Schlagwort: Junggesellinnenabschied

und es kommt immer schlimmer

Die letzten Wochen mußte ich mich zum Großteil mit feiernden Abiturienten abgeben. Es ist echt faszinierend, wie sich diese angehende „Bildungselite“ daneben benehmen kann. Während der Prime Time nervten sie mich mit irgendwelchen Musikwünschen von mir unbekannten Gangsta-Rappern (zumindest ließen die Namen das erahnen), wollten dann teilweise selbst die Musik aus meinen CDs aussuchen und zerpflückten die Bierdeckel, daß wirklich alles zu spät war. Von dem mageren Trinkgeld mal ganz abgesehen.
Aber der Hammer waren diese Woche Medizinstudenten, die ihren Abschluß feierten. Schlimmer geht es echt nicht! Da ist selbst der betrunkenste Junggesellenabschied noch harmlos.
Ich bin mal gespannt, welche Herausforderungen ich dann nächste Woche meistern muß.

Junggesellenabschiede und Leichenwagen

So ein Junggesellenabschied bedeutet in aller Regel viel Spaß und Unterhaltung.
Ein Leichenwagen steht wohl eher für das Gegenteil.

Nun berichtet aber der Spiegel von einem Straßburger, der einen schwarzen Cadillac Leichenwagen für Junggesellenabschiede zur Verfügung stellt. Damit können die angehenden Ehemänner und Ehefrauen ihr bisheriges Single-Leben zu Grabe tragen. Eine nette Idee.

Mehr dazu im Spiegel.

Unbeliebte Gäste

Immer diese Junggesellinnenabschiede!

Am Samstag ist so ein Haufen bei mir in die Bar eingelaufen. Und es ergab sich gleich folgender Dialog:

eine der Frauen: Ich hoffe, Du schmeißt uns nicht gleich raus!
ich: Nein, wieso sollte ich?
sie: Wir wollten eben in die $andereBar und da haben sie uns gleich rausgeworfen!
ich: Wieso das denn?
sie: Sie wollen keine Junggesellen-Abschiede bei sich in der Bar!

Ich finde es faszinierend, wie pauschal manche Menschen denken. Junggesellenabschied ist nicht gleich Junggesellenabschied. Die Damen waren nicht mit einem dieser berühmten Bauchläden unterwegs, waren nicht sturzbetrunken (noch nicht einmal angeheitert) und liefen nicht in übergroßen Motto-T-Shirt herum, auf denen dann alle möglichen Personen unterschreiben müssen. Sie waren lediglich gleich angezogen (weiße Blusen und eine sehr locker gebundene Krawatte) und trugen etwas extravagante Hüte.

Ich sage hiermit danke an die Mitbewerber für den guten Umsatz, den ihr uns beschwert habt! Die Damen waren trinkfreudig, sehr nett, anständig (sie fragten sogar, ob sie die Cocktails mit nach draußen zum Rauchen nehmen dürfen) und spendabel beim Trinkgeld. Wenn ihr das nächste Mal wieder so angenehme Gäste vor die Türe setzt, dann schickt sie doch gleich zu mir, bevor sie orientierungslos und durstig durch die Stadt irren.

Happy Hour mal anders

Ein paar Kleinigkeiten zum Thema Happy Hour:

Mit dem 7.7.2007 war der Hype der diesjährigen Hochzeiten und den damit verbundenen Junggesellenabschieden noch nicht vorbei.
Am Wochenende hatte ich wieder einen großen Junggesellinnenabschied bei mir auf der Außenterrasse. Die Mädels kamen deutlich vor der Happy Hour und bestellten fleißig Cocktails. Als dann die Happy Hour angebrochen war, wollten sie weiter. Und da ja nun Happy Hour war, wollten sie ihre Cocktails, die sie vor der Happy Hour getrunken haben, zum Happy Hour-Preis. Gab’s dann natürlich nicht. Aber ich frage mich, warum vorher noch keine anderen Gäste auf solch eine kreative Idee gekommen sind.

Happy Hour beim Computerladen:
Letztens mußte ich für den Chef im Computerladen um die Ecke einen RAM-Riegel besorgen, weil diese im Angebot waren. Als ich dann statt knapp 50 Euro nur etwas um die 35 Euro zahlen mußte, war ich schon etwas verwirrt. Des Rätsels Lösung: an diesem Tag zwischen 14 und 18 Uhr gab es RAM nochmal billiger. Und auf der Rechnung stand dann auch wirklich „Happy Hour Shopping“!

Happy Hour auf Deutsch:
Über den Beitrag Happy Hour im tazblog bin ich auf die Aktion lebendiges Deutsch aufmerksam geworden. Im Juni wurde dort ein deutscher Begriff für „Happy Hour“ gesucht und gefunden: Blaue Stunde. Die Blaue Stunde ist bei mir eher nach der Happy Hour, wenn die Gäste blau nach Hause wanken 😉
Das „Schnäppchenstündchen“ aus dem tazblog gefällt mir da schon deutlich besser.

Suchbegriffe im Juni

Ein bischen verspätet, aber nun ist er da: der Suchbegriffe-Report Juni 2007.

Der Hochzeitswahn und damit auch der Junggesellinnen– und Junggesellenabschiedswahn hat zugeschlagen. Ein Großteil der Anfragen kam über „junggesellinnenabschied sprüche“ und „junggesellenabschied sprüche“. Interessant ist, das die weibliche Variante fast dreimal mehr gesucht wurde als die männliche. Sind Frauen nun unkreativer? Sind die Männer fauler, wenn es um das Organisieren eines Junggessellenabschieds geht (Hauptsache: Saufen!)?

  • fasching artikel stuttgart
    Rechzeitig vorsorgen ist angesagt! Fasching ist nicht mehr lange hin!
  • kleine ramazzotti fläschchen
    Die suche ich auch. Insbesondere ein kleines Ramazzotti-Fläschen als Handy-Anhänger. Wer soetwas hat oder weiß, wo man soetwas bekommt, würde damit mir bzw. meiner Miss Ramazzotti eine sehr große Freude machen!
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    Auch Weihnachten ist schon bald wieder!
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    Zum Beispiel hier, da oder dort, aber nicht bei mir!
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    Letzten Monat habe ich noch „Ausreichend!“ empfohlen, dieses Mal gibt es mehr Hilfe: Welche Getränke und wieviel auf einer Party?
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    Das normale Red Bull wahrscheinlich nicht, aber für Diabetiker gibt es speziell das Red Bull sugarfree, ist aber nicht überall und relativ schwer zu bekommen.
  • versteckte kamera meine frau
    Ob Dich Deine Frau mit einer versteckten Kamera beobachtet, weiß ich leider nicht. Falls Du sie damit beobachtest: Laß das!
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    Die finden sich bei mir bestimmt. Ab und zu muß man aber auch zwischen den Zeilen lesen.
  • promi weblog
    Noch bin ich nicht Promi genug. Das meint zumindest Google und listet mich nur auf den Plätzen 21-30.

Junggesellinnenabschiede und Junggesellenabschiede

Ich hoffe mal, daß der Mega-Ansturm von Junggesellinnen- und Junggesellenabschieden nun langsam abebbt. Zumindest gehe ich davon aus, weil der Großteil sich wohl am 7.7. ins Unglück stürzen das JA-Wort geben wird. Tendentiell ist der 20. Juli aber auch nicht schlecht (20.07.2007).

Am Samstag startete der Abend auch mit einem Besuch eines Junggesellinnenabschieds. Die Damen belagerten meinen Tresen, bestellten Cocktails und redeten über ziemlich belangloses Zeug, anstatt sich ordentlich einen hinter die Binde zu kippen.
Weil solche Abschiede ja oft/meist durch Verkauf von Kleinkram (Kondome, Schnäpse, alte Werbegeschenke, …) finanziert werden, kam es beim Bezahlen auch zum GAU: Die zukünftige Braut legte so ziemlich alles an Kleingeld auf den Tresen, was sie finden konnte. Danke! 25 Euro in Kleingeld (es waren zwei 2€-Stücke dabei, der Rest noch kleiner) bei einem Rechnungsbetrag von 24,80€! Und dann wollte die Zukünftige auch noch, daß ich ihr in ihr Junggesellenabschiedsbüchlein etwas hineinschreibe… hätte mich nur 2€ gekostet. Ich hab es dann sein lassen (auch mangels Zeit und Kreativität).

Um Mitternacht herum kam dann ein Junggesellenabschied. Ich kam nicht zum Zählen, wieviele Jungs es waren, aber es waren viele. Die Türe ging auf und einige Minuten nicht wieder zu. Zum Glück haben wir für solche Notfälle unseren Nebenraum. Dort kam dann auch richtig Stimmung auf.
Nach dem Bezahlen kam einer der Kerle zu mir an die Theke.

Gast (gut angeheitert): Du siehst so aus, als ob Du hier der Chef bist! Ich möchte mich bei Dir bedanken, daß wir bei euch hier feiern konnten.
ich: Ich bin nicht der Chef! Das kannst Du ihm auch direkt selbst sagen. Er steht da an der Zapfanlage. Ich sag ihm mal bescheid!
Gast: Oh ja, das wär‘ echt super!

Ich geh also zum Chef hin, informiere ihn, daß einer sich für alle bedanken will. Dann bin ich wieder zurück zu dem Gast, um ihm zu sagen, daß der Chef gleich kommt. Was macht der Gast? Fällt mir um den Hals und bedankt sich nochmals auf überschwengliche Art… bis ich ihn informiert habe, daß der Chef gleich kommt.
Bei Chef hat er sich dann auch noch einmal bedankt und entschuldigt, daß sie vielleicht ein wenig chaotisch waren. Sie wollen auf jeden Fall noch einmal wiederkommen, aber dann wollen sie sich anständig benehmen. Ich freu mich drauf!