Schlagwort: Steuer

Zukunftsvisionen

Dem Staat geht es schlecht, die AbwrackUmweltprämie ist ausgelaufen (und nun merkt auch der größte Depp, welch Schwachsinn die Idee war), es wird Zeit für Reformen!

Gerade eben hatten wir in lustiger Runde ein paar Ideen, um den Staat wieder auf Vordermann zu bringen:

  • Im Plenarsaal im Bundestag werden an den Seiten Theken installiert, an denen Bier, Wein, Cocktails und Spirituosen gratis ausgeschenkt werden.
    Das schafft Anreiz für die Politiker, etwas häufiger ihre Sitzungen zu besuchen, sorgt für bessere Stimmung und bringt mehr Farbe in den Politikalltag (und die Alkohol-Industrie könnte vor Ort ein wenig Lobby-Arbeit bei Frau Bätzing machen). Zusätzlich entsteht durch die gut besuchten Debatten mehr Vertrauen im Volk, weil es so aussieht, als ob sich nun mehr Politiker ums Volk kümmern würden..
  • Der Staat wird durch eine erfolgreiche deutsche Firma gesponsort: Jägermeister (die zeigten sich schon 1972 innovativ, als erster Fußball-Trikot-Sponsor).
    Der Bundesadler kommt weg und wird durch einen Hirsch ersetzt, aus Schwarz-Rot-Gold wird einfach Schwarz-Rot-Orange. Gegebenenfalls muß auch die Nationalhymne dem „10 kleine Jägermeister“ weichen.
  • Stadt- und Landkreise werden nach den dort ansässigen Brauereien benannt. Der größte Gewerbesteuerzahler hat das Erstkaufsrecht.

Habt ihr noch weitere Ideen?

Trinkgeld-Steuer

Ich bin erst wenige Jahre in der Gastronomie. Für mich galt bisher immer: das Trinkgeld ist steuerfrei. Auch die zentrale Wissensanlaufstelle Wikipedia schreibt:

Trinkgelder, die anlässlich einer Arbeitsleistung dem Arbeitnehmer von Dritten freiwillig und ohne dass ein Rechtsanspruch auf sie besteht, zusätzlich zu dem Betrag gegeben werden, der für diese Arbeitsleistung zu zahlen ist, sind in Deutschland gemäß § 3 Nr. 51 Einkommenssteuergesetz steuerfrei.
Wikipedia – Trinkgeld

Gestern erfuhr ich von einem deutlich erfahreneren Gastronomie-Beschäftigten, daß es vor Jahren noch eine Steuer auf Trinkgelder gab. Ich wollte das nicht so recht glauben. Warum sollte jemand in seiner Steuererklärung sein Trinkgeld angeben? Es ist für das Finanzamt doch schlicht unmöglich, das Trinkgeld zu kontrollieren. Konnte man es dann auch steuermindernd gelten machend, wenn man mal falsch rausgegeben hat und am Ende weniger im Geldbeutel hat, als laut Abrechnung drin sein müsste?
Da mußte ich also nachforschen. Und siehe da: es gab wirklich mal eine Trinkgeld-Steuer!

Gemeinsam mit der SPD haben wir im Juli 2002 die Trinkgeldsteuer abgeschafft, die es in Deutschland seit 1923 gab.
Christa Sager – Bündnis 90/Die Grünen

Leider habe ich keine Statistiken gefunden, wie hoch die Gesamtsteuereinnahmen durch die Trinkgeld-Steuer war. Aber wahrscheinlich sehr gering, denn nach DIW Berlin, TNS Infratest Sozialforschung, bekamen lediglich 2% von 12563 Befragten im letzten Monat Trinkgeld (Umfrage aus 2006: Statista).

Ein guter Tag zum Saufen

Leider hab ich den Eintrag erst heute gesehen, aber gestern war ein guter Tag, um sich besaufen zu gehen (zumindest laut Fefe):

Unglaublich, aber wahr: Der Congress hat jetzt doch für den Bailout gestimmt. Die sind wirklich so dämlich. Erschütternd.

Vielleicht hat sie ja auch der steuerfreie Rum umgestimmt.

Heute ist ein guter Abend, um sich besaufen zu gehen. Da kann ich nur schwer mit umgehen, dass die Politiker wirklich alle so dämlich sind, wie es aussieht.
Fefe’s Blog

Das Banken-Problem haben ja nicht nur die Amis. Unser Staat zahlt nun auch 26,6 Milliarden Euro für die Rettung der Hype Real Estate (das ist „nur“zweieinhalb mal so viel wie der Bund pro Jahr für Bildung und Forschung ausgibt) . Da hätten wir uns doch auch ein paar Steuerbefreiungen für Spirituosen verdient.