Schlagwort: Kaffee

Kaffee-Ladies

Meine Öffnungszeiten sind nach hinten unter der Woche variabel. Es gibt eine feste Zeit, in der immer offen ist. Danach hängt es davon ab, ob und wieviele Gäste noch da sind. Aber spätestens um 2 Uhr ist Schluß.

Es war schon nach der festen Öffnungszeit. Aber ich hatte noch eine große Gruppe als Gäste (die sich den nächsten Blogeintrag als „Beach Boys“ verdient haben), als ein Haufen Frauen in die Bar stürmte und nachfragte, wie lange ich offen habe. Es war abzusehen, daß es noch länger geht, also machten die Damen es sich bequem.

Noch war alles ok. Aber dann nahm ich die Bestellung auf. Die erste Frau wollte einen Latte Macchiato.
Das war der Moment, wo ich zu überlegen anfing: die Kaffeemaschine war schon geputzt und prinzipiell bin ich auch kein Milchaufschäumer. Aber ich bin auch Gastgeber und deswegen war es auch kein Problem, wegen einem Latte Macchiato wieder die Maschine zu putzen (meinen Chef wird es freuen, auf Kaffee und Kaffee-Variationen ist schließlich die größte Gewinnspanne, vielleicht noch von Tee geschlagen).
Aber es kam noch schlimmer: die Damen wollten einen weiteren Latte Macchiato, einen Latte Macchiato mit Baileys, eine heiße Schokolade mit Baileys. Und dann noch einen großen Grapefruitsaft (hat in meiner Karriere bisher noch nie jemand bestellt). Die drei Cocktails, die sie auch noch bestellten, brachten meinen Puls wieder auf Normalmaß.

Wenn ich Spaß daran hätte, Milch aufzuschäumen und Knöpfchen an der Kaffeemaschine zu drücken, würde ich in einem Cafe arbeiten!

Gastro-Geschichten: Als Barista hat man es nicht immer leicht!

Mal wieder etwas aus dem Bereich Gastro-Geschichten aus einem anderen Blog:

Arne „durfte“ in seiner Zeit als Barista in einer Kaffeebar auch ein paar unterhaltsame Geschichten erleben. Drei davon schildert er in seinem Blog-Eintrag „Als Barista hat man es nicht immer leicht!„:

  1. Cappuccino vs. Kaffee Latte
  2. leere Tasse trinken
  3. Handtasche mit 2000€ gefunden

Für alle Kaffee-Liebhaber ist es ein lesenswerter Blog: Barista-Blog.

Bestellen ist nicht so einfach

Der Sinn einer Bestellung besteht meiner Meinung darin, daß der Gast seinen Wunsch äußert. Entweder bestellt er stupide etwas aus der Karte oder fragt, ob man seinen speziellen Wunsch erfüllen kann. Das kann dann etwas sein, das eben nicht auf der Karte steht oder er will etwas von der Karte in einer Spezialversion. Wenn es machbar ist, wird es gemacht. Schließlich zahlen die Gäste meinen Lohn (und nicht mein Chef, wie leider viele denken).

Gestern hatte ich so einen Bestell-Experten. Er setzt sich mit seinem Kumpel an die Theke. Während ich ich den anderen mit einem einfachen Bier abspeisen konnte, bestellt er einen Gin Tonic. Nicht mehr und nicht weniger. Das hätte ich auch hinbekommen, ist ja nicht schwer: Eis, Gin. Tonic Water und ein Stückchen Limette, Strohhalm rein und servieren. Zum Wohl!
Er bedankte sich und ich widmete mich wieder der Kaffeemaschine.
Un da hört ich, wie er sich bei seinem Kumpel beschwerte. Er will kein Eis in seinem Gin Tonic und einen Strohhalm auch nicht. Das zeigt er dann auch, indem er ihn direkt vor seinem Glas auf die Theke legte. Das hätte er mir aber auch sagen können. Entweder als er den Gin Tonic bestellte, als ich ihn servierte oder sogar noch (falls es ihm bis dahin nicht mehr eingefallen ist, daß er kein Eis und Strohhalm will) noch während der Zubereitung. Immerhin saß er in nur 80cm Entfernung vom Entstehungsort des Gin Tonic.

Das Gesicht habe ich mir gemerkt. Wenn er das nächste Mal einen Gin Tonic bestellt, dann frage ich einfach: „Wie immer? Ohne Eis und Strohhalm?“

Aber mal im Ernst: Wem fällt auf Anhieb eine Bar ein, die Gin Tonic (oder Longdrinks allgemein) ohne Eis und Strohhalm serviert?

Gastro-Geschichten: Fettfreie Fit Milch und zwei Espressi-Besteller

Ich kann nicht überall sein und mir kann auch nicht alles auffallen, was schreibenswert ist. Aber anderen Bloggern passieren Gastronomie-Geschichten, die vielleicht auch für Thekenmeister-Leser interessant sind. Wenn ich über solche Beiträge stolpere, verlinke ich sie ab sofort in der Kategorie „Gastro-Geschichten“ mit einem kleinen Einleitungstext. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er weiterlesen will oder nicht.

Durch Zufall bin ich im Hamburg versus Berlin-Blog gelandet und über einen Artikel gestolpert, der absolut unterhaltsam zu lesen ist. Sven Dietrich schreibt dort über bekloppte Kaffee-Bestellungen und läßt sich über fettfreie Milch aus. Garniert wird der Beitrag mit einem schönen Foto, auf dem ein Schild den Gästen klarmacht, daß sie keine fettfreie Milch haben. Seine Schreibe ist sehr locker und amüsant. Espresso-Trinker sollten diesen Beitrag unbedingt lesen!

Fettfreie Fit Milch und zwei Espressi-Besteller Hamburg vs. Berlin

Veltins V+ Cappuccino

V+CappuccinoEs wird immer schlimmer mit den Biermischgetränken.

Gestern las ich im Gastgewerbe Gedankensplitter einen Beitrag zu dem im Herbst erscheinenden Veltins V+ Cappuccino. Bier mit Cappuccino? Nach der Meinung von Veltins wird diese limitierte Edition ein Renner:

Die Brauerei C. & A. Veltins erschließt mit „V+Cappuccino“ das beliebteste Getränke-Segment der Deutschen, denn insbesondere bei jungen Erwachsenen erfreuen sich Kaffeespezialitäten großer Beliebtheit.

Man kann sich ja einiges schönreden. Wenn es genauso schmeckt wie das Veltins V+ Apple, na dann gute Nacht!
Was kommt als nächstes? Stille Wasser erfreuen sich auch zunehmender Beliebtheit. Gibt es dann bald Bier ohne Kohlensäure?

Genug aufgeregt. Was ist denn Veltins V+ Cappuccino nun genau?

„V+Cappuccino“ besteht aus 50% frischem Veltins und 50% Erfrischungsgetränk mit Cappuccino-Flavour bei einem reduzierten Alkoholgehalt von 2,9 vol. %.

Ich bin schon gespannt.

Bild und Zitate von: Veltins Bierpresse

Blind Date II

Gestern besuchte mich ein Kumpel mit seinem Blind Date.
Der Hauptbestandteil eines Blind Dates ist ja, daß man nicht weiß, worauf man sich einläßt. Manchmal klappt es und manchmal geht es eben schief.

Auch bei seinem Blind Date gab es im Vorfeld eine kleine Ungereimtheit, die sein Blind Date gefährdet hat, aber zu einem weiteren richtigen Blind Date geführt hätte.
Er hat sich mit ihr auf dem Münsterplatz verabredet. Er wußte nicht, wie sie aussieht, sie hingegen kannte sein Aussehen. Also steht er in der Gegend rum und wartet… bis ihn eine junge Frau anspricht.

sie: Hi, ich bin Dein Blind Date!
er: Hi! Dann laß uns mal einen Kafee trinken gehen!
sie: Ich mag aber keinen Kaffee!
er: Dann bist Du nicht mein Blind Date!

Wie klein ist die Welt? Wieviele Blind Date treffen sich an einem Mittwoch auf dem Münsterplatz? Oder wollte sie ihn einfach nur ansprechen? Ist ja eigentlich ein netter Anmach-Spruch.
Zum Glück wußte er von ihr, daß sie Kaffee mag und hat dann sein richtiges Blind Date ein wenig später getroffen.