Kategorie: Gäste

Wochenend-Betrachtung

Für mich fing das letzte Wochenende damit an, daß der Chef kurz vor Feierabend vorbeikam und sich in seinen wirklich verdienten Urlaub verabschiedete. Er war wirklich entspannt. So kurz vor dem Anfang der Sperrzeit (sowas braucht nun wirklich kein Mensch) schaltet er als erstes immer die Musik aus und macht das Licht so hell, daß einem als Gast eigentlich jegliche Lust vergehen sollte, sich länger als nötig bei uns aufzuhalten.

Nun gut, es war etwas mehr als üblich los, eine Horde Frauen in Form eines Junggesellinnenabschied sprang durch die Bar und versuchte sich daran B-52s zu trinken, der Chef von der Tanzbar gegenüber genoß seinen Feierabend bei einer Weißweinschorle und zwei kleinere gemischte Grüppchen tranken einen Absacker: die einen Radler, die anderen Pils.

Nachdem nun alle verscheucht verabschiedet waren, ging es ins Myer’s, die Zeit drängte schon, da uns nur noch eine knappe Stunde bleiben sollte. Kein Anstehen, die Türsteher winkten uns flott durch und selbst der neue Unbekannte an der Kasse wollte kein Geld von mir haben. Die Flasche Wodka war schnell geleert und es war schneller 5 Uhr als gedacht. Also in die nächste Bar, welche zwar nur bis 5 Uhr offen hat, aber es gibt ja Kollegen, die einem noch etwas ausschenken, weil sie wissen, daß man auch genau weiß, wie es ist, wenn man Feierabend haben will.
War eine spaßige Partynacht, leider viel zu kurz. 🙁

Ich hätte gerne…

Gast: Ich hätte gerne einen Maracuja-Saft.
ich: Den hätte ich auch gerne.

Es ist immer eine unangenehme Situation, wenn man zu einem Gast sagen muß „Haben wir nicht mehr“. Wessen Schuld das nun ist, interessiert den Gast nicht.
Und so habe ich mir es auch erspart, zu erklären, daß der Lieferant wohl keinen Maracuja-Saft mehr hatte und sich entschlossen hatte, einen „Barmix“ zu liefern. Dieser enthält zwar auch anteilig Maracuja-Saft, aber erst an vierter Stelle (nach Pfirsich, Ananas und Apfel).

Cosmopolitan

Heute waren bei uns die Wodka-Drinks im Angebot. Bisher lief eigentlich nur Wodka-Red-Bull. In der Zwischenzeit trinken es die wenigsten, aktuell ist Wodka-Kirsch und Wodka-Maracuja sehr gefragt. Und seit heute auch Wodka-Johannisbeer.

Gast: Kannst Du mir auch einen Wodka mit Johannisbeersaft machen?
ich: Klar, gerne.
Gast: Danke, das ist dann ein „Cosmopolitan für Arme“.

Nun haben wir also neben dem „Cocktail für Arme“ (Cola-Weizen) auch eine preisgünstige Variante des Cosmopolitan im Angebot.

Für alle Interessierten, gibt es hier das Cosmopolitan-Rezept:

Zutaten
6cl Wodka
3cl Triple Sec
3cl Cranberrysaft oder Preiselbeersaft
1,5cl frischer Limettensaft
Anleitung
Alle Zutaten in den Shaker auf zerkleinertes Eis geben.
Kräftig shaken.
In ein vorgekühltes Martini-Glas abseihen.
Hinweis
Serviert wird der Cosmopolitan in einem klassischen vorgekühlten Martini-Glas ohne Eis.

Quelle: Cosmopolitan-Rezept

Hochzeitsvorbereitungen

Eine meiner jüngeren Gäste kam mich heute mal wieder (nach einem Ibiza-Urlaub) mit ihrer Freundin nerven besuchen und berichtete ganz stolz, daß sie am Wochenende Brautjungfer sein wird. Dummerweise waren ihre Tanzstunden schon ein wenig länger her und so bekam sie bei mir in der Bar von ihrer Freundin ein wenig Nachhilfe. Ich weiß nicht, ob es Discofox oder Quickstep war. Jedenfalls stellte sie sich anfangs nicht sonderlich geschickt an. Und so kam folgendes Zitat zustande:

sie: Ich kann Dir hier gerne einen Flickflack machen, aber das mit den Schritten ist mir zu kompliziert!

(Sie war jahrelang Cheerleaderin und trainiert nun den Nachwuchs). Daß „zufälligerweise“ nebenher noch Para Para bzw. Eurobeat lief, machte die Sache für sie nicht einfacher. 😉

Bloß schnell weg

Das oder Ähnliches werden sich die vier Mädels wohl gedacht haben, nachdem sie sich einen Tisch ausgesucht und die Karten vom Nebentisch genommen und inspiziert hatten (warum gibt es nur auf jedem Tisch Karten?). Jedenfalls konnte ich den Latte Macchiato, den ich gerade noch in Arbeit hatte, gar nicht so schnell fertig machen, wie sie wieder kichernd verschwunden sind. Das ist nun schon das zweite Mal, daß Gäste die Bar wieder „fluchtartig“ verlassen haben. Meinem berühmten Gradmesser (die Frauenquote) hat das allerdings keinen Abbruch getan; sie lag danach immer noch bei 100%.

Szenegänger unter sich

Eben habe ich den Chef eines größeren Szene-Magazins getroffen und er erzählte, wie er am Wochenende mit dem Junior eines größeren Gastronoms einen Trinken war.

er: Er ist halt gerade bei der Bundeswehr und da läßt er es dann am Wochenende natürlich krachen. Eigentlich wollte ich an dem Abend nichts trinken, aber er hat dann gleich eine Flasche Wodka bestellt. Und dann verteilt der Wahnsinnige den halben Liter auf drei Gläser. Wir hatten dann sogar noch zwei Dosen Red Bull übrig.
ich: Ach, so machen wir das auch immer, wenn wir unterwegs sind. Spart Geld und man muß nicht so oft am Tresen anstehen.

Er ist wohl doch schon zu alt für die Szene, wenn er das nicht verträgt. 😉