Schlagwort: Raucher

Der Zigarettenautomat mal wieder…

Gerade eben habe ich versucht bei unserem Zigarettenautomatenaufsteller anzurufen. Unser Zigarettenautomat spinnt mal wieder. Das ist soweit nichts neues. Aber er hat nun ein neues Problem, das bisher noch nicht existierte: er liest weder unsere ZIGGI noch EC-Karten.

Ich rufe also an und das erste was mir entgegenschallt ist eine Werbung, in der die Geldkarte angepriesen wird, mit der man gaaaaanz einfach am Zigarettenautomaten bezahlen kann. Dann kommt eine Weile das normale Tuten, bis dann am Ende noch ein Anrufbeantworter rangeht, der mir erstmal genau erklärt, was ich denn nun alles an Informationen zu hinterlassen habe. Netter Service soweit, aber was soll denn bitteschön die Werbung am Anfang.

Mal sehen, wann sie zurückrufen und wann der Techniker auf der Matte steht.

Information für alle Raucher:
Wenn ein Automat Geld schluckt und keine Kippen ausspuckt (also das Gegenteil von Karte rein – Packung raus), Telefonnummer der Aufstellers und Automatennummer notieren und dann den Aufsteller anrufen. Ihr bekommt das Geld erstattet. Ich weiß nicht, ob sie es gleich machen oder erst, wenn ein Techniker es nachvollzogen hat. Zusätzlich zum Packungspreis gibt es noch eine kleine Aufwandsentschädigung überwiesen (bei tobaccoland sind es 0,50€, wie mir ein Gast berichtet hat).

Umsatzeinbrüche durch das Rauchverbot

Ich war bisher einer derjenigen, die Umsatzeinbrüche durch das Rauchverbot geleugnet haben.
Das Rauchverbot (korrekt: Landesnichtraucherschutzgesetz) gilt hier in Baden-Württemberg seit dem 1. August 2007. Und bis vor zwei Wochen gab es bei mir auch keine Umsatzeinbrüche. Eher das Gegenteil war der Fall. Nun ist seit zwei Wochen tote Hose in Ulm. Aber nicht nur bei mir, sondern wohl in ganz Ulm. In den Bars und Cafes rund um den Marktplatz ist teilweise ab 23 Uhr gar nichts mehr los. Hat es so lange gedauert, bis es sich rumgesprochen hat, daß woanders noch geraucht werden darf? Oder waren der Großteil der Raucher noch im Urlaub?
Eine Kollegin hat es scherzhaft kommentiert:

Wir sind auch für Sie da, wenn Sie nicht da sind!

in Neu-Ulm (das ist auf der anderen Donau-Seite und liegt in Bayern, wo das Rauchverbot erst ab dem 1. Januar 2008 gilt) hingegen sind die Bars, Cafes und Kneipen gerammelt voll. Teilweise verdoppeln sie ihren Tagesumsatz.
Nun frage ich mich, wo denn nun all die Nichtraucher sind, die jetzt die Chance hätten, qualmfrei wegzugehen. Welche Gäste sollen geschützt werden, wenn sie sowieso nicht weggehen?

Update:
Die Umsatzeinbrüche sind bisher nur unter der Woche zu verzeichnen. Am Wochenende ist noch ordentlich was los. Sogar eher mehr als früher.

Wie umgehe ich das Rauchverbot?

Irgendwie war es doch klar, daß einige findige Wirte Lücken im Landesnichtraucherschutzgesetz finden (oder meinen, sie hätten eine Lücke gefunden).
Laut dem SWR (Mathias verweist in seinem Beitrag Das Festzelt in der Kneipe zwar auf den Focus, dort habe ich aber nichts gefunden) gibt es nun in einige Festzelte in Lokalen.

Ein Karlsruher Wirt trotzt dem Rauchverbot in Gaststätten mit einem Bierzelt, das er in seinem Restaurant aufgestellt hat.

Wir erinnern uns: In Gaststätten ist das Rauchen verboten, wohingegen in Bier-, Wein- und Festzelten das Rauchen erlaubt ist.
Nun hat DonVanone doch noch seinen Trick 17: So umgeht man als Gastwirt das Rauchverbot

Ich kann mich bisher wirklich nicht beklagen. Umsatzeinbrüche sind nicht vorhanden. Eher das Gegentail ist der Fall. Fast alle Raucher sind artig und gehen automatisch nach draußen zum Rauchen, nur wenige lassen sich im Raucherraum nieder. Die Raucher wollen wohl auch Frischluft 😉

Nachtrag:
Soeben habe ich festgestellt, daß DonVanone es schon mitbekommen hat: Trick 18: So umgeht man als Gastwirt das Rauchverbot

Rauchverbot?

Ein Gast war auf dem Weg zu den Toiletten und entdeckte dabei unseren Rauchernebenraum, der deutlich als solcher mit „Raucher-Lounge“ gekennzeichnet ist.

Gast: Darf man nur noch da drinnen rauchen?
ich: Ja, oder wahlweise draußen!
Gast: Warum macht ihr hier drinnen nun Nichtraucher?
ich: Das ist seit 1. August wegen des Nichtraucherschutzgesetzes überall in Baden-Württemberg so.
Gast: Das ist ja blöd!

Ich frage mich ernsthaft, wie man er Raucher von all dem Trouble um dieses Gesetz nichts mitbekommen hat. Schlagzeilen und Diskussion gibt es ja nicht erst seit gestern…

dreckige Aschenbecher

Dreckige Aschenbecher gegen frische auszutauschen gehört zum Service dazu. Selbst Raucher haben es nicht gerne, wenn vor ihnen ein stinkender Aschenbecher steht. Bis auf den einen Gast heute Mittag:
Ich bin zu seinem Tisch, um den Aschenbecher zu wechseln. Das schien ihm aber gar nicht zu passen und er fragte mich:

Gast: Könnten Sie bitte den schmutzigen Aschenbecher stehen lassen? Ich zähle die Zigaretten darin. So rauche ich weniger!

Auch eine Möglichkeit, um seinen Zigarettenkonsum unter Kontrolle zu behalten.

Der Zigarettenautomat

Am 1.1.2007 war ja nun bekanntlich die Umstellung der Zigarettenautomaten im Sinne des Jugendschutzesgesetzes. Dort regelt § 10 das Rauchen in der Öffentlichkeit und den Umgang mit Tabakwaren:

(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren an Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.
(2) In der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren nicht in Automaten angeboten werden. Dies gilt nicht, wenn ein Automat
1.
an einem Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren unzugänglichen Ort aufgestellt ist oder
2.
durch technische Vorrichtungen oder durch ständige Aufsicht sichergestellt ist, dass Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Tabakwaren nicht entnehmen können.

Dies wird nun sichergestellt, indem man Zigaretten nur am Automaten bekommmt, wenn man sich dort mit einem Geldkartenchip (auf dem eine Altersinformation gespeichert ist), der (wohl) auf den meisten EC-Karten vorhanden ist, authentifiziert (sog. Altersverifikation) . Natürlich hindert es den 15-Jährigen nicht daran, mit Papas EC-Karte den Automaten zu „überlisten“… Vielmehr behindert es die normalen Zigarettenkäufer deutlich mehr, als es die Jugendlichen vor dem Kauf und/oder Konsum schützt.

Ein paar kleine Anekdoten seit der Umstellung am 1.1.2007:

  • In der Silvesternacht gegen 2 Uhr kam eine junge Dame (deutlich um die Mitte 20) zu mir an den Tresen. Sie meint, der Zigarettenautomat wäre der Meinung, daß sie noch keine 16 sei. Ich konnte es mir dann natülich nicht nehmen lassen, nach ihrem Erziehungsberechtigten zu fragen, der sie begleitet, weil ich sie sonst des Ladens verweisen müsse. Scheinbar hatte sie wirklich eine EC-Karte der ersten Generation, die noch ohne Altersmerkmal ausgestattet sind.
  • Ein sehr junger Kerl (maximal 16 Jahre) kommt in die Bar, läuft direkt auf mich zu und fragt, ob der Automat noch ohne Karte funktioniere. Das ist ja nun nicht mehr der Fall, aber ich erklärte ihm, daß ich ihm mit ZIGGI den Automaten auch ohne EC- oder Geldkarte freischalten kann, wenn er mir seinen Ausweis zeigt. Das konnte er dann aber nicht. Ob er noch keinen hatte oder ob er ihn wirklich nicht dabei hatte, kann ich nicht beurteilen. Aber ich vermute mal, daß es noch keinen hatte…
  • Ein Pärchen saß relativ lange bei mir. Irgendwann ging er dann zu dem Zigarettenautomat und probierte mehrfach, Zigaretten zu kaufen. Das klappte scheinbar nicht, so daß ich mich mit ZIGGI bewaffnet auf den Weg zu ihm machte. Aber diesmal war die Lösung des Problems sehr einfach: er hatte die Karte bei ihren Versuchen verkehrt eingeschoben. Warum steht auf dem Automaten auch nicht, wie die Karte einzustecken ist?
    Nach dem Bezahlen ging sie dann auch an den Automaten und hatte auch so ihre rechte Mühe, die Karte korrekt einzustecken. Ihr sehr passender Kommentar: „Vielleicht ist das der Zeitpunkt, wo ich mit dem Rauchen aufhören sollte.“

  • Eine Gruppe junger Studenten war zu Gast. Eine der Mädels merkte erst am Zigarettenautomat, daß da nun ja so ein Schutz ist. Einfache Lösung: sie rief kurz an den Tisch mit den Komilitonen: Du $name, ich brauch mal Deine Geldkarte!

Ich bin mal gespannt, was noch so alles passiert…