Kategorie: Tresen-Talk

Kneipen- und Bar-Gespräche

Blind Date II

Gestern besuchte mich ein Kumpel mit seinem Blind Date.
Der Hauptbestandteil eines Blind Dates ist ja, daß man nicht weiß, worauf man sich einläßt. Manchmal klappt es und manchmal geht es eben schief.

Auch bei seinem Blind Date gab es im Vorfeld eine kleine Ungereimtheit, die sein Blind Date gefährdet hat, aber zu einem weiteren richtigen Blind Date geführt hätte.
Er hat sich mit ihr auf dem Münsterplatz verabredet. Er wußte nicht, wie sie aussieht, sie hingegen kannte sein Aussehen. Also steht er in der Gegend rum und wartet… bis ihn eine junge Frau anspricht.

sie: Hi, ich bin Dein Blind Date!
er: Hi! Dann laß uns mal einen Kafee trinken gehen!
sie: Ich mag aber keinen Kaffee!
er: Dann bist Du nicht mein Blind Date!

Wie klein ist die Welt? Wieviele Blind Date treffen sich an einem Mittwoch auf dem Münsterplatz? Oder wollte sie ihn einfach nur ansprechen? Ist ja eigentlich ein netter Anmach-Spruch.
Zum Glück wußte er von ihr, daß sie Kaffee mag und hat dann sein richtiges Blind Date ein wenig später getroffen.

Malaria-Prophylaxe

In diesem Artikel geht es nicht darum, wie man sich sinnvoll vor Malaria schützen kann. Ich biete lediglich einen kleinen Schwank vom Wochenende zum Besten:

So in geselliger Runde kommt man auch auf ein paar Saufgeschichten zu sprechen. Und so kam es, daß ich eine neue Bezeichnung für Gin Tonic-Trinken zu hören bekam:

Malaria-Prophylaxe

Mir war der Zusammenhang sofort klar, die anderen schauten ein wenig erstaunt, wie denn nun Malaria mit Gin Tonic zu tun hat. Es ist auch nicht der Gin Tonic an sich, sondern das Tonic Water, das früher zum Schutz vor Malaria diente. Möglich machte dies der hohe Chinin-Gehalt. Im Grunde könnte man also auch Wodka-Lemon zur Malaria-Prohylaxe nehmen, wenn da nicht eine kleine Kleinigkeit wäre: der Anteil an Chinin in Tonic Water und Bitter Lemon ist so gering, daß man ca. 15l Bitter Lemon trinken müßte, um eine medizinisch wirksame Dosis zu erhalten (laut Wikipedia – Chinin).
Auch wenn es nichts hilft: es schmeckt trotzdem. Prost!

Realität ist…

Im Laufe des Abends bin ich mit einem Gast auf das Thema Realität gekommen.
Dabei fiel mir folgender Spruch ein:

Realität ist der Zustand, der mit mangelndem Alkoholkonsum eintritt.

Er konterte ganz locker mit:

Realität ist etwas für Leute, die mit Drogen nicht zurecht kommen.

Also, was ist nun Realität, wo wir doch sowieso alle in der Matrix leben?

Sprachlos

Sprachlos zu sein ist nicht unbedingt gut für einen Barkeeper. Und wer mich kennt, weiß, daß ich sehr schwer mundtot zu kriegen bin. Aber gestern kam ich in eine Situation, wo ich wirklich sprachlos war. Zum Glück war ich nicht hinter, sondern vor der Theke.

Ich saß am Tresen und mein Bier war leer. Die Bedienung (weiblich, jung und gut aussehend) bemerkte dies, kam zu mir und fragte:

Bedienung: Willst Du auch ein Loch gefüllt haben?

„Laß mal die Luft aus dem Glas/Flasche“ kenne ich als Spruch, um etwas neues zu ordern. Aber mit dem Begriff „Loch füllen“ konnte ich in diesem Moment nichts anfangen. Und das „auch“ erklärte sie dann damit, daß der Gast neben mir kurz zuvor auch ein frisches Bier bekommen hatte.

Frauenlogik V

Wenn man Tassen, Gläser und Shaker per Hand spülen muß, dann ist es sehr sinnvoll, sich ab und zu die Hände einzucremen. Eine Servicekraft hatte wohl eine besondere Handcreme und fing dann auch gleich an, diese anzupreisen.

Servicekraft: Die Handcreme ist wirklich gut und ausserdem riecht sie auch gut! Sie kommt zu mir vor den Tresen und hält mir ihre Hand unter die Nase. Kuck!

Schon klar… mit der Nase kucken. Typisch Frauenlogik!

Das Kassensystem und seine Produktnummern

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt:
Als wir uns über Kassensysteme unterhielten, erzählte mir eine Freundin (auch in der Gastronomie tätig), daß bei ihrem früheren Arbeitgeber, der Latte Macchiato die Produktnummer 69 hatte und sie sich das nicht merken konnte… bis er sie auf die Eselsbrücke die Latte <-> Neunundsechzig hinwies. 😉