Kategorie: Gäste

Beach Boys

Genug über die Kaffe-Ladies aufgeregt, nun geht’s um die Beach Boys.

Die Musik, die zur Untermalung bei mir läuft, ist höchst unterschiedlich, je nach Lust und Laune und was die Festplatte hergibt. Und so ergab es sich, daß gestern zufällig Kokomo von den Beach Boys lief. Ganz gemütlich fing die große Gruppe an mitzusingen. Und sie sangen Stück für Stück lauter, bis sie die Musik übertönten. Sie sangen nicht nur den Refrain mit, sondern das komplette Lied! Kein Gegröle, sondern richtig guter Chorgesang!

Am Ende stellte sich heraus, daß sie vom Klassenvorsingen der Musikschule Neu-Ulm kamen:

Klassenvorsingen „Soul Ladies meet The Beach Boys“ am Donnerstag, den 30. Juli 2009 um 20 Uhr in der Musikschule Neu-Ulm.

Hits von Aretha Franklin, The Surpremes, Norah Jones, Katie Melua, Leann Rimes, ABBA, Faith Hill und jede Menge Surf Music von den Beach Boys.

SängerInnen ab 14 Jahre für Vokal-Musical-Ensemble gesucht!

Proben jeden Mittwoch von 18:00-19:30 in Raum 303 der Musikschule Neu-Ulm.
blockwitz.com

Danke für diese Einlage!

Erwähnenswert ist noch, daß das Lied „Kokomo“ von den Beach Boys Teil des Soundtracks zum Kinofilm „Cocktail“ ist. Wenn schon Zufälle, dann richtig! 😉

Und weil es so schön ist, noch eine Interpretation des Liedes von den Muppets:

Kaffee-Ladies

Meine Öffnungszeiten sind nach hinten unter der Woche variabel. Es gibt eine feste Zeit, in der immer offen ist. Danach hängt es davon ab, ob und wieviele Gäste noch da sind. Aber spätestens um 2 Uhr ist Schluß.

Es war schon nach der festen Öffnungszeit. Aber ich hatte noch eine große Gruppe als Gäste (die sich den nächsten Blogeintrag als „Beach Boys“ verdient haben), als ein Haufen Frauen in die Bar stürmte und nachfragte, wie lange ich offen habe. Es war abzusehen, daß es noch länger geht, also machten die Damen es sich bequem.

Noch war alles ok. Aber dann nahm ich die Bestellung auf. Die erste Frau wollte einen Latte Macchiato.
Das war der Moment, wo ich zu überlegen anfing: die Kaffeemaschine war schon geputzt und prinzipiell bin ich auch kein Milchaufschäumer. Aber ich bin auch Gastgeber und deswegen war es auch kein Problem, wegen einem Latte Macchiato wieder die Maschine zu putzen (meinen Chef wird es freuen, auf Kaffee und Kaffee-Variationen ist schließlich die größte Gewinnspanne, vielleicht noch von Tee geschlagen).
Aber es kam noch schlimmer: die Damen wollten einen weiteren Latte Macchiato, einen Latte Macchiato mit Baileys, eine heiße Schokolade mit Baileys. Und dann noch einen großen Grapefruitsaft (hat in meiner Karriere bisher noch nie jemand bestellt). Die drei Cocktails, die sie auch noch bestellten, brachten meinen Puls wieder auf Normalmaß.

Wenn ich Spaß daran hätte, Milch aufzuschäumen und Knöpfchen an der Kaffeemaschine zu drücken, würde ich in einem Cafe arbeiten!

Der Prosecco-Genießer

Ein Gast kommt zielstrebig zu mir an die Theke und erkundigt sich ohne in die Karte zu sehen, wieviel Prozent Alkohol denn „der Prosecco“ hat. Daß unser Zonin Frizzante nur 10,5% hat, war ihm zu wenig. Leider konnte ich ihm keinen Prosecco mit mehr“ anbieten. Trotzdem bestellte er dann zwei Gläschen. Zuerst dachte ich noch, daß er die beiden Prosecco in sich reinkippen wird. Aber da erschien dann auch schon seine weibliche Begleitung.

Weil ihm der Prosecco zu wenig Umdrehungen und zu wenig Wirkung hatte, bestellte er auch prompt nach 5 Minuten einen Cuba Libre. Ein wirklich wahrer Prosecco-Genießer!

Ausweiskontrollen

Es ist immer wieder faszinierend!
Ab und zu passiert es: wenn Gruppen von jungen Damen unterwegs sind, haben nicht alle ihren Ausweis dabei. Sie hoffen einfach darauf, daß sie nicht kontrolliert werden. Besonders lustig ist es, wenn sie ihren Geldbeutel auspacken und zwischen zig verschiedenen Karten und Zeugs, was sie da mitschleppen (EC-Karte (wichtig fürs Kippen holen), Krankenkassenkarte, Kinopass, Dönerladen-Ermäßigungskärtchen und was weiß ich nicht noch alles) ihren Ausweis oder Führerschein nicht finden können. Den haben sie natürlich aus Versehen wohl nicht mitgenommen. Da steht ja auch dummerweise das Geburtsdatum drauf.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! 😉

Die Terrasse hat Durst

Es war ein durchwachsener Sommerabend. Deswegen hatte ich die Terrasse nicht aufgebaut, die Tische waren verschlossen und die Stühle gestapelt. Doch dann kamen Stammgäste und Freunde (in Personalunion) vorbei und wollten unbedingt draußen sitzen. Also schloß ich kurz einen Tisch auf, stellte Stühle dazu und versorgte die Bande mit Getränken. Nach einem kurzen Plausch wurde es drinnen deutlich lebhafter, so daß ich mich in der Bar um die Gäste kümmerte. Anscheinend fing die Terrasse nun an zu verdursten. Mich erreichte in der Zwischenzeit eine SMS:

Herr von und zu. Die terrasse hat durst. Also bitte ein lecker bier für mich. Danke. Gruß $draussensitzer_mit_allerweltsname

Er bekam sein Bier natürlich prompt.

Aber bei der Gelegenheit frage ich mich: Wenn ein Handy schon per T9-Texterkennung aus ein paar Tastendrücken Worte bilden kann, und nach einem Punkt groß weiterschreibt, wieso kann es dann Worte wie „Terrasse“, „Durst“ und „Bier“ nicht auch groß schreiben? Komische Technik!