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Wir wollen Cocktails!

Ich sitze an der Theke, lese das DEHOGA-Magazin und warte auf Gäste. Zwei Studenten kommen in die Bar, gehen zügig auf mich zu und erklären mir:

Wir wollen Cocktails!

Was für ein glücklicher Zufall, daß sie sich nun in einer Bar befanden. Aber mir war immer noch nicht ganz klar, was sie mir eigentlich sagen wollten. Ich begab mich hinter die Theke und forschte nach.

ich: Wollt ihr die Cocktails zum Mitnehmen oder hier trinken?
beide: Wir trinken schon hier!
ich: Dann setzt euch doch erstmal hin, macht es euch gemütlich, schaut in die Karte und bestellt in aller Ruhe!

In solchen Situationen frage ich mich immer wieder, was daran so schwierig oder unangenehm ist, erst die Garderobe abzulegen, sich dann hinzusetzen und abzuwarten.
Da sind mir Frauen-Gruppen viel sympathischer, die nach 10 Minuten immer noch nicht wissen, was sie denn gerne hätten. („Sorry, wir haben uns sooooo verquatscht!“)

Kaffee-Ladies

Meine Öffnungszeiten sind nach hinten unter der Woche variabel. Es gibt eine feste Zeit, in der immer offen ist. Danach hängt es davon ab, ob und wieviele Gäste noch da sind. Aber spätestens um 2 Uhr ist Schluß.

Es war schon nach der festen Öffnungszeit. Aber ich hatte noch eine große Gruppe als Gäste (die sich den nächsten Blogeintrag als „Beach Boys“ verdient haben), als ein Haufen Frauen in die Bar stürmte und nachfragte, wie lange ich offen habe. Es war abzusehen, daß es noch länger geht, also machten die Damen es sich bequem.

Noch war alles ok. Aber dann nahm ich die Bestellung auf. Die erste Frau wollte einen Latte Macchiato.
Das war der Moment, wo ich zu überlegen anfing: die Kaffeemaschine war schon geputzt und prinzipiell bin ich auch kein Milchaufschäumer. Aber ich bin auch Gastgeber und deswegen war es auch kein Problem, wegen einem Latte Macchiato wieder die Maschine zu putzen (meinen Chef wird es freuen, auf Kaffee und Kaffee-Variationen ist schließlich die größte Gewinnspanne, vielleicht noch von Tee geschlagen).
Aber es kam noch schlimmer: die Damen wollten einen weiteren Latte Macchiato, einen Latte Macchiato mit Baileys, eine heiße Schokolade mit Baileys. Und dann noch einen großen Grapefruitsaft (hat in meiner Karriere bisher noch nie jemand bestellt). Die drei Cocktails, die sie auch noch bestellten, brachten meinen Puls wieder auf Normalmaß.

Wenn ich Spaß daran hätte, Milch aufzuschäumen und Knöpfchen an der Kaffeemaschine zu drücken, würde ich in einem Cafe arbeiten!

„Die perfekte Party“ sucht Party-Tester

Bacardi hat Traumjobs zu vergeben. Vielleicht nicht unbedingt für jeden, aber wer gerne und viel feiert, könnte mit der Bacardi Partyforschung 5.000€ im Monat verdienen. Insgesamt dürfen zwei Frauen und zwei Männer für Bacardi auf Party-Tour gehen!

Was ist zu tun?
Ihr testet ausgewählten Parties als „nicht teilnehmende Beobachter“. Damit entfällt das Alkohol trinken, Musik machen, Gogo-Dancing uvw. Zusätzlich führt ihr ein paar Umfragen aus und macht Fotos und Filme von der Party. Über diese Partys berichtet ihr im die-perfekte-Party-Blog, ladet die Fotos und Filme hoch und kommuniziert mit den Lesern.
12 Wochenenden lang werden jedes Wochenende zwei Partys besucht! Mit „ein bischen Feiern“ hat es also nichts zu tun.

Wer darf sich bewerben?
Gesucht werden Party-Profis zwischen 21 und 29 Jahren. Partylöwen bevorzugt! Es kann auch nicht schaden, wenn ihr schonmal gebloggt habt. Schreiben ist ja nicht jedermanns Sache!

Und was habt ihr davon?
Ruhm und Ehre! Zusätzlich bekommt ihr noch 5.000€ pro Monat sowie weitere 5.000€ als Reisebudget.

Ich falle leider aus dem Anforderungsprofil heraus. Wer drei Monate lang jedes Wochenende Zeit hat und reiselustig ist, sollte sich bewerben!

Noch habt ihr knapp sechs Tage Zeit, um euch als Party-Tester für „die perfekte Party“ bewerben.

Kartenspielen

Für Gruppen, die nichts mit sich anzufangen wissen, habe ich eine Packung Spielkarten in der Bar rumliegen. Es kommt auch regelmäßig vor, daß nach Spielkarten gefragt wird. Letztens waren es zwei Jungs, die Kartenspielen wollten. Wie ich mitbekommen habe, fingen sie mit Mau-Mau an. Später stieß dann noch eine Frau zu ihnen. Sie spielten weiterhin zu dritt Mau-Mau.
Einem weiblichen Stammgast (sie saß allein bei mir an der Theke) kam das doch ein wenig kindisch vor.

sie: Ich glaube, ich gehe mal zu denen hin und erkläre ihnen Skat!
ich: Gute Idee, nun sind sie ja zu dritt.
sie: Du glaubst ja wohl nicht, daß ich denen das nur erkläre. Ich will schon mitspielen. Das Mädel darf nur die Karten geben!

So sind sie eben, diese emanzipierten Frauen! 😉

Gäste: Männer vs. Frauen

Mal wieder etwas Lustiges zum Wochenende:

Aus der Erlebniswelt eines Kellners:

Damentisch: 10 Damen
Herrentisch: 10 Herren

20:00 Uhr Damentisch

Kellner: Guten Abend die Damen, was darf es denn sein?
Frau 1: Oh, ein Glas Sekt.
Frau 2: Nee, wir warten noch auf die Anderen.
Frau 1: Also doch ein Glas Sekt.
Kellner: (geht)

20.03 Uhr Herrentisch

Kellner: Servus.
Mann 1: Servus.
Kellner: Und?
Mann 1: Zehn Bier.
Kellner: (bringt Bier)
Mann 1: Was krieg’ste denn?
Kellner: 18.
Mann 1: (gibt 20) Stimmt so.
Kellner: Danke.

20:10 Uhr Damentisch

Kellner: Haben die Damen etwas gefunden?
Frau 3: Haben Sie Cola light?
Kellner: Nein.
Frau 3: Warum nicht?
Kellner: Keine Ahnung, ich bin nur der Kellner.
Frau 3: Dann nehme ich eine Apfelschorle, aber mit wenig Apfelsaft.
Frau 1: Oh, die nehme ich auch, aber bei mir können Sie mehr Saft reinmachen.
Kellner: Selbstverständlich.
Frau 5 zu Frau 2-4 und 9: Trinkt Ihr auch Sekt?
Frau 9: Ja.
Frau 2: Ja.
Frau 4: Nein, ich habe Migräne.
Frau 1: Dann nimm doch einen O-Saft.
Frau 9: Oh, ja ich will auch einen O-Saft.
Frau 4: Nee, ich nehme ein stilles Wasser.
Kellner: Haben wir leider nicht.
Frau 4: Warum nicht?
Kellner: Keine Ahnung, ich bin nur der Kellner.
Frau 4: Na gut dann nehme ich doch einen Sekt mit O-Saft.
Frau 5: Dann nehmen wir ne Flasche.
Kellner: Soll ich ihnen dann eine kleine Flasche O-Saft dazu bringen?
Frau 5: Warum?
Kellner: Weil wir keine Flasche fertig gemischten Sekt mit O-Saft haben.
Frau 5: Na dann lassen Sie den O-Saft weg.
Frau 9: Dann nehme ich aber noch ein Wasser dazu.
Frau 10: Ich auch.
Frau 7: Ich auch, oder? Sie haben wirklich kein stilles Wasser?
Kellner: Nein, nur stillen Sekt. Wir nennen das in der Fachsprache Weißwein.
Frau 1-10: ???????
Kellner: (denkt: War doch klar, dass die das nicht raffen) Und die anderen Damen?
Frau 3: Einen Süßgespritzten.
Frau 6: Einen Sauergespritzten.
Frau 8: Eine Cola light.
Kellner: Wir haben leider keine Cola light.
Frau 8: Warum nicht?
Kellner: KEINE AHNUNG ICH BIN NUR DER KELLNER.
Frau 8: Dann nehme ich ein Radler mit wenig Bier.
Kellner: (geht und versucht sich den Scheiß zu merken)

20:18 Uhr Herrentisch

Mann 3: (brüllt durch den Saal) Mach noch ‘ne Runde!
Kellner: Jo (geht, holt zehn Bier, stellt diese wortlos ab, während „Mann 3″ 20,- aufs Tablett legt).

20:25 Uhr Damentisch

Kellner: (bringt die Getränke) Sooo die Damen, wer hatte denn das Radler?
Frau 1-10: Schnatter, Schnatter, Schnatter…
Kellner: WER HATTE DENN DAS RADLER?
Frau 1-10: ?????? (Vollkommen überrascht, dass ein Herr mit einem Tablett vor dem Tisch steht und das Damenkollektiv ansieht).
Kellner: DAS RADLER.
Frau 7: Petra, hattest Du nicht das Radler?
Frau 8: Oh ja, mein Radler, hihihi!
Kellner: (stellt das Radler und die anderen Getränke auf dem Tisch ab und denkt: Sollen die das Zeug doch selber verteilen).
Frau 3: Und wo ist meine Cola light?
Kellner: (atmet tief ein und wieder aus) Wir haben keins UND ICH WEISS AUCH NICHT WARUM.
Frau 3: Dann nehm ich…
Kellner: Sie haben schon gewählt und es ist auch schon da.
Frau 3: Oh.
Frau 8: Was macht das denn?
Kellner: Zusammen oder getrennt?
Frau 8: Nur das Radler.
Kellner: 1,80 bitte. (Die Dame wühlt in der Handtasche nach dem Geldbeutel und drückt dem Kellner 2,- in die Hand. Der Kellner gibt ein 20 Cent Stück zurück, worauf die Dame ein 10 Cent Stück sucht um dieses dem Kellner als Trinkgeld zu überreichen).
Kellner: So, der Rest?
Frau 5: Ich zahle die Hälfte vom Sekt, ein Mineralwasser und den Sauergespritzten.
Frau 2: Wieso die Hälfte, wir sind doch drei, die wo Sekt trinken!
Frau 5: Oh ja stimmt, dann zwei Drittel der Flasche, ein Mineralwasser und Süßgespritzten.
Frau 2: Dann zahle ich das letzte Drittel von dem Sekt.
Kellner: (rechnet angestrengt und versucht die Ruhe zu bewahren) Dann bekomme ich 13,86 von Ihnen und von Ihnen 4,33
Frau 2: Warum haben Sie denn so unrunde Preise? Das ist doch unpraktisch.
Kellner: Das ist halt so bei einem Drittel von 13,-. Normalerweise teilen sich nicht drei Leute ein Getränk.
Die restlichen Damen zahlen in ähnlicher Weise Ihre Getränke, lassen sich dabei das Rückgeld stets geben und entscheiden sich vereinzelt zu einem Trinkgeld von bis zu 20 Cent. Somit entsteht ein Gesamttrinkgeld von 45 Cent.

20:25 Uhr Herrentisch

Mann 4: Mach ma’ 10 Bier und zehn Schnaps und was Du trinkst.
Kellner: (Nickt und holt die Getränke) Kurze Zeit später stellt er zehn Bier und elf Schnaps ab. Mit
dem elften Schnaps stößt er mit der Runde an.
Mann 4: Was macht das?
Kellner: 45,50
Mann 4: (gibt einen 50,- Schein) Gib mir drei raus.
Kellner: (gibt 3,-) Dank Dir.

Der Abend geht in ähnlicher Weise bis in die frühen Morgenstunden weiter.
Am Herrentisch werden insgesamt zehn Runden Bier und fünf Runden Schnaps getrunken. Die Aufzählung der am Damentisch getrunkenen Getränke entfällt aus zwei Gründen:
1. Es würde den Rahmen dieser Email sprengen.
2. Der (männliche) Autor dieses Artikels würde beim Schreiben Kopfschmerzen bekommen.

OK, die Zeiten sind etwas sehr knapp kalkuliert. Aber wenn die Geschichte in einer Gegend spielt, wo man Bier aus Reagenzgläsern trinkt (Kön zum Beispiel), dann kommt es schon hier.

gefunden unter anderem bei Thalex – the Netdiver ~~~

Cocktail-Karte

Vor Weihnachten dreht der Großteil der Bevölkerung komplett durch. Viele befinden sich deutlich neben der Spur. Nach der Solarium-Lady hatte ich letzte Woche wieder einen weiblichen Gast, der mit sich und der Welt nicht zurecht kam.

Sie stand mitten im Raum, blickte ratlos umher und kam dann zu mir an die Bar.

Entschuldigung! Wo kann ich denn sehen, welche Cocktails sie haben?

Ich wies sie dann auf die Karten auf dem Tresen hin, die in ca. einem halben Meter Entfernung von ihr standen. Im Nachhinein hätte ich sie aber an den Aushang vor der Türe verweisen sollen. 😉