Schlagwort: Tresen-Talk

Zukunftsvisionen

Dem Staat geht es schlecht, die AbwrackUmweltprämie ist ausgelaufen (und nun merkt auch der größte Depp, welch Schwachsinn die Idee war), es wird Zeit für Reformen!

Gerade eben hatten wir in lustiger Runde ein paar Ideen, um den Staat wieder auf Vordermann zu bringen:

  • Im Plenarsaal im Bundestag werden an den Seiten Theken installiert, an denen Bier, Wein, Cocktails und Spirituosen gratis ausgeschenkt werden.
    Das schafft Anreiz für die Politiker, etwas häufiger ihre Sitzungen zu besuchen, sorgt für bessere Stimmung und bringt mehr Farbe in den Politikalltag (und die Alkohol-Industrie könnte vor Ort ein wenig Lobby-Arbeit bei Frau Bätzing machen). Zusätzlich entsteht durch die gut besuchten Debatten mehr Vertrauen im Volk, weil es so aussieht, als ob sich nun mehr Politiker ums Volk kümmern würden..
  • Der Staat wird durch eine erfolgreiche deutsche Firma gesponsort: Jägermeister (die zeigten sich schon 1972 innovativ, als erster Fußball-Trikot-Sponsor).
    Der Bundesadler kommt weg und wird durch einen Hirsch ersetzt, aus Schwarz-Rot-Gold wird einfach Schwarz-Rot-Orange. Gegebenenfalls muß auch die Nationalhymne dem „10 kleine Jägermeister“ weichen.
  • Stadt- und Landkreise werden nach den dort ansässigen Brauereien benannt. Der größte Gewerbesteuerzahler hat das Erstkaufsrecht.

Habt ihr noch weitere Ideen?

Ich werde Barkeeper!

Am Samstag hatte ich zwei Gäste, mit denen ich immer sehr viel Spaß habe. Wir nehmen uns dabei gerne gegenseitig auf die Schippe. Und so war es auch diesmal wieder. Die beiden Jungs (beide sind Koch) saßen direkt an der Theke. Einer der beiden fing dann auch an, sich für meine Scherze (ein paar Tipps: zwei Jungs zusammen unterwegs, Valentinstag) zu revanchieren, die ich über sie machte.

er: Du hast es ja immer noch zu nichts in Deinem Leben gebracht?
ich: Wieso?
er: Du stehst immer noch hinter der Theke. Da hätte ich keinen Bock drauf, das ewig zu machen!
ich: Und ich hätte keinen Lust, mein Leben lang in der Küche zu verbringen!
er: Da mache ich auch nicht mehr lange! Ich höre auf damit!
ich: Und was machst Du dann?
er: Ich werde Barkeeper!

Das sorgte bei mir für einen gelungenen Lachanfall. Ich erinnerte mich dabei an meine Jungend und an Grisu, den kleinen Drachen, der sich niemals von seinem Ziel „Ich werde Feuerwehrmann!“ abbringen lassen wollte.

Wann Wecker wecken

Ich finde es immer wieder spannend zu erleben, welche Themen an einem Tresen so auftauchen. Letztens ist mal wieder ein netter Nonsens-Streit entbrannt.

Die Frage war eigentlich total simpel:

Wann stellst Du Deinen Wecker, wenn Du zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen mußt?

Dabei sei außen vorgelassen, ob die Nacht davor durchgezecht wurde oder nicht. Der Wecker sollte an einem normalen Morgen nach einer normalen Nacht klingeln.

Ich bin schon seit jeher der Weckersteller, der seinen Wecker mindestens eine halbe Stunde vor dem spätmöglichsten Aufstehzeitpunkt stellt, damit ich dann noch einmal gemütlich eine Runde dösen oder schlafen kann mit dem Bewußtsein, daß ich eben noch eine halbe Stunde habe und diesen Schlaf noch ausgiebig genießen kann.
Mein Kumpel war nun genau gegenteiliger Meinung. Er stellt seinen Wecker auf den Zeitpunkt, an dem er auch aufstehen muß. Auch die zu Rate gezogene Aushilfe, der DJ und vorbeilaufende Gäste änderten nichts an dem Unentschieden. Erst eine junge Dame, die wieder in die Bar kam, um ihre Freundinnen zum Taxi zu holen brachte einen knappen Ein-Stimmen-Vorsprung für die Vorzeitig-Wecker-Steller.

Nun frage ich seit Tagen diverse Gäste und Freunde, wie sie es mit dem Weckerstellen so halten. Langsam aber sicher zeichnet sich ein deutlicher Vorsprung für die Vorzeitig-Wecker-Steller ab.

Wenn also das Gespräch in der Kneipe ein wenig eingefroren ist, fragte euere Mitmenschen doch mal, wann sie ihren Wecker stellen. Das gibt wirklich nette Diskussionen. 😉

Sprachlos

Sprachlos zu sein ist nicht unbedingt gut für einen Barkeeper. Und wer mich kennt, weiß, daß ich sehr schwer mundtot zu kriegen bin. Aber gestern kam ich in eine Situation, wo ich wirklich sprachlos war. Zum Glück war ich nicht hinter, sondern vor der Theke.

Ich saß am Tresen und mein Bier war leer. Die Bedienung (weiblich, jung und gut aussehend) bemerkte dies, kam zu mir und fragte:

Bedienung: Willst Du auch ein Loch gefüllt haben?

„Laß mal die Luft aus dem Glas/Flasche“ kenne ich als Spruch, um etwas neues zu ordern. Aber mit dem Begriff „Loch füllen“ konnte ich in diesem Moment nichts anfangen. Und das „auch“ erklärte sie dann damit, daß der Gast neben mir kurz zuvor auch ein frisches Bier bekommen hatte.

Frauenlogik V

Wenn man Tassen, Gläser und Shaker per Hand spülen muß, dann ist es sehr sinnvoll, sich ab und zu die Hände einzucremen. Eine Servicekraft hatte wohl eine besondere Handcreme und fing dann auch gleich an, diese anzupreisen.

Servicekraft: Die Handcreme ist wirklich gut und ausserdem riecht sie auch gut! Sie kommt zu mir vor den Tresen und hält mir ihre Hand unter die Nase. Kuck!

Schon klar… mit der Nase kucken. Typisch Frauenlogik!

Das Kassensystem und seine Produktnummern

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt:
Als wir uns über Kassensysteme unterhielten, erzählte mir eine Freundin (auch in der Gastronomie tätig), daß bei ihrem früheren Arbeitgeber, der Latte Macchiato die Produktnummer 69 hatte und sie sich das nicht merken konnte… bis er sie auf die Eselsbrücke die Latte <-> Neunundsechzig hinwies. 😉