Schlagwort: Rauchen

Gelegenheitsraucher

Gestern versuchte ein Gast beim Gehen noch am Zigarettenautomaten Zigaretten zu kaufen. So wie es von Weitem aussah, machte er alles richtig: Geld rein, Karte rein und dann die Marke wählen. Er hatte auch schon verstanden, daß man nicht auf die abgebildeten Schachteln drücken, sondern die darauf abgebildete Nummer eintippen muß.
Aber irgendwie funktionierte es nicht. Auch sein Kumpel konnte ihm nicht helfen. Also mußte ich als Retter in der Not herhalten. Und ich konnte schnell helfen, denn das Problem war gleich gefunden: er hatte nur 4€ in den Zigarettenautomaten geworfen! Nur sind leider schon seit Juli die Zigaretten teurer geworden und kosten seitdem 5€ (einige Ausnahmen liegen bei 4,50€) am Automaten.
Das war wirklich ein Gelegenheitsraucher!

Umsatzeinbrüche durch das Rauchverbot

Ich war bisher einer derjenigen, die Umsatzeinbrüche durch das Rauchverbot geleugnet haben.
Das Rauchverbot (korrekt: Landesnichtraucherschutzgesetz) gilt hier in Baden-Württemberg seit dem 1. August 2007. Und bis vor zwei Wochen gab es bei mir auch keine Umsatzeinbrüche. Eher das Gegenteil war der Fall. Nun ist seit zwei Wochen tote Hose in Ulm. Aber nicht nur bei mir, sondern wohl in ganz Ulm. In den Bars und Cafes rund um den Marktplatz ist teilweise ab 23 Uhr gar nichts mehr los. Hat es so lange gedauert, bis es sich rumgesprochen hat, daß woanders noch geraucht werden darf? Oder waren der Großteil der Raucher noch im Urlaub?
Eine Kollegin hat es scherzhaft kommentiert:

Wir sind auch für Sie da, wenn Sie nicht da sind!

in Neu-Ulm (das ist auf der anderen Donau-Seite und liegt in Bayern, wo das Rauchverbot erst ab dem 1. Januar 2008 gilt) hingegen sind die Bars, Cafes und Kneipen gerammelt voll. Teilweise verdoppeln sie ihren Tagesumsatz.
Nun frage ich mich, wo denn nun all die Nichtraucher sind, die jetzt die Chance hätten, qualmfrei wegzugehen. Welche Gäste sollen geschützt werden, wenn sie sowieso nicht weggehen?

Update:
Die Umsatzeinbrüche sind bisher nur unter der Woche zu verzeichnen. Am Wochenende ist noch ordentlich was los. Sogar eher mehr als früher.

Rauchertag

Vorhin habe ich vom Chef erfahren, daß seine Aushilfen und einige Stammgäste heute Abend einen Raucher-Abend machen. Das letzte Mal in einer Bar noch einmal ordentlich Qualmen, was das Zeug hält. Ich kann es mir richtig gut vorstellen, wie die Mädels an einem Tisch hocken, vor ihnen Türme von Zigarettenschachteln und überfüllte Aschenbecher, und sie diesen Abend förmlich zelebrieren. Aber ob das so im Sinne des Landesnichtraucherschutzgesetzes ist?

Es könnte aber auch den positiven Effekt haben, daß sie merken, wie sinnlos eigentlich das Rauchen ist und man nicht zu jeder Gelegenheit eine Zigarette in der Hand (und im Mund) haben muß.

dreckige Aschenbecher

Dreckige Aschenbecher gegen frische auszutauschen gehört zum Service dazu. Selbst Raucher haben es nicht gerne, wenn vor ihnen ein stinkender Aschenbecher steht. Bis auf den einen Gast heute Mittag:
Ich bin zu seinem Tisch, um den Aschenbecher zu wechseln. Das schien ihm aber gar nicht zu passen und er fragte mich:

Gast: Könnten Sie bitte den schmutzigen Aschenbecher stehen lassen? Ich zähle die Zigaretten darin. So rauche ich weniger!

Auch eine Möglichkeit, um seinen Zigarettenkonsum unter Kontrolle zu behalten.