Schlagwort: Boxen

Kein Spaß

Es macht wirklich keinen Spaß, nach einer Stunde Boxtraining mit abgeschlafften Armen im Service zu arbeiten. Besonders unspassig sind dabei die hohen Latte-Macchiato-Gläser, die das Zittern noch verstärken.
Positiv hingegen ist die Tatsache, daß ich trotzdem einfach besser drauf bin. Das liegt wohl an den ausgeschütteten Endorphinen.

Arbeitsunfall

Tatzeit: Freitag, 4. Mai 2007, ca. 1:30 Uhr
Tatort: hinter der Theke

Unfallhergang:
Aus noch ungeklärter Ursache geriet ein Weizenbierglas ins Schleudern und fiel vom Schanktresen schräg gegen eine Kühlschublade, zerbrach dort und bahnte sich arglistig seinen Weg durch eine Schürze und Jeans direkt in das Knie des Opfers. Erst wurde die ca. 2cm große Schnittwunde versorgt und dann die wartenden Gäste.

So schnell kann mal eben ein Unfall passieren (und ich hatte eine gute Ausrede, um an nächsten Tag nicht zum Boxtraining zu erscheinen). Vielleicht sollte ich nun die Schürze als Thekenmeister-Devotionalie bei Ebay versteigern 😉

Promi-Boxen: Das erste Training

Ich wollte es schon gestern bloggen. Nur war da keine Zeit, weil nach dem Training gleich ein paar Umbaumanahmen in der Bar anstanden.

Gestern also war das erste Training unter Jürgen Grabosch (Trainer von Rola El-Halabi (mehrfache Deutsche Meisterin im Kickboxen und Boxen)). Und weil mein Chef sich ein wenig Zeit ließ mich abzuholen, kam es wie es kommen mußte: wir waren ca. 10 Minuten zu spät. Kommentar von Jürgen: „Na endlich seid ihr auch schon da“. Der andere Trainer kam just in dem gleichen Moment aus der Umkleide und mußte noch einen drauf setzen „Wird aber auch Zeit!“. Zum Glück gab es keine Strafliegestütze.

Einschub
Das passiert, wenn man unter Zeitdruck bloggt: ich habe die Pointe vergessen.
Die beiden sind nämlich im Sicherheitsteam des Myer’s, das wir nach Feierabend gelegentlich (bis oft) besuchen, wenn sie noch maximal 1-2h offenhaben.
Antwort von mir: „Das kennt ihr von uns doch nicht anders. Wir kommen immer erst kurz vor Schluß!“
Ende des Einschubs

Also schnell umziehen, Finger bandagieren und los geht’s. Was mir gleich auffiel: alle anderen Trainigsteilnehmer waren in ordentlichem Sportdress, mein Chef kam in einem „Havana Club“- und ich in einem „Gold Ochsen„-Shirt (lokale Brauerei). Warum auch nicht? Wieso soll ich mit Sportklamotten Werbung laufen, wenn ich die Sachen auch gratis haben kann?

Beim Warmlaufen dann schon der zweite Fauxpas. Jürgen zu mir: „Ich hasse Gold Ochsen!“. Gut, dann das nächste Mal halt kein „Gold Ochsen“-Shirt, sondern Smirnoff oder Havana Club. 😉
Das Training war anstrengend, wobei Jürgen meint, daß es ein eher gemäßigtes Training war. Wie auch immer, ich bin heute total gerädert. Und morgen geht es schon wieder weiter. Auch wenn es sehr anstrengend war, wir haben uns immer köstlich amsiert (die anderen Teilnehmer waren nicht so witzig drauf), aber es soll ja auch Spaß machen!

Ein paar Stilblüten von Jürgen:

Jürgen: (besorgt) Hast Du irgendwelche Schmerzen?
ich: Nein, wieso?
Jürgen (harter Ton): Na also, dann mach die Übung richtig!
(Beim Medizinball über dem Kopf kreisen lassen)

Jürgen: Boxt Du gegen eine Kindergärtnerin?
(als ich beim Sandsackboxen nicht auf die richtige Höhe (zu tief) geboxt habe)

Jürgen: Nimm die Arme runter, du hüpfst ja wie eine Ballerina durch die Gegend!
(zum Chef, als dieser beim Seitwärtsüberkreuzlaufen die Arme zur Seite streckte (kennt er vom Fußball so))