Kategorie: Getränke & Spirituosen

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das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Bier

Bierfaß - AbfülldatumBierflaschen haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt und auch die 5l-Partyfässer tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum.
Nun ist mir aufgefallen, daß unsere Bierfässer (30 und 50l) kein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen. Auf ihnen ist lediglich vermerkt, wann das Faß abgefüllt wurde. Aus Interesse fragte ich bei verschiedenen Bekannten, die teilweise schon viel länger als ich in der Gastronomie tätig sind, nach, warum nun auf diesen Fässern kein MHD angegeben werden muß, denn wenn die Brauereien es müßten, würden sie es auch aufdrucken. Keiner konnte mir helfen.

Aber zum Glück gibt es das Internet und so kam ich auf die „Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln“ (kürzer: Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (noch kürzer: LMKV)). Und teilweise ist sie sehr erhellend:

§ 7 Mindesthaltbarkeitsdatum
(1) Das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels ist das Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält.
LMKV – §7

Damit ist auch klar, daß ein Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums keinesfalls gleich weggeworfen werden muß. Es wird lediglich zugesichert, daß es bis zu diesem Datum seine spezifischen Eigenschaften hat. Möglicherweise schmeckt es danach ein wenig anders. Muß es aber nicht!
Absatz 6 trifft nun auf meine MHD-Faßbier-Problematik zu:

(6) Die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums ist nicht erforderlich bei
[…]
3. alkoholfreien Erfrischungsgetränken, Fruchtsäften, Fruchtnektaren und alkoholhaltigen Getränken in Behältnissen von mehr als fünf Litern, die zur Abgabe an Verbraucher im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 bestimmt sind,
[…]
Hervorhebung von mir

§ 1 Abs. 1 Satz 2 lautet:

Dem Verbraucher stehen Gaststätten, Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung sowie Gewerbetreibende, soweit sie Lebensmittel zum Verbrauch innerhalb ihrer Betriebsstätte beziehen, gleich.

Warum gesteht man den Gaststätten so eine Ausnahme zu? Ich weiß es nicht.
Aber ich vermute, daß es damit zusammenhängt, daß Faßbier über eine Schankanlage (Bierlotse.de – Schanktechnik) ausgeschenkt wird, die es ermöglicht, auch über einen längeren Zeitraum (länger als diese 5l-Party-Fäßchen) das Bier mit gleicher Qualität zum Gast gelangen zu lassen. Und weil Faßbier nunmal teurer ist als Flaschenbier wird über die Schankanlage nur Biere verkauft werden, das sich auch „schnell dreht“, d.h. möglist schnell verkauft wird und so ohnehin nie das MHD erreichen wird.
Weiß jemand vielleicht noch mehr dazu?

Aamen California

Aamen? Da war doch mal was? Das war doch dieser gelbe Likör, der nach ein paar Wochen seine Farbe verändert hat und in einem herrlichen grau erstrahlte. Jörg Meyer hat ein paar nette Bilder veröffentlicht, wie man Aamen Gold wunderbar verwenden kann.

Durch Zufall bin ich heute wieder auf deren Homepage gelandet und sie haben ein neues Produkt:

Aamen California
Die Essenz aus erlesenen Cranberries, reinem Bergquellwasser, feiner Süße und 16% Alkohol.

Cranberries und Kalifornien? Ich hatte irgendwo im Hinterkopf die Information, daß Cranberries aus Kanada kommen. Und auch Wikipedia ist da meiner Meinung:

Die natürliche Heimat der Kranbeere liegt in Hochmooren im östlichen Nordamerika; das Verbreitungsgebiet reicht von New Brunswick und Neufundland in Kanada südlich bis zu den US-Bundesstaaten North Carolina, Tennessee und Virginia.
Wikipedia – Großfrüchtige Moosbeere

Wer nun in Erdkunde aufgepaßt hat, weiß, daß Kalifornien an der Westküste der USA liegt. Da hat wohl wieder einer der Entwickler ein wenig gepennt.

Demnächst gibt es dann Aamen Australia mit erlesenen Marula-Früchten. 😉

verpeilte Mitarbeiter

Manchen Mitarbeitern kann man Sachen zigmal erklären und sie setzen es nicht um. Sie wissen zwar schon, daß ich es ihnen mal gesagt habe. Oder sie wissen, wie es sein soll, wenn ich sie darauf anspreche. Allerdings handeln sie gerne ganz anders. Sie haben es nicht verinnerlicht!

Beim Pizzablogger bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen:

Ich glaub ich muss Konventionalstrafen einführen. Mund fusslig reden, hilft ja wohl nicht: Dass sie nie-, niemals Stecknadeln auf dieses Regalbrett legen sollen. Oder eben den Topf woanders hinstellen.
Wie kommt die Stecknadel in die Sauce

Ich löse solche Fälle ein wenig „anders“.
Für Altglas haben wir eine Plastikkiste. Pfandflaschen gehören dort nicht hinein. Das habe ich den Servicemädels auch schon mehrfach erklärt. Die Pfandflaschen werden in Getränkekisten gesammelt und nach Feierabend dann sortiert im Keller in die Leergutecke gebracht. Und die Unterscheidung ist auch nicht schwer: Spirituosenflaschen ab in die Altglaskiste, den Rest in die Getränkekisten.

An einem Abend haben es beide Service-Mädels geschafft, die San Pellegrino-Flaschen zum Altglas zu packen. Das war der Zeitpunkt, wo ich mir einen kleinen Spaß erlaubt habe: als beide vor der Theke unterwegs waren, wanderte die Pfandflasche auf wundersame Weise wieder direkt auf die Theke unter den Zapfhahn. Und wieder nahm eine der beiden die Flasche und legte sie ins Altglas. Ich stellte sie dann wieder auf die Theke, von wo sie wieder im Altglas landete. Das ging mehrfach so hin und her. Da das Spiel auf absehbare Zeit wohl so weitergehen würde, fing ich an, eine Strichliste zu führen. Am Schluß hatte die eine 7 Mal und die andere 8 Mal die Flasche von der Theke an die gleiche Stelle im Altglas gelegt!
Danach habe ich sie nur gefragt: Wieviel Wasser haben wir heute verkauft? Und wieviele Flaschen Leergut hast Du von der Theke genommen?

Damit war das Thema durch. Und seitdem kommt es auch nicht wieder vor.

PS:
Ja, ich weiß, daß ich ein wenig fies sein kann. Eine von den zwei Mädels war übrigens die, die ich damals schon auf die (nicht aufgebaute Terrasse) zum Bestellungen einholen geschickt habe. 😉

Willi mag…

Mal etwas zum Zeitvertreib:

Der Willi ist schon ein komischer Kerl. Bei den Drinks hat er einen ganz besonderen Geschmack:

Willi mag Gin Fizzes, aber keinen Gin Tonic.
Willi mag Kina Lillet, aber keinen Vesper (der Cocktail aus Casino Royale).
Willi mag Swimming Pools, aber keine Pina Coladas.
Willi mag Ballantine’s, aber keinen Chivas Regal. Johnnie Walker mag er auch.
Willi mag Ramazzotti, aber keinen Jägermeister (und auch keinen Averna).
Willi mag Cocktails mit Kokossirup. Cocktails mit Mandel- und Mandarinensirup mag er nicht.

Was trinkt Willi sonst noch?

In diesem Beitrag werden die Kommentare moderiert (d.h. erst veröffentlich, wenn ich sie freigegeben habe). Das ist nur zur Vorsicht, daß keiner das Rätsel um Willi auflöst und damit den anderen den Ratespaß verdirbt.
Viel Spaß beim Mitmachen und/oder Raten!

Maracuja-Mangel

Ich war schon etwas erstaunt, als ich vor zwei Wochen bei unserem Haupt-Getränke-Lieferanten meine Bestellung abgegeben habe. Sie hätten keinen Maracuja-Nektar mehr auf Lager! Der Lieferant ist übrigens keine kleine Klitsche, sondern (laut Wikipedia) im Verbund mit Gold Ochsen der größte Getränkeverbund der Region Donau-Iller. Ohne Nachzufragen setzte ich meine Bestellung fort.

Glücklicherweise traf ich tags darauf einen Außendienstler eines anderen Lieferanten, der mir dann erklärte, was es mit dem Maracuja-Mangel auf sich hat:
Ecuador ist der Haupt-Exporteur für Maracuja-Konzentrate. Mehr als 90 Prozent des weltweit importierten Maracuja-Konzentrats stammen […] aus Ecuador. Nun ist leider in Ecuador die Ernte katastrophal ausgefallen (er sprach von 50% Ernteausfall) und die Getränke-Produzenten bekommen keinen Nachschub an Maracuja-Nektar.

Nun wird es spannend, wie sich der Preis für Maracuja-Produkte entwickeln wird. Maracuja scheint langsam überall Mangel zu sein. Selbst die Neu-Ulmer Metro hatte letzte Woche keinen Maracuja-Nektar im Angebot. Auch Pfanner hat so seine Probleme:

Antwort von Pfanner: Alle mit Sternchen gekennzeichneten Früchte stammen zu 100% aus Fairtrade. Die anderen stammen aus einheimischer Produktion, mit Ausnahme von Maracuja, wo es aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf dem Weltmarkt gegenwärtig kein ausreichendes Angebot aus fairem Handel gibt.
tessarakt – Fairtrade – vom 20.7.2009

Inzwischen haben wir schon wieder ordentlich Maracuja-Nektar geliefert bekommen. Mal sehen, wie lange es reicht. Zur Not heißt es einfach: die nächste Ernte abwarten!

Prosecco-Weizen II

Angeregt durch einen Kommentar (Cirsten zum Prosecco-Genießer) kam das Stichwort Prosecco-Weizen wieder auf. Ich hatte vor langer Zeit Gäste, die Prosecco-Weizen bestellten (und auch tranken).

Es ist wirklich unglaublich, aber es gab in Friedrichshafen im Zirkuss Partys, auf denen Prosecco-Weizen angeboten wurde:

Wir machen mit Euch eine Oktoberfest-Party mit allem, was dazu gehört!

Freier Eintritt in Dirndl und Lederhose, Mega-Bierzelt-Deko, Maßkrugstemmen für Männer und Frauen, schweißtreibender Partysound.

Zu jeder Maß Bier für 4,90 EUR gibt´s 1 Brez´n und

1 Schnapserl gratis dazu. Prosecco-Weizen für VIP´s nur 2,90 EUR.
tilllate.com – Zirkuss – Friedrichshafen – HALLELUJA – O´ZAPFT IS – Reiß den Humpen!

Mal sehen, ob es dieses Jahr auf dem Oktoberfest dann auch schon Prosecco-Maß’n gibt. Zumindest ich kann gerne darauf verzichten.
Prost!