Schlagwort: Studenten

Die besten…

Ich weiß nicht, ob sie die besten Gäste sind, die ich habe (oder hatte), aber auf jeden Fall belegen sie einen Platz auf dem Siegertreppchen.
Sie sind freundlich, sympathisch, intelligent und immer gut gelaunt. Sie benehmen sich und passen gegenseitig auf sich auf und am Ende ist auch alles brav bezahlt. Letztens feierten sie sogar, daß sie mit ihrem Verein im Ligabetrieb zum ersten Mal in der Saison auf einem Nicht-Abstiegsplatz waren – auch wenn klar war, daß es am Ende wohl nicht reichen würde.

Einer der Jungs war gegen Ende ihres Besuchs nicht mehr so ganz Herr seiner Sinne und als es ans Zahlen ging, war zum Schluß nur noch sein Teil offen. Das Alphatierchen wollte dann auch gleich von ihm den Geldbeutel holen um damit zu zahlen. Und dann kam das, was einfach unglaublich ist: statt ihm den Geldbeutel zu geben, griff der benebelte Gast in die Hosentasche und holte ein paar Scheine und Münzen heraus: er hatte den offenen Betrag plus ordentliches Trinkgeld schon in seiner Hosentasche abgezählt bereit gehalten!

Vor ein paar Wochen waren sie wieder da und es kam in dieser Gruppe zu folgendem Dialog:

Student1 zu Student2: Hey, du mußt einen Planters Punch bestellen! Heiko macht den besten Planters Punch!
Student2 zu Student1: Ich trinke lieber einen Mai Tai. Er macht nämlich auch den besten Mai Tai!

Ich weiß, daß sie es aus Überzeugung und nicht aus Schleimerei sagten. Vielleicht mache ich auch für Ulmer Verhältnisse die besten Cocktails, aber in der weiten Welt um Ulm herum gibt es bestimmt noch bessere.

Während ich dies nun geschrieben habe, bin ich zu der Erkenntnis gelangt, daß die Jungs und Mädels für so eine große Gruppe wirklich die besten Gäste sind! Ich freue mich schon auf morgen! Dann haben sich die Besten angekündigt um Geburtstag zu feiern!

Meine guten Gäste

Glühweintasse vom Ulmer WeihnachtsmarktIch vergesse immer wieder auch über die Gäste zu schreiben, die sich wirklich vorbildlich verhalten.
Gestern haben sich gleich zwei Gäste ins Zeug gelegt, um einen bleibenden Eindruck bei mir zu hinterlassen.

  • Ein Stammgast brachte mir als Geschenk eine Tasse des Ulmer Weihnachtsmarkts mit. Dieses Jahr gibt es dort wirklich schöne bedruckte Tassen mit Relief. Danke!
    Wer sich ein paar Eindrücke vom Ulmer Weihnachtsmarkt verschaffen will, kann mit der steuerbaren Webcam vom Münster über den Weihnachtsmarkt schauen.
  • Eine Gruppe Studenten hatte ihre Drinks bezahlt. Bei Studenten ist das Trinkgeld normalerweise nicht so rosig. Das ist soweit kein Problem. Trinkgeld gibt jeder soviel er will und kann. Bei dieser Gruppe war es bunt gemischt: von „minimalst“ bis „ganz ordentlich aufgerundet“ war alles dabei. Als sie dann aufbrachen wollten kam einer der Gruppe (Typ: Minimalstrinkgeldgeber) zu mir an die Bar und entschuldigte sich: „Sorry, ich stand vorhin etwas neben mir!“. Und dann legte er noch 50 Cent auf die Theke. Danke!

Ein absoluter Dauerbrenner sind zwei weitere Studentengruppen, die vollkommen unterschiedlich sind:

  • bei der einen Gruppe geht die Rechnung am Ende immer genau auf. Ich bräuchte am Ende schon gar nicht mehr die Rechnung rauszulassen, denn jeder weiß immer genau, welche Cocktails er getrunken hatte.
  • bei der anderen Gruppe bleibt am Ende fast immer etwas übrig. Aber auch das ist kein Problem. Von einem kommt dann immer die Frage „Was ist noch alles offen?“ und entweder setzt die Schwarmintelligenz ein und es erinnert sich einer, daß er doch noch mehr getrunken hatte, als gedacht oder jemand übernimmt ganz unproblematisch den offenen Rest.

Nun fehlen nur noch die Stempel ins Fleißheftchen. 😉

Wir wollen Cocktails!

Ich sitze an der Theke, lese das DEHOGA-Magazin und warte auf Gäste. Zwei Studenten kommen in die Bar, gehen zügig auf mich zu und erklären mir:

Wir wollen Cocktails!

Was für ein glücklicher Zufall, daß sie sich nun in einer Bar befanden. Aber mir war immer noch nicht ganz klar, was sie mir eigentlich sagen wollten. Ich begab mich hinter die Theke und forschte nach.

ich: Wollt ihr die Cocktails zum Mitnehmen oder hier trinken?
beide: Wir trinken schon hier!
ich: Dann setzt euch doch erstmal hin, macht es euch gemütlich, schaut in die Karte und bestellt in aller Ruhe!

In solchen Situationen frage ich mich immer wieder, was daran so schwierig oder unangenehm ist, erst die Garderobe abzulegen, sich dann hinzusetzen und abzuwarten.
Da sind mir Frauen-Gruppen viel sympathischer, die nach 10 Minuten immer noch nicht wissen, was sie denn gerne hätten. („Sorry, wir haben uns sooooo verquatscht!“)

Aufmerksames Lesen

Gestern erreichte mich während der Arbeit eine SMS eines Gastes:

Sers! komm morgen mit paar studenten vorbei. feier in meinen geburtstag rein. machst ein bißchen länger auf? platz wirds schon haben oder?

Also habe ich gewartet, daß die Jungs und Mädels vor 0 Uhr bei mir vorbeischauen. Sie kamen aber nicht. Es kann gut sein, daß sie schon ein bischen vorgeglüht haben und deswegen die Zeit vergessen hatten. Nun wartete ich darauf, daß sie eben nach 0 Uhr kommen. Einem Freund und Stammgast erzählte ich dann, daß ich mir schon ein bischen Sorgen mache, wo sie nun bleiben. Denn eine SMS, daß sie nicht mehr kommen, kam auch nicht.
Später kam dann meine Freundin vorbei, der ich von meiner Problematik berichtete. Ich las ihr dann auch die SMS vor…

Sers! komm morgen

Und sofort war mir klar, warum sie noch nicht da waren. 😉
Tja, manchmal reicht aufmerksames Lesen!

Arbeiten im Akkord

Durch das Pizza-Blog erinnert, fiel mir folgende Geschichte ein:

Vor Silvester hatte ich von einer Gruppe Studenten Besuch, die in einen Geburtstag reinfeiern wollten. Das bekam ich aber erst mit, als das (baldige) Geburtstagskind gegen 23:50 Uhr zu mir kam und bestellte:

Ich brauche 20 Planters Punch um 0 Uhr!

Und dann ging das Shaken los. Zum Glück war eine Freundin da, die mir zwischendrin die Shaker spülen konnte. Und so stand dann der letzte Planters Punch auf dem Tresen, als sie mit dem „Happy Birthday“-Singen fertig waren.

geschickte Verhandlung

Ein Gast (bzw. kein Gast) kam heute in die Bar. Er hatte zwei Mädels dabei. Alle drei hatten komische Bänder (neudeutsch „Keylaces“ genannt) um den Hals, an dem irgendwelche Namenschilder (nur Namen, keine Logos oder Ähnliches) hingen. Er hatte ca. 5-7, die Mädels jeweils nur eins. Ich habe keine Ahnung, warum man mit soetwas freiwillig rumrennt, aber sie werden schon einen Grund gehabt haben. Meine Vermutung: es sollte wohl wichtig aussehen.

Er fing an mit mir zu diskutieren, was es denn heute als Angebot gäbe. Daß heute Studenten die Cocktails jeweils um einen Euro verbilligt bekommen, war ihm wohl zu wenig. Happy Hour müßte schon sein (Cocktails doppelt), er wollte den Mädels mal was bieten und wenn ich da nicht noch ein Sonderangebot draufpacke, dann müßte er in die nächste Bar gehen.

Tja, das mußte er dann auch. Klar hätte ich ihm die Cocktails auch zum halben Preis geben können. Dann wäre halt nur die Hälfte drin gewesen und der Rest Eis. Aber das hätte ihm sicher nicht gefallen und mir erst recht nicht. Auf solches Klientel kann ich gerne verzichten. Vielleicht hätte ich ihm auch noch etwas zahlen sollen, daß er bei mir die Cocktails trinkt.
Wohin er nun die Mädels endgültig ausgeführt hat, weiß ich nicht. Aber wenn er sich in den weiteren Verhandlungen genauso geschickt angestellt hat, dann irrt er wahrscheinlich immer noch durch die Stadt.