Schlagwort: Umsatz

Ode an die Dänen

Hallo ihr Dänen!

ich kann nichts dafür, daß ihr damals den Euro nicht haben wolltet und nun die Münzen umdrehen müsst, um zu sehen, was sie wert sind.
Ein großes Dankeschön für den guten Umsatz, den ihr meinem Chef beschert habt.
Für das mickrige Trinkgeld (Prozentsatz unter 0,1%) könnt ihr allerdings keine große Dankesrede erwarten.
Daß ihr es nicht gewohnt seid, Trinkgeld zu geben ist wohl mein Problem.
Die geklauten Aschenbecher werden euch hoffentlich lange an den lustigen Abend erinnern, den ihr bei mir hattet.
Und verbringt euren nächsten Urlaub doch in Dänemark – es ist ein schönes Land!

Danke für die Aufmerksamkeit!

Umsatzeinbrüche durch das Rauchverbot

Ich war bisher einer derjenigen, die Umsatzeinbrüche durch das Rauchverbot geleugnet haben.
Das Rauchverbot (korrekt: Landesnichtraucherschutzgesetz) gilt hier in Baden-Württemberg seit dem 1. August 2007. Und bis vor zwei Wochen gab es bei mir auch keine Umsatzeinbrüche. Eher das Gegenteil war der Fall. Nun ist seit zwei Wochen tote Hose in Ulm. Aber nicht nur bei mir, sondern wohl in ganz Ulm. In den Bars und Cafes rund um den Marktplatz ist teilweise ab 23 Uhr gar nichts mehr los. Hat es so lange gedauert, bis es sich rumgesprochen hat, daß woanders noch geraucht werden darf? Oder waren der Großteil der Raucher noch im Urlaub?
Eine Kollegin hat es scherzhaft kommentiert:

Wir sind auch für Sie da, wenn Sie nicht da sind!

in Neu-Ulm (das ist auf der anderen Donau-Seite und liegt in Bayern, wo das Rauchverbot erst ab dem 1. Januar 2008 gilt) hingegen sind die Bars, Cafes und Kneipen gerammelt voll. Teilweise verdoppeln sie ihren Tagesumsatz.
Nun frage ich mich, wo denn nun all die Nichtraucher sind, die jetzt die Chance hätten, qualmfrei wegzugehen. Welche Gäste sollen geschützt werden, wenn sie sowieso nicht weggehen?

Update:
Die Umsatzeinbrüche sind bisher nur unter der Woche zu verzeichnen. Am Wochenende ist noch ordentlich was los. Sogar eher mehr als früher.

Personalplanung IV

Aus aktuellem Anlaß muß ich mich mal wieder über mein Personal ärgern.
Gerade am Wochenende und vor Feiertagen ist der Bedarf an Personal höher. Und weil es sich nicht rechnet mit kompletter Besatzung den ganzen Abend im Laden rumzustehen, kommen die Aushilfen nur zu den Stoßzeiten, d.h. meist 22 Uhr bis ca. 1 Uhr. Diese Zeiten sind für die Aushilfen die besten Stunden, weil sie in kürzester Zeit am meisten Geld verdienen (viel los = viel Umsatz = viel Trinkgeld). Ein weiterer Vorteil ist noch, daß um 1 Uhr die Party-Nacht ja noch nicht vorbei ist und sie sich noch amüsieren gehen können. Alles in allem eine Win-Win-Situation.
Es ärgert mich dann wirklich, wenn ich außerplanmäßig Personal brauche (z.B. für heute Abende, weil morgen bekanntlich Fronleichnam ist) und mir dann als Ausreden anhören muß: „das geht nicht, da ist unser Spieleabend“ und „ich muß da Fußball schauen“. Beliebt sind auch Ausreden wie „Ich bin da auf einem Geburtstag eingeladen“, „Da muß ich mit einem Kumpel Badminton spielen“ und „Kann da nicht jemand anderes arbeiten. Ich weiß noch nicht so genau, was ich an dem Tag machen will“.
Nach solchen Sprüchen überlege ich mir immer wieder, wann und warum ich solche Experten wieder in den trinkgeldfreundlichen Schichten einsetzen soll.

Tote Hose

Kann mir mal jemand verraten, wo sich gestern die Einwohner dieser Stadt versteckt hatten? Ich glaube kaum, daß die alle zuhause waren und Fußball geschaut haben. Es ist schon ewig her, daß so wenig bei mir los war.
Nun gut. So konnte ich also nebenher mit einem Stammgastpärchen pokern. Wenn schon nicht viel Trinkgeld reinkommt, dann muß das Geld von woanders kommen. Es war sehr unterhaltsam und wie ich nunmal so bin, habe ich ab und zu mal ein paar anzügliche Bemerkungen zum Besten gegeben. Bis es ihm dann mal gereicht hat:

er: Sag mal, hast Du auch noch andere Sachen ausser Sex im Kopf?
ich: Ja: Umsatz. Also trink!
er: Stimmt. Aber leider hast Du beides nicht.

Wenigstens hatte er dann am Ende ordentlich verloren 😉