Schlagwort: Arbeit

Gedächtnislücke?

Das kommt davon, wenn man mit dem Personal nach Feierabend zum Feiern weggeht und es auch ab und zu mal ein wenig übertreibt:
Ich klärte gerade per Chat mit einer meiner Servicekraft, wie sie nun am Wochenende arbeiten muß will, als die Kommunikation folgendermaßen weiterging:

sie: ähm du? Uns is nix passiert von der nacht sonntag auf montag oder?
ich: Hae? ich war brav zuhause in der Nacht. keine Ahnung was du getrieben hast.

Es ist schön, daß sie sich so mit dem Betrieb identifiziert und „uns“ schrieb. Sie meinte damit aber nicht irgendwelche unserer nächtlichen Eskapaden, sondern die Serie von Einbrüchen, die in dieser Nacht in Ulm passierten.
Uns ist übrigens nichts passiert.

Silvester-Planung

Ich saß nach Feierabend zu sehr später Stunde in einer kleinen gemütlichen Bar an der Theke. Neben mir saß ein Koch, der im Dezember reihenweise Doppelschichten geschoben hat und insgesamt auf einen freien Tag kam. Wer braucht schon Freizeit? Jedenfalls wußte er noch nicht, was er Silvester machen wird.

überarbeiteter Koch: Ich weiß noch gar nicht, was ich an Silvester machen soll!

Daraufhin schlug die Bardame und Hausherrin, die genau wie ich auch, an Silvester hinter der Theke stehen wird, lapidar vor:

Geh‘ doch arbeiten!

Er fand es irgendwie nicht witzig… wir schon 😉

Valentins-Absage

Da ringe ich mich schon dazu durch, eine Valentins-SMS zu schreiben und kassiere dann auch noch eine Abfuhr!

Mein netter Gruß:

Huhu mein Valentinchen! Hast Du heute Abend Zeit und Lust auf ein heißes Abenteuer mit einem hübschen Barkeeper in der $bar? Prost! Heiko

Und die Absage:

Sorry mein Herzblatt. Bin heut leider in der $andereBar. Außer Du klärst es mit dem $chef *g*

Und dabei wollte ich nur wissen, ob sie heute abend mit mir arbeiten kann.

Silvester arbeiten

Silvester zu arbeiten ist für mich absolut kein Problem. Es macht wirklich Spaß! Alle Gäste haben spätestens um 23:40 bezahlt und verlassen maximal 5 Minuten später die Bar, um auf den Rathausplatz oder auf den Münsterplatz zu laufen und freie Sicht auf das Feuerwerk hier in Ulm zu haben.
Währenddessen habe ich genug Zeit, die Tische zu richten, Gläser zu spülen und alles für den nächsten Ansturm vorzubereiten. Dann wird die Bar abgeschlossen, ich laufe auf die Straße, wo schon ein paar andere Gastronomen auf das Feuerwerk warten und stoße dann mit ihnen auf das letzte erfolgreiche und neue (hoffentlich auch erfolgreiche) Jahr an. Ein paar Schlückchen Sekt und schon geht das Geschäft weiter. Ab Viertel nach Zwölf füllt sich die Bar wieder. Alle haben eine gute Laune, der Umsatz ist gut und die Arbeit macht Spaß.

Heute habe ich einen kurzen Dialog erlebt, der mich kurzzeitig aus der Fassung brachte. Eine Freundin fragte den Theker, ob seine Freundin, die zwar nicht in der Gastronomie arbeitet, aber ihm in Notsituationen aushilft, an Silvester arbeiten wird.

sie: Arbeitet Deine Freundin an Silvester?
er: Nein. Sie hat Freunde, Warum sollte sie an Silvester arbeiten?

Nur zur Information; ich habe Freunde und ich arbeite an Silvester. Und er übrigens auch.

Mit Profis arbeiten

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Ich will doch nur einmal mit Profis arbeiten!

Diesen Spruch können sich meine Mädels im Service in verschiedenen Varianten immer mal wieder anhören, wenn etwas schief läuft. Umgekehrt bekomme ich ihn auch zu hören, wenn ich Mist baue. Ist ja auch ok.

Gestern hatte ich die Chance, mal mit wirklichen Profis zu arbeiten:
Helmut Adam vom Mixology, Christian aus der Cocktailwelt und Dominik Falger aus dem Burj al Arab, der seinen Urlaub hier verbrachte
Eines muß man den Jungs lassen: Gläser polieren haben sie wirklich drauf! 😉

Und nun weiß ich auch, warum Helmut „nur“ über die Szene schreibt und nicht mehr selbst aktiv in Bars arbeitet: statt Umsatz zu machen, verschenkt er Prosecco an hübsche Mädels, wenn sie auf den Tischen tanzen.

Ich danke euch! Das war ein wirklich einmaliger Abend!

Nachtrag:
Der Abend aus Christians Sicht: Cocktailwelten – Repeal Day in Ulm