haben, folgt nun eine weitere Episode von der Terrasse.

Unsere Terrasse befindet sich direkt vor der Bar. Wenn ich aufschließe gehe ich durch den Hintereingang, die Gäste und die Service-Mädels kommen immer über die Terrasse herein.
Es war an einem leicht verregneten Wochenendtag, die Terrasse war nicht aufgebaut, die Tische und Stühle standen zusammengekettet an der Seite der Terrasse.

Zur Hauptstoßzeit kam eine Aushilfe für den Service dazu. Sie machte sich fertig und nahm dann fleissig Bestellungen auf. Der Bondrucker ratterte fleissig und mein Chef und ich fingen an, die Bestellungen fertig zu machen. Als ich ein paar Cocktails fertig hatte und die nächstens Bons zurecht legte, drehte ich mich zu ihr um und fragte mit einem leicht erschrockenen Gesicht:

Hast Du eigentlich die Bestellungen auf der Terrasse aufgenommen?

Natürlich konnte sie dort keine Bestellungen aufgenommen haben. 😉
Aber sie war ziemlich erschrocken und wollte loslaufen. Mein Chef konnte sich ein zusätzlich „Na dann: Hopp, hopp!“nicht verkneifen.

Disclaimer:
Ich bin nun nicht übervorsichtig, weil letztens meine Gäste auf der Terrasse per SMS bestellt haben. Die Aushilfe ist manchmal so herrlich neben der Spur, daß dieser kleine Scherz einfach sein mußte.

Gastro-Geschichten: Fernet Ouzo

Unter belauscht.de bin ich über den sehr kurzen Beitrag „ein shot geht noch: branca, manta oder fanta?“ gestolpert.

Der Gast mußte sich zwischen Fernet Branca und Menta entscheiden. Seine Wahl fiel auf Ouzo.

Soetwas kenne ich auch. Allerdings fragen Frauen erst nach irgendetwas, um dann komplett anders zu bestellen.

Belauscht.de hat auch eine eigene Kategorie, in der sich alles um Gespräche in Bars, Discos und Kneipen dreht.

Die Terrasse hat Durst

Es war ein durchwachsener Sommerabend. Deswegen hatte ich die Terrasse nicht aufgebaut, die Tische waren verschlossen und die Stühle gestapelt. Doch dann kamen Stammgäste und Freunde (in Personalunion) vorbei und wollten unbedingt draußen sitzen. Also schloß ich kurz einen Tisch auf, stellte Stühle dazu und versorgte die Bande mit Getränken. Nach einem kurzen Plausch wurde es drinnen deutlich lebhafter, so daß ich mich in der Bar um die Gäste kümmerte. Anscheinend fing die Terrasse nun an zu verdursten. Mich erreichte in der Zwischenzeit eine SMS:

Herr von und zu. Die terrasse hat durst. Also bitte ein lecker bier für mich. Danke. Gruß $draussensitzer_mit_allerweltsname

Er bekam sein Bier natürlich prompt.

Aber bei der Gelegenheit frage ich mich: Wenn ein Handy schon per T9-Texterkennung aus ein paar Tastendrücken Worte bilden kann, und nach einem Punkt groß weiterschreibt, wieso kann es dann Worte wie „Terrasse“, „Durst“ und „Bier“ nicht auch groß schreiben? Komische Technik!

Besuch im Le Lion in Hamburg

Ab und zu braucht es einen kleinen Anschub, um etwas zu schreiben. Heute bin ich bei Mixology auf einen Beitrag über das Le Lion gestoßen.

Der Fokus der Bar liegt aber in erster Linie auf dem Gäste-Service, den Jörg Meyer sich schon seit jeher ganz groß auf die Fahne schreibt. Für ihn ist nur ein guter Gastgeber auch ein wirklich guter Bartender und so fühlt man sich im Le Lion jederzeit gut aufgehoben.
Mixology – Le Lion

Ich hatte vor zwei Wochen im Rahmen eines Hamburg-Besuches das Vergnügen, Gast im Le Lion zu sein. Zu später Stunde (es war knapp halb drei) wurden wir sehr freundlich empfangen. Auf Nachfragen wurde mir mitgeteilt, daß Jörg Meyer leider nicht mehr vor Ort war. Schade, aber es tat der Stimmung und dem Abend keinen Abbruch. Nachdem sich das Le Lion langsam leerte, wanderten wir vom Separee an die Theke. Ich sitze gerne an der Theke, weil man dort den Bartendern auf die Finger schauen und sich einen besseren Einblick verschaffen kann. Ein Schwätzchen mit dem Personal ist dort auch viel einfacher zu führen, ohne deren Arbeitsablauf zu behindern. Wir kamen dann auch mit den beiden Jungs hinter der Theke ins Gespräch. Es war eine wirklich nette Abwechslung, zumal ich mich mit Sören, einem der beiden Bartender, mit meinem schlechten Englisch verständigen mußte.
Als ich dann gezahlt hatte, kam die aufmerksame und freundliche Nachfrage, ob sie Jörg etwas von mir ausrichten sollen. Bis dahin hatte ich noch nichts über meine Blog-Aktivitäten als Thekenmeister erzählt. Groß war dann auch die Überaschung, weil ich nicht der einzige Blogger vor Ort war: Torben von der Trinklaune.de bediente uns. Nun war der Punkt erreicht, wo ein einfaches „Danke für den schönen Abend und bis zum nächsten Mal!“ nicht reichte. Bei einem spendierten Gläschen Champagner haben wir uns dann noch viel zu lange festgequatscht.

Meine nette weibliche Begleitung hat den Besuch im Le Lion auf den Punkt gebracht:

Was sie mit den Tapeten vermurkst haben, haben sie bei der Auswahl des Personals mehr als wett gemacht!

Es war wirklich klasse!