Schlagwort: Gin

Ein Quantum Trost

Letztens flatterte mir eine Pressemitteilung zum neuen James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ ins Postfach. Einer der Sponsoren des neuen Bonds ist Smirnoff, die nun zum Film auch ein Gewinnspiel starten. Irgendwie ist aber diese E-Mail verschwunden. Gestern mußte ich wieder daran denken, als mich Freunde überredeten, doch mal wieder ins Kino zu gehen (ich gehe ungern ins Kino und der letzte angedachte Film (Indiana Jones 4) fiel für mich aus). Eine Überredung war wirklich angesagt, da sie Zeitungskritiken über den Film schlecht ausfielen und ich sowieso kein Bond-Fan bin. Aber egal, es gibt schließlich unangenehmere Möglichkeiten, sich einen Abend zu versauen.

Um es kurz zu machen: Die Kritiken hatten Recht: hektische Schnitte, simple Handlung, ein langweiliger Titelsong.

Während des Films soll Irgendein Privat-Jet nach Bregenz fliegen.
Eine Freundin neben mir: In Bregenz gibt es keinen Flughafen!
Sie als Österreicherin wird es wohl wissen. Zumal sie die Szenen in Feldkirch erkannt hat.

Ich bin hier kein Film-Kritiker, daher widme ich mich nun den Spirituosen:
James Bond sitzt in einem Flieger an einer Bar.

(Dialog aus dem Gedächtnis)
Rene Mathis: Was trinkst Du da?
James Bond: Keine Ahnung!
der Barkeeper klärt auf: 3 Teile Gordon’s Gin, 1 Teil Wodka, 1 Schuß Kina Lillet, 1 Schnitzer Zitronenschale
Dieser Cocktail nennt sich Vesper und stammt aus Ian Flemings „Casino Royale„.

Was mir aufgefallen ist: Smirnoff sponsort den Film, wird aber nicht einmal bei der Zubereitung des Cocktails erwähnt. Ob nun eine Flasche vom Smirnoff Vodka zu sehen war, weiß ich nicht mehr. Vielleicht kann das ja ein Kinobesucher bestätigen oder bestreiten.
Smirnoff gehört zum gleichen Konzern wie Gordon’s Gin, nämlich Diageo. Also bleibt die Werbung in der Familie. Nach außen wird mit Wodka geworben, im Film erfolgt dann Product Placement mit Gin. Das ergibt Sinn: Wodka wird eben noch mehr konsumiert als Gin.
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Malaria-Prophylaxe

In diesem Artikel geht es nicht darum, wie man sich sinnvoll vor Malaria schützen kann. Ich biete lediglich einen kleinen Schwank vom Wochenende zum Besten:

So in geselliger Runde kommt man auch auf ein paar Saufgeschichten zu sprechen. Und so kam es, daß ich eine neue Bezeichnung für Gin Tonic-Trinken zu hören bekam:

Malaria-Prophylaxe

Mir war der Zusammenhang sofort klar, die anderen schauten ein wenig erstaunt, wie denn nun Malaria mit Gin Tonic zu tun hat. Es ist auch nicht der Gin Tonic an sich, sondern das Tonic Water, das früher zum Schutz vor Malaria diente. Möglich machte dies der hohe Chinin-Gehalt. Im Grunde könnte man also auch Wodka-Lemon zur Malaria-Prohylaxe nehmen, wenn da nicht eine kleine Kleinigkeit wäre: der Anteil an Chinin in Tonic Water und Bitter Lemon ist so gering, daß man ca. 15l Bitter Lemon trinken müßte, um eine medizinisch wirksame Dosis zu erhalten (laut Wikipedia – Chinin).
Auch wenn es nichts hilft: es schmeckt trotzdem. Prost!

Barkeeper-Test

Vorletztes Wochenende wurde meine Fachkompetenz bei einer Barkeeper-Prüfung verlangt.

Samstag um 15 Uhr sollte es in der Bar Royal losgehen. Aber wer mich kennt, weiß, daß das eine ziemlich frühe Zeit ist. Und es kam, wie es kommen mußte: ich war natürlich nicht pünktlich: Immerhin war ich gegen 15:30 Uhr vor Ort.
Thomy vom myer’s brachte es auf den Punkt:

Heiko, von Dir kennen wir das doch nicht anders. Du kommst doch immer erst kurz vor Schluß!

Recht hat er.
Nun gut, ich habe mich dann gleich hingesetzt, meine Bewertungsbögen angeschaut und dem Treiben vor und hinter dem Tresen gelauscht. Nun hatten einige schon einen Cocktail bestellt und diesse wanderten nun alle zu mir, weil ich es mir ja nicht entgehen lassen konnte, sie zu probieren und zu beurteilen.

eine bunte Auswahl an CocktailsAm Ende hatte ich dann eine lustige Auswahl vor mir stehen:
von links nach rechts: eine Margerita, bei der der Salzrand nicht perfekt gelungen ist; ein Sahne-Cocktail ähnlich einer Pina Colada; dahinter ein Mai Tai; drei Cocktails mit Rhino’s Energy Drink und ganz rechts mein Gin Fizz. im Vordergrund die Bewertungsunterlagen.
Für die Bestellung des Gin Fizz wurde ich von dem Prüfer gelobt. Bestellen ist halt eine Kunst 😉
Es war aber auch ein wenig geplant von mir. Wenn schon Klassiker wie Mait Tai und Margerita, sowie ein Sahne-Cocktail gemacht wurden, werde ich mit Sicherheit nicht auch noch eine Colada bestellen. Umso überraschter war ich, als ich den Gin Fizz probierte. Er schmeckte leicht herber als sonst. Der Prüfer klärte mich dann auch gleich auf: statt mit Soda wurde der Gin Fizz mit Tonic Water aufgefüllt. Eine gelungene Variante.
Cocktailprüfung bestandenHier sieht man nun Pepe (link) mit seinem Prüfling Rudi (rechts), nach der bestandenen Prüfung. Im Vordergrund sind zahlreiche Wasserflaschen der anderen Juroren zu sehen (weil alle Cocktails bei mir standen).
Es war ein gelungener Nachmittag, ich bin schon gespannt, ob ich in ein paar Wochen mich dort wieder betrinken so früh sehen lassen muß. 😉

Gin Tonic

Gin Tonic ist einer der Klassiker unter den Longdrinks. Er besteht aus 4cl Gin (Spirituose auf Wacholder-Basis), Eiswürfeln und wird mit Tonic Water (chininhaltige Bitterlimonade) aufgegossen.
Für den Trinkgenuß ist nun nicht nur die Wahl des Gins entscheidend. Es gibt mehrere Arten, wie man einen Gin Tonic noch verfeinern kann:

  • mit einer halben Scheibe Limette (englische Art)
  • mit einer halben Scheibe Zitrone (amerikanische Art)
  • mit einer Gurkenscheibe (idealerweise schneidet man an zwei gegenüberliegenden Seiten der Gurkenscheibe eine Ecke ab, damit der Saft der Gurke besser zum Tragen kommt)

Gurkenscheibe? Ja, Gurkenscheibe! Und zwar die einer Salatgurke und keiner Gewürzgurke.
Als ich das zum ersten Mal gehört habe, wollte ich nicht so recht glauben, daß diese Variante schmecken kann. Aber ich habe es probiert und bin fasziniert. Es gibt dem Gin Tonic einen edlen Touch, der ihn damit wohl zum besten Longdrink macht.
Probiert es selbst!

Gin… Gin… Gin…

Ein Gast, der sich zu der jungen Dame setze und sich gleich für seine Verspätung bei ihr entschuldigte, sorgte auch für Erheiterung:

ich: Was darf es sein?
er: Gin… Gin.. (rätselhafter Blick)
ich: Gin ist heute nicht im Angebot, dafür sind alle Longdrinks mit Wodka ermäßigt.
er: Nein, keinen Wodka. Ich meine diesen Gin ohne Alkohol.
ich: Gin ohne Alkohol?
er: Ja, ich vergesse immer wieder diesen Namen.
ich: Ginger Ale?
er: Ja, genau, das ist es! Ein großes Ginger Ale bitte!

Als er dann später noch eines haben wollte, hatte er den Namen schon wieder vergessen… Hihi 😉