Schlagwort: Internet

Gute Nacht, Deutschland!

Vor ca. einem Monat schrieb ich schon darüber, was Schäuble und Zensursula wirklich wollen. Seit gestern ist nun das Gesetz für Internetzensur (offiziell wird es unter dem Deckmantel der Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen verkauft) im Bundestag durch. Das BKA kann nun seinen Zensurapparat installieren. Es ist unglaublich, daß Zensursula bei der Debatte selbst gar nicht anwesend war (Twitter – Jörg Tauss). Aber sie hat bestimmt wichtigere Dinge zu tun. Bald bekämpft sie auch erfolgreich die Altersarmut und Obdachlosigkeit.

Wer immer noch nicht an die kommende Zensur des Internet glauben will, der kann auf Spiegel online folgendes nachlesen:

Einzig und allein zur Bekämpfung von Kinderpornografie sei das Zugangserschwerungsgesetz gemeint, beteuerten Regierungsvertreter noch in der Debatte vor der Abstimmung. Wenige Stunden später preschte ein CDU-Abgeordneter vor: Eine Ausweitung auf sogenannte Killerspiele werde „ernsthaft geprüft“.
CDU-Politiker bekräftigt Forderung nach Ausweitung der Netz-Sperren

Danke an Jochen Borchert, der als einziger der CDU/CSU-Fraktion gegen das Gesetz gestimmt hat! Danke auch an Steffen Reiche, Jörg Tauss und Dr. Wolfgang Wordarg, die in der SPD dagegen gestimmt haben! Die FDP war komplett dagegen, leider haben 7 Abgeordnete keine Stimmen abgegeben (bei 54 Gegenstimmen). Bei den Linken sieht es noch schlechter aus: 17 nicht abgegebene Stimmen bei 36 Gegenstimmen. Die Grünen waren prinzipiell dagegen (33 Stimmen), aber mit 15 Enthaltungen und drei nicht abgegebenen Stimmen stehen sie auch nicht gut da.

Am 27. September 2009 ist Bundestagswahl. Macht was draus!

Disclaimer:
Ich wollte hier in dem Blog nie politische Botschaften verbreiten, aber bei dem Schwachsinn, den die Regierung da verzapft (na endlich! ein Wortspiel mit Barbezug) werde ich echt verrückt!

Endlich wieder Internet

Nach nun einem Monat internetloser Zeit bin ich zuhause wieder ans Netz angebunden. Ein Providerwechsel, bei dem die T-Com noch ihre Finger mit im Spiel hat konnte ja nicht glatt über die Bühne gehen. Nur viermal war ein Techniker vor Ort, um es zum Laufen zu bringen. Und dann waren es noch so Zeiten, wo ich eigentlich meinen Schönheitsschlaf mache. Wenigstens hat er die Zeitfenster immer auf zwei Stunden eingeschränkt.
Faszinierend war auch die Ausstattung, mit der der T-Com-Techniker vor Ort war. Bei ersten Mal war es nicht viel mehr als nur der Schlüssel für den Anschlußkasten inklusive Schraubenzieher. Und zum Leitungmessen steckte er ein Gerät an die Leitung und fuhr dann zur Gegenstelle, um zu schauen, ob die Leitung funktionstüchtig ist. Ganz anders die flotte Technikerin von M-net, die ein Gerät anschloß und direkt ablesen konnte, daß nach 10m eine Leitungsunterbrechung vorhanden war (das war genau dort, wo der Telekomiker die Drähte im Anschlußkasten falsch angeschlossen hatte).
Nun kann ich also wieder ganz gemütlich von zuhause bloggen und muß nicht irgendwelche ungemütlichen Internetcafes besuchen, wo mir Windows aufgezwungen wird. Bei dieser Gelegenheit: kennt jemand ein Internetcafe in Ulm, das mit Linux-Rechnern ausgestattet ist?

Sicherheit in Internetcafes

Internetcafes gehören normalerweise nicht zu der Gastronomie in der ich regelmäßig verkehre. In dieser Woche hatte ich nun mehrfach die Gelegenheit, ein Internetcafe besuchen zu müssen.
Mir ist meine Privatsphäre sehr wichtig. Und deswegen bin ich umso erstaunter, wie sorglos (oder vielleicht auch nur ahnungslos) die Nutzer in den Internetcafes mit ihren Daten umgehen.
Es geht dabei nicht nur um wichtige Passwörter, sondern auch um einfache private Daten, wie z.B. Photos, Chat-Aufzeichnungen, besuchte Webseiten, Suchbegriffe, abgespeicherte Emails. All das habe ich ohne großen Aufwand auf den Rechnern gefunden, entweder noch im Browser oder im nicht geleerten Mülleimer.
Es sollte im Interesse des Internetcafe-Betreibers liegen, daß nach einer Abmeldung der Rechner wieder in einen sauberen Zustand versetzt wird und sich der User keine Gedanken machen muß. Nun kann aber jeder Hans und Franz ein Internetcafe aufmachen (und es gibt immer wieder mehr davon), der keine Ahnung von Sicherheit und Privatsphäre hat. Erschreckend!

Wie kann man nun sicherstellen, daß nach einem Besuch in einem Internetcafe keine privaten Daten mehr auf dem Rechner bleiben?

  • Browser bereinigen:
    Mangels Internet Explorer kann ich hier nur die Vorgehensweise für den Mozilla Firefox beschreiben: Unter Tools -> Clear Private Data (unterster Menüpunkt) kann man sämtliche privaten Daten löschen. Dazu einfach alle Häkchen setzen, und schon sind die Cookies, besuchte Webseiten, Downloads, ausgefüllte Formularfelder und gespeicherte Passwörter gelöscht.
  • Papierkorb
    Wenn man Daten in den Papierkorb schmeißt, dann sind diese noch lange nicht gelöscht. Dazu einfach einen Rechtsklick auf den Papierkorb und dann „Papierkorb entleeren“.

Wer noch mehr Tipps dazu hat, kann sich gerne in den Kommentaren austoben 😉

Besuch vom T-Com-Aussendienstler

Vorhin lief ein Aussendienstler von T-Com ins Cafe. Überschwenglich fing er auch gleich an mit:

T-Com-AD: Sie sind doch bestimmt auch Kunde von T-Com!
Chef: Gott bewahre! Zum Glück nicht!

Und dann fing er an, die Odysse von der T-Com zu erzählen… von schlechter Beratung, von miesem Service im T-Punkt, von nicht eingerichteter Flatrate und vom Wechsel zu KabelBW, mit denen (bisher) keinerlei solche Probleme aufgetaucht sind.
Aber eines muß man dem Kerl lassen: er hat wirklich Spaß an seinem Job, ist freundlich und versucht, obwohl er mit Sicherheit nichts für den Quatsch kann, den die Callcenter, T-Punkte und Werbeblätter verbrechen anrichten, das Beste zu geben. Und die T-Com hat es mit Sicherheit nötig, mit solchen Aussendienstlern ihr Image zu verbessern. Er hat ein absolut perfektes Bild abgegeben. Endlich mal jemand, der auf die Kunden zugeht. Und endlich mal ein Ansprechpartner, der sich nicht hinter irgendeiner Hotline versteckt (sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden). Mehr davon!