Schlagwort: Cafe

Kundenbefragungen

Wie jedes Mal beim Einkaufen in der Metro, haben mein Chef und ich uns in die Gastro-Lounge verlaufen. Das hat mehrere Vorteile: Heißgetränke, Softdrinks und Häppchen for free, Bild-Zeitung lesen und unseren Kundenberater per Telefon anrufen (statt ihn ihm Markt zu suchen).
Nun saßen wir in der Gastro-Lounge an einem Tisch und genossen unsere Drinks. Auf einmal stand eine hübsche junge Dame neben uns am Tisch.

sie: Entschuldigung! Wir führen eine Kundenbefragung durch. Was kaufen Sie mehr: Fisch oder Fleisch?
wir (syncron): Beides nicht!
sie (erstaunter Blick): Was kaufen Sie denn dann?
ich: Eis, Milch, Sahne und Schnaps!

Sie war dann sehr erstaunt. Als wir ihr beide Gastronomie-Objekte meines Chefs (Bar und Cafe) erklärten, war sie viel gelassener. Trotzdem erklärte Sie uns, daß wir nicht für die Befragung geeignet wären, da es um eine Befragung der Fisch- und Fleisch-Käufer ginge. Meinem Chef fiel dann ein, daß er mal im letzten Jahr Grillfleisch gekauft hatte, und damit war er schon für den Fleischkunden-Fragebogen qualifiziert. Ich habe als Ausgleich den Fisch-Fragebogen ausgefüllt (immerhin weiß ich, wie man „Fisch“ schreibt).

Wer auch immer das schon mal behauptet hat: Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

Weihnachtswahnsinn

Gestern war es nun so weit: ich hörte zum ersten Mal dieses Jahr den Weihnachtsklassiker, der als ultimative Warnung anzeigt, daß bald Weihnachten ist: „Last Christmas“ von Wham!
Das ist dann auch der Zeitpunkt, ab dem die Menschen total durchdrehen, anscheinend nicht mehr Auto fahren können und in Hektik und Streß verfallen. Bei dieser ganzen Weihnachtslieder-Beschallung, Adventsaktionen überall und Lichterketten noch und nöcher kann man auch schon verrückt werden.
Nun gibt es bei mir in der Bar keinerlei Weihnachtsdekoration. Aber auch ich kann mich dem ganzen Weihnachtswahnsinn nicht entziehen, also regel ich das über die Musik. Und da gehe ich ein wenig unkonventionelle Wege. Die letzten Jahre liefen bei mit immer die CDs aus der Christmas Cocktails-Reihe und für dieses Jahr habe ich auch wieder zwei extravagante Kandidaten für Weihnachtslieder, die ab nächster Woche zur Untermalung der weihnachtlichen Stimmung laufen:

  • A Twisted Christmas von Twisted Sister, einer Hard-Rock-Band aus den 80ern (die CD ist allerdings von 2006)
  • Silent Nightclub von Richard Cheese und seiner Band im Jazz- und Big Band-Stil

Kennt ihr weitere Lieder, die nicht dem normalen Schema an normalen Weihnachtsliedern entsprechen?

Pizza für Jonas Wagner

Wer kennt ihn noch? Diesen legendären Werbespot für BP, in dem der Satz „Pizza für Jonas Wagner“? fällt. Für die junge Generation ist dieser Spruch ein wenig fremd.

Gestern kam ein Freund vom Chef mit Essen ins Cafe. Und wenn jemand mit Essen in den Raum kommt, kann ich mir ein „Pizza für Jonas Wagner“ nicht verkneifen. Die beiden Studenten an der Theke schauten ratlos. Wir „Älteren“ haben sie dann aufgeklärt.
Keine 5 Minuten später kam dann ein Bote von Joey’s Pizza ins Cafe. Prompt sprach die Jüngste in unserer Runde dieses berühmte „Pizza für Jonas Wagner“. Schnell gelernt. 😉
Und wie in dem damaligen Werbespot („10. Stock!“) haben wir den Pizza-Boten weitergeschickt, denn die Pizza war nicht für uns, sondern für die Kino-Besatzung im gleichen Gebäude.

Auch andere haben sich schon mit dem Spot beschäftigt:
Markus Baumer – BP: Pizza für Jonas Wagner
Media & More auf WGControl – Pizza für Jonas Wagner?

Kaffee-Ladies

Meine Öffnungszeiten sind nach hinten unter der Woche variabel. Es gibt eine feste Zeit, in der immer offen ist. Danach hängt es davon ab, ob und wieviele Gäste noch da sind. Aber spätestens um 2 Uhr ist Schluß.

Es war schon nach der festen Öffnungszeit. Aber ich hatte noch eine große Gruppe als Gäste (die sich den nächsten Blogeintrag als „Beach Boys“ verdient haben), als ein Haufen Frauen in die Bar stürmte und nachfragte, wie lange ich offen habe. Es war abzusehen, daß es noch länger geht, also machten die Damen es sich bequem.

Noch war alles ok. Aber dann nahm ich die Bestellung auf. Die erste Frau wollte einen Latte Macchiato.
Das war der Moment, wo ich zu überlegen anfing: die Kaffeemaschine war schon geputzt und prinzipiell bin ich auch kein Milchaufschäumer. Aber ich bin auch Gastgeber und deswegen war es auch kein Problem, wegen einem Latte Macchiato wieder die Maschine zu putzen (meinen Chef wird es freuen, auf Kaffee und Kaffee-Variationen ist schließlich die größte Gewinnspanne, vielleicht noch von Tee geschlagen).
Aber es kam noch schlimmer: die Damen wollten einen weiteren Latte Macchiato, einen Latte Macchiato mit Baileys, eine heiße Schokolade mit Baileys. Und dann noch einen großen Grapefruitsaft (hat in meiner Karriere bisher noch nie jemand bestellt). Die drei Cocktails, die sie auch noch bestellten, brachten meinen Puls wieder auf Normalmaß.

Wenn ich Spaß daran hätte, Milch aufzuschäumen und Knöpfchen an der Kaffeemaschine zu drücken, würde ich in einem Cafe arbeiten!

Gastro-Geschichten: Als Barista hat man es nicht immer leicht!

Mal wieder etwas aus dem Bereich Gastro-Geschichten aus einem anderen Blog:

Arne „durfte“ in seiner Zeit als Barista in einer Kaffeebar auch ein paar unterhaltsame Geschichten erleben. Drei davon schildert er in seinem Blog-Eintrag „Als Barista hat man es nicht immer leicht!„:

  1. Cappuccino vs. Kaffee Latte
  2. leere Tasse trinken
  3. Handtasche mit 2000€ gefunden

Für alle Kaffee-Liebhaber ist es ein lesenswerter Blog: Barista-Blog.

Eine etwas andere Cola

Meine Gäste sind gerade etwas sparsam mit ihren Geschichten. Daher muß nun mal wieder eine nette Dame herhalten, die mir in einem Cafe folgendes erzählte:

Dame: Sie wollten, daß ich noch mit in eine Bar gehe. Aber ich wollte nicht. Sie haben mich dann mehr oder weniger überredet und ich habe gesagt, daß ich dann halt doch noch auf eine Cola mitkomme.
Nun ja, aus dieser Cola wurde eine Pina Colada.

In diesem Sinne: Prost!