Schlagwort: Kollegen

Ich glaub, es hackt!

Was ich gestern erleben durfte mußte, war mal von einer ganz anderen Welt. Zum Glück in einer anderen Bar. Wenn ich das bei mir erlebt hätte, wäre derjenige hochkant rausgeflogen.
Jemand vom Personal (ich weiß, daß er dort arbeitet) saß erst hinter der Bar auf dem Tresen und stand dann im Durchgang der Bar und unterhielt sich mit einer jungen Dame. Hinter der Bar war sonst weit und breit kein Personal zu sehen.
Und es kam wie es kommen mußte: ein Gast ging an die Bar und bestellte bei ihm etwas (ich habe den Anfang des Dialogs leider nicht mitbekommen).

er: Wenn Du etwas bestellen willst: $arbeitendesPersonal ist hinten am Tischkicker!
Gast:Aber Du kannst mir hier doch schnell zwei Bier geben?
(er hatte ca. 2m bis zum Kühlschrank und weitere 2m bis zu den Gläsern, was für ihn also insgesamt ca. 5m Laufstrecke plus Öffnen und Schließen des Kühlschrank sowie das Holen von zwei Gläsern und Einschenken zweier Biere bedeutet hätte)
er:Vergiß es! Ich arbeite nicht Und wenn Du etwas bestellen willst, gehst Du nach hinten zum Tischkicker! Ich bleibe hier stehen.. and whatever!

Der Gast ist dann wirklich zum Tischkicker gegangen um etwas zu bestellen. Ich hätte dem Kerl ein beherztes „Fuck you!“ (er ist Engländer oder Ire, zumindest englischsprachig) ins Gesicht geschmissen und wäre gegangen.
Interessant ist noch, daß er der jungen Dame danach die Welt des Cocktail-Shakens erklären wollte. Bevor er sich mit Cocktails befaßt, soll er erstmal den Umgang mit Gästen lernen!
Zum Glück habe ich da komplett anderes Personal. Wenn jemand privat oder nach Feierabend bei mir in der Bar oder in Chefs Cafe ist und eine größere Gruppe hereinkommt, wird kurz gefragt, ob etwas geholfen werden kann. Es geht dann einfach schneller, wenn einer Cocktails macht und der andere die Kaffeemaschine bedient oder Softdrinks ausschenkt. Und natürlich helfe ich in solchen Situationen auch (ohne irgendwelche Arbeitszeiten aufzuschreiben oder Trinkgeldansprüche zu stellen). Schließlich geht es um den Gast. Und je schneller er seinen Wunsch erfüllt bekommt desto zufriedener ist er (und kann möglicherweise später auch schneller noch etwas bestellen).

Freakshow

Also Samstag abend war bei mir mal wieder Freakshow angesagt. Manchmal hat man tagelang nur normale Gäste und ist nicht zufrieden, weil es keine blogbaren Ereignisse gibt. Und dann gibt es Tage, da kommt alles auf einmal. So wie am Samstag.

Die Highlights:

Ein etwas angetrunkener junger Mann setzt sich an den Tresen und bestellt einen Screwdriver. Da dieser nur aus Wodka und Orangensaft besteht ist es eigentlich ein Longdrink, der im hohen Glas gemischt wird. Wahlweise kann man ihn auch Shaken und dann das Ergebnis durch ein Barsieb auf frische Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben. Longdrinks kosten bei uns 4,90€, geshakte Cocktails fangen bei 5,90€ an. Da er mir 15 Euro hinhielt, hat es ihn nicht wirklich gestört, daß ich den kleinen Aufpreis fürs Shaken kassiert habe. Er war sichtlich erstaunt, wie günstig der Screwdriver war. Keine Ahnung, wo der Kerl sonst so verkehrt. Nach den ersten paar Zügen am Strohhalm lag er jedenfalls mit dem Kopf auf dem Tresen…

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Ich nehme…

Ein jugendlicher Gast betrat mit drei Mädels (von denen ich eine kenne, weil sie eine Art Kollegin ist (arbeitet im Donauturm)) die Bar und laß sehr unentschlossen die Karte.

Gast: Ihr hattet mal diese süße Limonade aus den USA mit Koffein. Ich weiß jetzt nicht mehr wie die heißt…
ich: Du meinst „Mountain Dew‚.
Gast: Genau. Das nehme ich.
ich: Nein.

Er schaute relativ verwirrt, aber als ich ihm erklärte, daß wir Mountain Dew nicht mehr führen und die Restbestände aufgebraucht sind, fanden es (zumindest) die drei Mädels, mit denen er da war, sehr witzig.

Freitag abend

Ich freue mich schon auf Freitag. Vorhin hat mich der Chef wissen lassen, daß ich dann nämlich mit einer seiner Cafe-Aushilfen in der Bar arbeiten muß darf. Die wird sich mal wundern, was da so los ist. Und sie wird nicht dazu kommen, sich mit ihren Freundinnen zu unterhalten, die dann bestimmt wieder an meinem Tresen sitzen… 😉
Wenigstens läuft das Kassensystem nun und sie muß nicht erst noch die Preise lernen.

Konkurrenz

Nach Feierabend spricht mich mein Chef (Inhaber von zwei Cafes/Bars) an: „Sag mal, $mitarbeiterin war vorhin hier und hat nach Dir gefragt. Ich hab gemeint, daß Du drüben beim Arbeiten bist. Sie ist dann gleich wieder los. Sag mal, machst Du da nen Fanclub von Dir auf?“
Tja, Chef… Du mußt nicht immer meinen, daß die Menschen nur deinetwegen in Deine Bars kommen. 😉
Und ich muß mir anlasten, daß ich total vergessen hatte, daß ich eigentlich mit ihr ins myer’s gehen wollte (Donnerstag ist immer noch der beste Tag – mit DJ Montana). Sorry!